1942

Mit Flugblättern riefen die Mitglieder der Weißen Rose zum Widerstand gegen das nationalsozialistische Regime auf.

Eine weiße Rose auf den steinernen Flugblättern vor dem LMU Hauptgebäude

Bodendenkmal der Weißen Rose vor dem Hauptgebäude der LMU. | © jan Greune

Am 27. Juni 1942, im dritten Kriegsjahr, verteilten Mitglieder der Weißen Rose die ersten Flugblätter, die zum passiven Widerstand gegen den NS-Staat aufriefen. Fünf weitere Flugblätter sollten folgen, in denen schließlich der Sturz der Hitler-Diktatur gefordert wurde. Die Studierenden Willi Graf, Christoph Probst, Alexander Schmorell, Sophie Scholl und Hans Scholl sowie Professor Kurt Huber bildeten den Kern der Widerstandsgruppe, die in losem Kontakt zu anderen Personen und Widerstandsgruppen stand.
Am 18. Februar 1943 verhaftete die Gestapo die Geschwister Scholl, nachdem diese im Hauptgebäude der LMU Flugblätter verteilt hatten. In den folgenden Tagen wurden weitere Mitglieder der Weißen Rose festgenommen und die Hauptangeklagten in mehreren Prozessen zum Tode verurteilt. Die Urteile wurden unmittelbar nach Verhandlungsende im Gefängnis München-Stadelheim vollstreckt.

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