1919

Max Weber wird an die LMU berufen. Er war einer der wenigen Professoren, die die neue Republik zumindest anerkannten.

Alte Fotografie von Max Weber

Max Weber kam 1919 an die LMU.

Max Weber (1864–1920), einer der Väter der modernen Sozialwissenschaft, hatte bereits in Berlin, Freiburg im Breisgau, Heidelberg und Wien gelehrt, ehe er 1919 dem Ruf auf den Lehrstuhl für Nationalökonomie an der LMU folgte. Im politisch aufgeheizten Klima dieser Jahre wurden seine Lehrveranstaltungen immer wieder gestört. Zeitweise durften seine Vorlesungen nur noch mit Platzkarte besucht werden. Weber hatte unter anderem die milde Behandlung des Mörders von Ministerpräsident Kurt Eisner kritisiert und sich damit den Unmut vieler Studenten zugezogen. Weber konnte seiner Lehrtätigkeit schließlich nicht mehr lange nachgehen: Am 14. Juni 1920 verstarb er infolge einer Lungenentzündung.

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