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„Ein Ausbildung mit Zukunft“

04.11.2020

Jedes Jahr absolvieren rund 20 Azubis an der LMU ihre Ausbildung in der Technik, Tierpflege oder im Labor. Zwei von ihnen sind Francesco und Ramon.

Francesco (vorne) und Ramon bei der Arbeit in der Zentralwerkstatt.

Francesco und Ramon laufen voraus. Durchqueren das Hauptgebäude der LMU, steigen Treppen hinab, öffnen schwere Türen. Noch ein langer Gang, dann bleiben sie stehen: „Willkommen im Herzen der LMU!“ In den Kellern des Hauptgebäudes befindet sich die Infrastruktur, die das universitäre Leben am Laufen hält. Hier wird die Veranstaltungstechnik geplant, die Sicherheit von Geräten überprüft und hier ist auch das Domizil der Elektrotechnikerinnen und -techniker, so wie Francesco und Ramon.

Der 19-jährige Francesco und der 17-jährige Ramon absolvieren beide eine Ausbildung als Elektrotechniker in der Zentralwerkstatt der Betriebstechnik am LMU-Stammgelände. „Ein Bekannter hat mir erzählt, dass man an der LMU auch Ausbildungen absolvieren kann“, erzählt Francesco. „Also habe ich in meinen Schulferien gleich ein Praktikum gemacht und mich dann direkt um die Stelle beworben.“ Seit zweieinhalb Jahren ist er nun bereits hier, hilft dabei, die Technik der Universität am Laufen zu halten, Defektes auszutauschen oder Neu-Installationen vorzunehmen. „Als Azubi darf ich noch nicht alleine arbeiten, deshalb begleite ich immer meine Kolleginnen und arbeite unter deren Aufsicht. So kann ich auch meine ganzen Fragen stellen“, lacht er. Denn auch nach zweieinhalb Jahren kommen diese noch auf. „Als Elektrotechniker lernt man nie aus. Auch als Geselle oder Meister kann man immer noch etwas dazulernen. Es werden laufend neue Geräte entwickelt oder man lernt effizientere Arbeitsmethoden. Das fasziniert mich an dem Beruf.“

Mittendrin im Geschehen

Ramon ist seit September als Azubi an der LMU und kann dem nur beipflichten: „Gerade lerne ich wirklich jeden Tag etwas Neues und kann noch gar nicht sagen, was ich am liebsten mache.“ Er ist über eine Ausschreibung auf die Idee gekommen, sich an der LMU als Azubi für Elektrotechnik zu bewerben. „Ich bin total glücklich hier gelandet zu sein, weil das Team so toll ist. Ich darf jederzeit fragen und es gibt eine sehr flache Hierarchie. Auch der Meister beantwortet mir alles und hilft mir immer weiter, das macht die Arbeitsatmosphäre sehr entspannt.“ Und eine Sache hebt er noch besonders hervor: „In anderen Betrieben werden Azubis oft nur für die leichtesten Arbeiten eingesetzt. An der Uni dürfen wir viel mehr machen und sind richtig in das Tagesgeschäft mit eingebunden.“

Als Azubi bekommen die beiden so einen Einblick in all die Betriebssysteme, die den Lehr- und Forschungsbetrieb der Universität am Laufen halten. „Das ist schon ein großes Gefühlt“, grinst Francesco. „Auch wenn wir jetzt als Azubi noch nicht aktiv daran mitgestalten, lernen wir ja den Notbetrieb kennen. Es gibt immer eine Schicht, die von 16 bis 6 Uhr morgens arbeitet. Die springen ein, falls es zum Beispiel in Laboren zu einem Stromausfall kommt, oder ein Wasserrohr bricht.“

Ein Praktikum zum Reinschnuppern

Eine passende Ausbildung zu finden ist manchmal gar nicht so leicht, wie geht man denn nun am besten vor? „Für mich war es ganz wichtig, ein Praktikum in dem Betrieb zu absolvieren, um das Team und die Atmosphäre kennenzulernen. Ich habe mich an der LMU direkt wohlgefühlt und deshalb mich gleich für den Ausbildungsplatz beworben“, erzählt Francesco. Ähnlich ging es Ramon: „Um den richtigen Platz zu finden, ist es wichtig, sich selbst zu kennen. Was sind die eigenen Stärken, Schwächen und Leidenschaften. Erst wenn man all das über sich weiß, kann man auch wirklich nach einem Beruf suchen. Wenn man sich unsicher ist, hilft ein Praktikum sehr.“

Und danach? „Nach der Ausbildung ist man Geselle, oder Gesellin“, erzählt Francesco. Im Anschluss könnte man noch einen Meister dranhängen. „Wenn ich fertig mit meiner Ausbildung bin, möchte ich aber gerne hierbleiben. Fortbildungen besuchen, da gibt es so viel, ich freu mich schon.“