Dossier

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Die Video-Podcast-Reihe Dossier beschäftigt sich mit Kunst rund um die UniGalerieLMU. Markus Sattler und Kameramann Peter Tyroller widmen sich dabei immer einem konkreten Einzelthema und stellen zum Beispiel einen der ausstellenden zeitgenössischen Künstler der UniGalerieLMU vor. Dabei vermitteln sowohl die bildlichen Eindrücke beim Atelierbesuch als auch persönliche Gespräche mit dem Künstler einen umfassenden Einblick in dessen künstlerisches Werk und seine Entstehung. Andere Filme der Reihe lenken den Blick mehr in die Vergangenheit, wenn das Dossier-Team zu universitätsgeschichtlichen Themen oder anlässlich von Sonderausstellungen der UniGalerieLMU im historischen Kunstbestand der LMU stöbert und dabei so manchen kleinen Schatz ans Licht bringt.

1. Dossier: Sven Kalb

Der Münchner Maler Sven Kalb versteht sich trotz der Verwendung von Ölfarben auf Leinwand eigentlich als Zeichner. Im persönlichen Gespräch erklärt er seine künstlerischen Wurzeln in Rom, erläutert die in seinen Werken immer wiederkehrenden Köpfe und geflügelten weiblichen Akte sowie die Rolle des Betrachters in der Kunst. Dazu sind viele seiner Arbeiten aus allen seinen Schaffensperioden zu sehen.

2. Dossier: Nikolaus Hipp

Dass Claus Hipp, der erfolgreiche Geschäftsführer des gleichnamigen Familienunternehmens für Babynahrung, unter seinem Taufnamen Nikolaus Hipp eine nicht minder beachtenswerte Karriere als Künstler gemacht hat, ist nicht vielen bekannt. Markus Sattler hat den Maler, Lithographen, Bühnenbildner und Kunstprofessor in seinem Atelier bei Pfaffenhofen an der Ilm besucht: Hipp erzählt von seiner künstlerischen Ausbildung bei Heinrich Kropp, spricht über abstrakte Malerei, erklärt das Verhältnis von Farben und Formen in seinen Werken und erläutert, warum es sinnvoll ist, Kunst gerade auch in der Universität zu zeigen.

3. Dossier: Willi Ernst Seitz

Fundstücke aus Holz bilden immer den Ausgangspunkt der Arbeiten des Münchner Objektkünstlers Willi Ernst Seitz. Mit einem Rundgang durch die Ausstellung „Strukturwandel“ in der UniGalerieLMU und im persönlichen Gespräch mit Seitz zeichnet Markus Sattler die Entwicklung in dessen künstlerischem Schaffen nach. Dabei wird nicht nur die Faszination des Künstlers an der natürlichen Schönheit und Ästhetik der Fundstücke thematisiert. Auch seine Lust an der radikalen Bearbeitung des Materials Holz und an dessen abstrakter Wiederverarbeitung, wie sie besonders in seinen neuesten Werken zu beobachten ist, kommt zur Sprache.

4. Dossier: Historische Kunstwerke der LMU

In der über 500-jährigen Geschichte der LMU hat sich ein beachtlicher Bestand an Kunstwerken angesammelt. In der vierten Folge von Dossier entdeckt Markus Sattler bei einem Rundgang durch das Universitätshauptgebäude, dessen Grundstein am 25. August vor genau 175 Jahren feierlich gelegt wurde, nicht nur wertvolle Pretiosen aus Gold und Silber, sondern stößt auch auf interessante architektonische Elemente, Plastiken und Mosaike am Bau selbst. Den größten Teil des Kunstbestandes der LMU machen jedoch die unzähligen Gemälde verschiedenster Epochen und Stilrichtungen aus, darunter viele Originale namhafter Künstler. Auch die Arbeit einer vor kurzem eingerichteten interdisziplinären Projektgruppe, die sich der Erfassung und kunsthistorischen Einordnung sämtlicher Kunstwerke im Besitz der LMU widmet und der auch die UniGalerieLMU angehört, stellt Sattler kurz vor.

5. Dossier: Orbans Wunderkammer

Die in der Spätrenaissance und im Barock beliebten Kunst- und Raritätenkabinette stellten ihre Sammlungsobjekte in einen übergeordneten kosmologischen Zusammenhang, so dass Kunst, Exotica, Natur und Wissenschaft zu einer Einheit verschmolzen wurden und den Besucher zum Bestaunen und Bewundern der Schöpfung in ihrer ganzen Pracht und Vielfalt anregen sollten.

Die fünfte Folge von Dossier beschäftigt sich mit einer solchen "Wunderkammer", die zum historischen Kunstbestand der LMU gehört, heute allerdings nicht mehr vollständig und als geschlossene Sammlung erhalten ist: Markus Sattler zeichnet das bewegte Leben des eigenwilligen Jesuiten Ferdinand Orban nach, der sie zwischen 1680 und 1732 anlegte, und entdeckt nicht nur an der LMU selbst noch manches interessante und kuriose Objekt der fast schon in Vergessenheit geratenen Sammlung, für die einst sogar ein eigener Museumsbau in Ingolstadt errichtet wurde, der heute noch als "Orbansaal" existiert.

6. Dossier: Eva Blanché

Tapetenmuster im Retrostil sind quasi schon ihr Markenzeichen: die junge Münchner Künstlerin Eva Blanché inszeniert vor diesen gegenständliche Motive aus ihrem unmittelbaren Lebensumfeld. Mit

Haushaltsgegenständen oder Elementen aus der Modewelt schafft die Malerin hintergründige Stillleben, die oftmals ironisierend auch ihre persönliche Vorliebe für Kitsch reflektieren. Markus Sattler hat die Künstlerin an der Akademie der Bildenden Künste in München besucht, wo sie derzeit als Assistentin arbeitet. Neben Erläuterungen zu ihren Portraits gibt sie im Gespräch auch interessante Einblicke in ihre Graphikarbeiten, die sie in Tiefdruckverfahren herstellt. Dabei gibt es viele ihrer Werke zu sehen, von denen die neuesten bis Ende September in der UniGalerieLMU unter dem Titel „stills of mine“ gezeigt wurden.

7. Dossier: Die Pollinger Pinakothek der LMU

2010 wurde im Rahmen einer Sonderaustellung in der UniGalerieLMU anlässlich des 1000-jährigen Jubiläums des Stifts Polling eine rund 90 Gemälde umfassende Portraitsammlung geistlicher Gelehrter aus dem Augustinerchorherrenorden gezeigt, die im 18. Jahrhundert für das Kloster Polling angefertigt wurde und im Rahmen der Säkularisation durch einen Zufall in den Besitz der LMU kam.

In der siebten Folge von Dossier zeichnet Markus Sattler zusammen mit seinen Gesprächspartnern, den beiden Kuratoren der Ausstellung, Matthias Memmel und Dr. Claudius Stein vom Universitätsarchiv München die Entstehungsgeschichte und das spätere Schicksal dieser ungewöhnlichen Sammlung nach. In diesem Zusammenhang gibt es auch interessante Einblicke in ein ehrgeiziges Lexikonprojekt des damaligen Klostervorstehers Propst Franziskus Töpsl, in sein beeindruckendes europaweites Netzwerk bei der Beschaffung von Bildvorlagen und in das getrübte persönliche Verhältnis seines treuen Gehilfen Gerhoh Steigenberger zur LMU.

8. Dossier: Das Universitätshauptgebäude der LMU

2010 jährte sich zum 175. Mal die Grundsteinlegung des Universitätshauptgebäudes, das Friedrich von Gärtner am nördlichen Ende der Ludwigstraße im Auftrag König Ludwigs I. von Bayern errichtete, und 2011 feiert die LMU den 100. Jahrestag der Einweihung des Erweiterungsbaus von German Bestelmeyer.

Anlässlich dieses Doppeljubiläums widmet sich die achte Folge von Dossier ausführlich dem Universitätshauptgebäude der LMU. Neben der Baugeschichte und städtebaulichen Einordnung des ludovizianischen Ensembles mit seinen architektonischen Anleihen aus der italienischen Romanik und Frührenaissance stellt Markus Sattler auch bemerkenswerte künstlerische Details am Bestelmeyerschen Erweiterungsbau vor.

Bei seinem Rundgang durch das Gebäude beschäftigt er sich nicht nur mit der Fassadengestaltung an der Ludwig- und Amalienstraße, sondern auch mit verschiedenen Mosaikarbeiten im Inneren, den im berühmten Lichthof der LMU verbauten Gesteinsmaterialien, verschiedenen Denkmälern mit ihren teils ernsten teils kuriosen Hintergrundgeschichten sowie mit der prächtigen Ausgestaltung der Großen Aula: eine interessante wie umfassende Hausführung in der für Dossier typischen Mischung aus viel Wissenswertem und unterhaltsamer Präsentation.

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9. Dossier: Die Herren der Kette

Jahrelang schlummerten sie im Universitätsarchiv: die Rektorenporträts der LMU. Rechtzeitig zum diesjährigen Doppeljubiläum des Universitätshauptgebäudes haben sich jetzt Studierende der Kunstgeschichte mit den Gemälden ausführlich beschäftigt und mit ihren Dozenten Gabriele Wimböck und Matthias Memmel eine Sonderausstellung für die UniGalerieLMU konzipiert.

Anders als bei vergleichbaren europäischen Hochschulen konnte sich in München nie eine Tradition der Rektorporträtierung etablieren. Der höchste Repräsentant der LMU wurde nur vereinzelt porträtiert. Umso bedeutsamer nehmen sich die wenigen Münchner Beispiele aus, die unter dem Titel „Die Herren der Kette“ jetzt erstmals vereint der Öffentlichkeit vorgestellt wurden.

Die neunte Folge von Dossier stellt nicht nur die Ergebnisse der intensiven Auseinandersetzung der Studierenden mit diesen bildlichen und künstlerischen Dokumenten der Universitätsgeschichte vor. Markus Sattler und Kameramann Peter Tyroller haben auch das Ausstellungsprojekt selbst in seinen unterschiedlichen Entwicklungsphasen begleitet, von den anfänglichen Recherchearbeiten über die konzeptionelle Entwicklung und den praktischen Aufbau bis zur feierlichen Eröffnung der Ausstellung.

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10. Dossier: Stephan M. Schuster

In seiner jüngsten Ausstellung zeigte Stephan M. Schuster unter dem Titel „Standpunkte“ in der UniGalerieLMU seine künstlerischen Positionen als Fotograf. Großformatige Aluminiumplatten und kleinformatiges Papier in historischen Rahmen dienen als Bildträger für Schusters „Malerei mit der Kamera“, deren Umgang mit Farben und Formen an die Impressionisten erinnert und durch das Festhalten von teils rasanter Bewegung im Bild Anklänge an die italienische Moderne aufweist.

Markus Sattler hat den Künstler zuhause besucht und sich mit ihm über seine „Standpunkte“ unterhalten. Die von Peter Tyroller mit der Kamera eingefangenen Impressionen runden das dabei gezeichnete ausführliche Porträt ab: Stephan M. Schuster – Fotograf, Kunstsammler, Oldtimerliebhaber und Koch mit Leidenschaft.

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11. Dossier: Der Universitätsaltar

Spätestens seit dem sensationellen Kunstfund in München-Schwabing ist das Thema Provenienzforschung ein gängiger Begriff. Auch die Arbeitsgruppe des Projekts zur „Erfassung des Kunstbestands der LMU“ befasst sich natürlich mit der Herkunftsgeschichte der einzelnen Objekte. Sehr aufschlussreich können dabei vor allem noch erhaltene Archivalien wie Inventarlisten sein. Umgekehrt zeigen diese Akten aber auch, welche Kunstwerke aus dem einstigen Bestand der Universität heute verschwunden sind.

Einem solchen Fall geht Markus Sattler zusammen mit Kameramann Peter Tyroller in der elften Folge von Dossier nach: dem so genannten „Universitätsaltar“, einer Retabel, die mit der Kunst- und Wunderkammer des Jesuiten Ferdinand Orban in den Besitz der LMU kam und die in einer Inventarliste von 1774 Albrecht Dürer zugeschrieben wurde. Fündig wird das Dossier-Team in der Alten Pinakothek München, wo sich dieses faszinierende Meisterwerk altdeutscher Malerei seit 1886 befindet. Auf die Fragen, wer es nun wirklich gemalt hat, wo und in wessen Auftrag es entstand und für welchen Aufstellungsort es geschaffen wurde, gibt das Bild selbst schon erstaunlich viele Antworten, wobei alle Hinweise nach Augsburg führen.

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12. Dossier: Kunst am CAS

Unter dem Titel „Kunst am CAS“ finden seit 2008 in den Räumlichkeiten des Center for Advanced Studies der LMU in Kooperation mit der UniGalerieLMU wechselnde Ausstellungen zeitgenössischer Künstler statt, mit Klaus von Gaffron aktuell die zehnte.

Anlässlich dieses kleinen Jubiläums lassen Markus Sattler und Kameramann Peter Tyroller in der zwölften Folge von Dossier die im CAS gezeigten künstlerischen Positionen nochmals Revue passieren. Dabei stellen die Romanistin Barbara Vinken, der Theaterwissenschaftler Christopher Balme, der Stoffwechselbiochemiker Christian Haass sowie Lena Bouman und Annette Meyer vom CAS nicht nur die einzelnen Künstler und ihre Werke vor; auch das Verhältnis zwischen Kunst und Wissenschaft, die Bedeutung des kulturellen Lebens für die universitäre Gemeinschaft oder den Umgang mit den eigenen Kunstbeständen der LMU thematisiert Sattler mit seinen Gesprächspartnern.

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13. Dossier: Sacra Conversazione - Identity, Heritage, Globalization

Ein Kunstprojekt der LMU München an der VIU, der Venice International University in Venedig: Exklusiv für den Ausstellungsort auf der Insel San Servolo konzipiert, bearbeiteten die Künstler TEAM BECKER PINTER und STEPHAN M. SCHUSTER FINE ART PHOTOGRAPHY drei Themen aus dem Studien- und Forschungsschwerpunkt der VIU, dem „Globalization Program“. Ihre künstlerischen Statements zu „Identität, Erbe, Globalisierung“ präsentierten sie in einer Ausstellung, die im April 2017 auf San Servolo zu sehen war. Zur Ausstellungseröffnung griffen zwei LMU-Professoren, der Soziologe Stephan Lessenich und der Philosoph Christof Rapp, jeweils eine der beiden künstlerischen Positionen auf und reflektierten davon ausgehend den Themenblock aus Sicht ihrer wissenschaftlichen Disziplin.

Das Team von Dossier hat diese "Sacra Conversazione“, diese „Heilige Unterhaltung“ begleitet. Während Markus Sattler die Entstehung und Umsetzung des Konzepts zu diesem einzigartigen Projekt nachzeichnet, hat Peter Tyroller - etwas abseits der üblichen Venedig-Motive – viele interessante Eindrücke von der Insel San Servolo, der VIU und der Ausstellungseröffnung mit der Kamera eingefangen.

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