1974

Das neue Hochschulgesetz schafft unter anderem auch die verfassten Studentenschaften ab

Im Sommer 1972 rief der Asta der LMU zu Boykott der 500-Jahr-Feier der Universität auf. 1974, mit Inkrafttreten des neuen Bayerischen Hochschulgesetztes aus dem Jahr 1973, wurde der Asta durch einen Sprecherrat ersetzt.

Im November 1973 beschloss der Bayerische Landtag ein neues Hochschulgesetz, das nach seinem Inkrafttreten im folgenden Jahr tiefgreifende Veränderungen für die LMU brachte. Die Fakultäten wurden weiter aufgeteilt, sodass es zunächst 21 sogenannte Fachbereiche gab, die nun unter kollegialer Leitung arbeiteten. Kurze Zeit später wurden die Fachbereiche wieder in Fakultäten umbenannt und die Zahl reduziert.
Zudem erfolgte ein wichtiger Schritt in Richtung Gruppenuniversität: Die Fachbereichsräte, der Senat und die Versammlung setzten sich durch Vertreter der Professorenschaft, der Wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und der Studierenden zusammen. In der Gesamtuniversität kamen auch Vertreter des übrigen Personals hinzu.
Das neue Hochschulgesetz schaffte außerdem die verfassten Studentenschaften ab und ersetzte diese durch neu geschaffene Organe, die in ihren Kompetenzen beschränkt wurden. Fachschaftsvertreter und studentische Vertreter im Senat bilden seitdem den Studentischen Konvent. Aus dessen Mitte wird ein Sprecherrat gewählt, der den AStA ersetzt.



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