Geistes- und Kulturwissenschaften

Die nachfolgenden Stiftungen fördern Studium, Wissenschaft und Forschung an der LMU München in den Geistes- und Kulturwissenschaften.

Pfarrer-Elz-Stiftung

Gründer
Pfarrer Peter Ewald Elz
Jahr
1993
Fachbereich
Geistes- und Kulturwissenschaften
Beschreibung
Die Pfarrer-Elz-Stiftung hat die Förderung der theologischen und kirchlich-philosophischen Forschung und Lehre an der LMU zum Ziel.

Weihbischof Dr. Ernst Tewes-Stiftung

Gründer
Weihbischof Dr. Ernst Tewes
Jahr
1993
Fachbereich
Geistes- und Kulturwissenschaften
Beschreibung
Seine Stiftung dient der selbstlosen finanziellen Förderung der wissenschaftlichen Forschung in der Katholisch-Theologischen Fakultät; der Zweck wird insbesondere erfüllt durch die Verleihung des Johann Michael Sailer-Preises für eine hervorragende wissenschaftliche Arbeit.
Herr Dr. Ernst Tewes (* 4. Dezember 1908 in Essen, † 16. Januar 1998 in München) war Weihbischof der römisch-katholischen Kirche im Erzbistum München und Freising.

Dr. Wolf Hamann-Stiftung

Gründer
Dr. Wolf Hamann
Jahr
2006
Fachbereich
Geistes- und Kulturwissenschaften
Beschreibung
Wissenschaftliche Förderung der Vorderasiatischen Archäologie an der Ludwig-Maximilians-Universität. Der Stiftungszweck wird insbesondere durch Reisekostenzuschüsse in Zusammenhang mit Promotionsvorhaben verwirklicht.
Nach einer erfolgreichen Tätigkeit als Architekt studierte Herr Dr. Hamann Geschichte an der LMU und wurde hier promoviert. Im Rahmen seiner Promotion beschäftigte er sich auch mit der Vorderasiatischen Archäologie und war ein gern gesehener Gast am gleichnamigen Institut. Diese Studien veranlassten ihn, die nach ihm benannte Stiftung zu gründen, mit dem Ziel, die Vorderasiatische Archäologie an der LMU München zu fördern.

Herzoglich Georgianische Priesterhaus-Stiftung

Gründer
Herzog Georg der Reiche von Bayern-Landshut
Jahr
1494
Fachbereich
Geistes- und Kulturwissenschaften
Beschreibung
Zweck der Stiftung ist die zur wissenschaftlichen Ausbildung hinzutretende Erziehung und Betreuung sowie die geistliche und pastoral-praktische Ausbildung von katholischen Theologiestudierenden an der Ludwig-Maximilians-Universität München als Priesteramtskandidaten und von Priestern, die an der Universität als wissenschaftliche Nachwuchskräfte ausgebildet werden, jeweils unter besonderer Berücksichtigung der allgemeinen und fachlichen Bildung im Hinblick auf die Stellung der Priester und die Bedeutung der theologischen Wissenschaft im öffentlichen Leben. Dabei richtet sich die Stiftung nach den einschlägigen kirchlichen Vorschriften. Im Einzelfall kann die Stiftung bedürftige Priesteramtskandidaten und Priester, die in das Georgianum aufgenommen wurden, finanziell unterstützen.

Karl Jakob Hirsch-Stiftung

Gründerin
Ulrike Marianne Ruth Gassner
Jahr
2000
Fachbereich
Geistes- und Kulturwissenschaften
Beschreibung
Karl Jakob Hirsch (Pseudonyme: Joe Gassner, Karl Böttner) war ein deutscher Maler, Künstler und Schriftsteller.
Bis Mitte der 1920er Jahre schuf Karl Jakob Hirsch neben grafischen Arbeiten eine große Anzahl heute verschollener Gemälde, die ihn als Vertreter der expressionistischen Bewegung auswiesen. Er entwarf Bühnenbilder und Kostüme für die Berliner Volksbühne und schuf die Bauten für eine Reihe von deutschen Filmen. Im Jahre 1925 wechselte Hirsch von der bildenden Kunst zur Literatur, schrieb anfangs Musik-, Kunst- und Literaturkritiken für verschiedene Zeitungen und Zeitschriften. Er hielt sich vorwiegend in Italien und Frankreich auf und lieferte Feuilletons, Reiseberichte und Erzählungen für Zeitungen.

Herbert Lutz Gedächtnis Stiftung

Gründer
Eheleute Marguerite und Julius Hermann Lutz
Jahr
1958
Fachbereich
Geistes- und Kulturwissenschaften
Beschreibung
Zweck der Stiftung ist die Förderung der archäologischen Studien am Institut für Klassische Archäologie. Dazu gehört die Beschaffung von wissenschaftlicher Literatur, Fotografien und sonstigem Arbeitsmaterial zur Unterstützung der archäologischen Studien, die Finanzierung öffentlicher Vorträge im Rahmen des Archäologischen Kolloquiums, Reisekostenzuschüsse für Studierende und Wissenschaftliche Mitarbeiter des Instituts für Klassische Archäologie, Druckkostenzuschüsse für die Veröffentlichung von Qualifikationsarbeiten oder Stipendien für Studierende der Klassischen Archäologie.
Im Andenken an ihren einzigen Sohn Herbert errichteten der Publizist Hermann Lutz und seine Frau Marguerite Lutz, geb. Voorhees, die Herbert Lutz Gedächtnis Stiftung zugunsten des Instituts für Klassische Archäologie.
Herbert Lutz wollte Archäologe werden und hatte auch schon begonnen, eine eigene kleine Sammlung von Antiken anzulegen.
Jährlich wird die Herbert Lutz Gedächtnis Vorlesung veranstaltet, zu der namhafte Gelehrte eingeladen werden.

Leonhard Moll-Stiftung

Gründer
Moll KG
Jahr
1994
Fachbereich
Geistes- und Kulturwissenschaften; Rechts-, Wirtschafts-, Sozialwissenschaften
Beschreibung
Die Leonhard Moll-Stiftung fördert Studium, Wissenschaft und Forschung an der LMU durch Vergabe von Stipendien an Studierende aus Osteuropa (insbesondere von den Universitäten Breslau und Prag), die an der Juristischen Fakultät, der Fakultät für Betriebswirtschaft oder der Fakultät für Geschichte und Kunstwissenschaften an der LMU studieren.
Leonhard Moll wurde 1870 in Külsheim-Erkenbrechtshofen (heute ein Ortsteil von Bad Windsheim in Mittelfranken) als Sohn eines Tagelöhners geboren. Nach einer Lehre im Baugewerbe war er zunächst Angestellter der Stadt München, bis er 1894 sein Bauunternehmen gründete.
Er starb 1945 in München.
Zum 100. Firmenjubiläum entschlossen sich die Familiengesellschafter der Moll KG dazu, das Bestehen ihres Unternehmens besonders zu feiern.
Angesichts der politischen Veränderungen der vergangenen Jahre im Osten Europas beschlossen die Gesellschafter einen Beitrag zur Förderung des akademischen Nachwuchses in Osteuropa, insbesondere in Polen und der Tschechischen Republik, zu leisten. Hierbei handelt es sich um Ein-jahresstipendien an Studierende aus Osteuropa, insbesondere der Universitäten Breslau und Prag.
Die Stipendiatinnen und Stipendiaten müssen mindestens vier Fachsemester abgeschlossen haben und ausreichende Deutschkenntnisse nachweisen.

Hl. Athanasius-Stiftung

Gründer
Dr. Josef Geiger, Dr. Adly Wahba
Jahr
2001
Fachbereich
Geistes- und Kulturwissenschaften
Beschreibung
Die ökumenische Theologie erhält durch die Stiftung eine finanzielle Unterstützung von Projekten des Zentrum für ökumenische Forschung der LMU, vor allem in Form von Stipendien und Promotionsstipendien für Studierende aus den Patriarchaten des Ostens, die an der LMU einen theologischen Abschluss erwerben wollen. Auch
Studierende, die sich in postgradualen Studien der ökumenischen Theologie weiter qualifizieren wollen, werden unterstützt, ebenso können Druckkostenzuschüsse für Arbeiten, die an der LMU entstanden sind und die einen bedeutenden Beitrag in der Förderung der ökumenischen Theologie darstellen, übernommen sowie Studienaufenthalte an Stätten des Frühchristentums gefördert werden.

Der Name der Stiftung geht auf den großen Kirchenlehrer des vierten Jahrhunderts zurück:
Der hl. Athanasius wurde um 295 in Alexandrien (Ägypten) geboren. 325 war er als Diakon und Begleiter seines Bischofs Alexander von Alexandria beim 1. Ökumenischen Konzil in Nizäa dabei. Dort verteidigte er die katholische Glaubenslehre gegen die Arianer. 328 wurde er vom Volk durch Akklamation zum Bischof gewählt. 335 wurde er von den Arianern falsch angeklagt und vom Kaiser nach Trier verbannt. Nach dem Tod von Kaiser Konstantin kehrte er nach Alexandrien zurück, allerdings folgte 340 die erneute Absetzung. Außerdem wurde ihm ein Gegenbischof vor die Tür gesetzt. Er floh zu Papst Julius I. nach Rom.346 kehrte er nach Alexandrien zurück. 356 wurde er erneut ungerecht verurteilt. Er floh vor der Verhaftung in die Wüste zu Mönchen, wo er bedeutende Schriften verfaßte. 361 konnte er zurückkehren und wurde prompt erneut verbannt. Jovian holte ihn allerdings zurück und setzte ihn wieder als Bischof ein. 365 wurde er wieder ins Exil geschickt. Nach einen Jahr konnte er allerdings zurückkehren und ungehindert bis zu seinem Tode im Jahre 373 wirken.
Der heilige Athanasius von Alexandrien ist einer der wichtigsten Kirchenlehrer und hat daher den Beinamen „der Große“.

Alois-Schmaus-Stiftung

Gründerin
Bosiljka Schmaus
Jahr
1993
Fachbereich
Geistes- und Kulturwissenschaften
Beschreibung
Die Alois-Schmaus-Stiftung hat die Förderung südslawistischer balkanologischer Forschung, insbesondere an der LMU (auch durch Vortrags- und Publikationshilfen) zum Ziel.
Die Alois-Schmaus-Stiftung wurde 1988 an der LMU von Prof. Dr. Peter Rehder, der sie dann bis 2010 als Vorsitzender des Stiftungsrats leitete, auf Wunsch von Frau Bosiljka Schmaus, geb. Mihajlovic (* 21. Februar 1898 in Beograd, † 11. Dezember 1986 München), eingerichtet. Die Stiftung pflegt die Erinnerung an ihren Ehemann emer. o. ö. Professor für Slavische Philologie und Balkanphilologie der Universität München.
Prof. Dr. Alois Schmaus (* 28. Oktober 1901 in Maiersreuth, † 27. Juli 1970 in München) schloss das humanistische Gymnasium in Metten (Niederbayern) ab und studierte Allgemeine und Indogermanische Sprachwissenschaft sowie Slavische, Romanische und Englische Philologie in Prag und München.
Er promovierte 1923 bei Erich Berneker in München mit einer Arbeit über Die Entwicklung der konjunktionalen Hypotaxe im Čechischen. 1948 habilitierte Schmaus an der Universität München und wurde dort Privatdozent, 1951 zum außerplanmäßigen Professor und 1957 zum Ordinarius für Slavische Philologie und Balkanphilologie ernannt. 1963 wurde er ordentliches Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften.

Stiftung für transatlantische Kultur und Politik

Gründerinnen
Helga Hegewisch-Lasky; Dr. Dorothea Schwarzhaupt-Scholz
Jahr
2011
Fachbereich
Geistes- und Kulturwissenschaften
Beschreibung
Zweck der Stiftung ist die Förderung von Wissenschaft und Forschung sowie von Volks- und Erwachsenenbildung einschließlich der Studentenhilfe, insbesondere auf dem Gebiet der Forschung Nordamerikastudien und internationalen Beziehungen.
Der Stiftungszweck wird insbesondere verwirklicht durch
- die Systematisierung, Katalogisierung und Nutzbarmachung der Bestände des „Lasky Center for Transatlantic Studies“, die sich im Eigentum Dritter befinden, zum Zweck der Förderung der historischen Forschung;
- die Unterstützung von Studierenden, insbesondere des Amerika-Instituts München, durch das Angebot von Praktikumsstellen;
- die Unterstützung, Organisation und /oder Durchführung von Programmen, Vorträgen und Ausstellungen zu Themen der nordamerikanischen, insbesondere transatlantischen Geschichte, Kultur und Politik;
- Öffentlichkeitsarbeit mit dem Ziel, die Bestände und Möglichkeiten der Stiftung bekannt und zugänglich zu machen.
Melvin Jonah Lasky (* 15. Januar 1920 in New York; † 19. Mai 2004 in Berlin) war ein US-amerikanischer Publizist der antistalinistischen Linken.
Bekannt wurde er in Deutschland vor allem als Herausgeber der antikommunistischen Zeitschrift Der Monat.
Das Lasky Center for Transatlantic Studies an der LMU ist mehr als ein Dokumentationszentrum. Vorträge, Workshops und Konferenzen befördern den wissenschaftlichen Austausch.
Mit einem Angebot an Praktikumsstellen für Studierende ist die Möglichkeit geschaffen, wissenschaftliches Arbeiten und den praktischen Umgang mit historischen Quellen in verschiedenen Bereichen kennen zu lernen.
Alljährlich verleiht das Lasky Center den Edmund Spevack Award, um ausgewählte Projekte von Nachwuchswissenschaftlern zu fördern. Ein vielseitiges Veranstaltungsprogramm wendet sich zudem an die interessierte Öffentlichkeit.

Eberhard-Strieder-Stiftung

Gründer
Eberhard Strieder
Jahr
2007
Fachbereich
Geistes- und Kulturwissenschaften
Beschreibung
Bei dieser Stiftung steht die Förderung von Forschung und Lehre der germanistischen Literaturwissenschaft an der Ludwig-Maximilians-Universität im Vordergrund. Gefördert wird ausschließlich die literaturtheoretische sowie eine methodenbewusste, theoretisch reflektierte und theoretisch ausgewiesene literaturgeschichtliche Forschung und Lehre. Insbesondere soll dabei auf Methoden und Theorien der Hermeneutik, des Strukturalismus, der Semiotik oder Systemtheorie aufgebaut oder diese Theorien weiter entwickelt werden.