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Mehrwegsystem StuCup startet in die Pilotphase

01.07.2020

Unter dem Stichwort „Gemeinsame Verantwortung“ startete am Montag die Pilotphase des Mehrwegbechersystems StuCup.

© SiT

Einwegbecher, die herumstehen und aus den Mülleimern quellen - ein vertrautes Bild für viele LMUler. Das könnte allerdings bald Vergangenheit sein. Am Montag startete StuCup, das Mehrwegbechersystem des Studentenwerks, in Martinsried in die Pilotphase. Valentin Costa ist Leiter des Umweltreferats der Studierendenvertretung (StuVe) und begeistert, denn die Reduzierung des hohen Verbrauchs an Einwegbechern ist schon länger ein Thema im Umweltreferat. Das Referat der StuVe hat gemeinsam mit dem Studentenwerk und der LMU an der Umsetzung des Projektes mitgewirkt – ein Schritt weg von Ressourcenverschwendung, wie Valentin sagt.

„Die Herstellung von Einwegbechern ist aufgrund ihrer kurzen Nutzungsdauer einfach nicht sinnvoll“, erklärt Valentin. Um sich die Zahlen mal vor Augen zu führen: Jährlich werden allein in den StuCafés und Mensen des Studentenwerks rund eine Million Kaffees, Tees und Kakaos ausgegeben. Ein beachtlicher Teil davon in Einwegbechern, die dann auch in den Abfalleimern der Universität landen.

Mehrwegbecher seien zwar in der Herstellung aufwendiger, würden sich aber bereits nach kurzer Zeit in ihrer Umweltbilanz rechnen. „Laut Umweltbundesamt können Mehrwegbechersysteme bereits ab zehn Zyklen mit positiven Umwelteinflüssen verbunden sein, besser noch sind Umlaufzahlen größer als 25 “, so Valentin. „Möglich sind mit dem StuCup laut dem Hersteller sogar bis zu 500 Zyklen.“ An einem Strang

Deswegen schloss sich das Umweltreferat mit dem betrieblichen Umweltschutz der LMU kurz, um sich gemeinsam mit dem Vorschlag eines Mehrwegssystems an das Studentenwerk zu wenden. Nach Überlegungen zu anderen Möglichkeiten, wie beispielsweise eines Aufschlags auf Einwegbecher und eines bring-your-own-cup Prinzips, entschied man sich aber für die Mehrwegvariante und das Studentenwerk machte sich mit Unterstützung durch die LMU an die Umsetzung.

Aber leichter gesagt, als getan: Weil gängige Anbieter von Mehrwegsystemen, wie ReCup oder cupforcup, keine Automatenlösung bieten konnten, die in das Selbstbedienungskonzept der Mensen und Cafeterias gepasst hätten, musste das Studentenwerk ein eigenes System auf die Beine Stellen – StuCup war geboren. Wie es funktioniert

Für Studierende und alle anderen Nutzer der Mensen und Cafeterias des Studentenwerks funktioniert das nun so: Gegen einen Euro Pfand, der auf der LMUcard oder der Mensakarte verbucht wird, gibt der Automat einen StuCup aus. Dieser kann beliebig lang genutzt oder an einem Rückgabeautomaten zur Reinigung und Wiederverwendung zurückgegeben werden. Das Pfand wird dann wieder auf die eigene Karte gebucht.

Zu Beginn der Pilotphase wurden nun erste Automaten am Campus Martinsried in Betrieb genommen. „Wir hoffen, dass sich StuCup in der Pilotphase bewährt und dass unsere Kommilitonen das System gut annehmen“, so Valentin. Sollte das der Fall sein, will das Studentenwerk StuCup auch künftig an anderen Standorten einsetzen und so die Nutzung von Einwegbechern Stück für Stück abschaffen.

Der StuCup ist nicht das einzige Herzensprojekt des Umweltreferats der StuVe. Kürzlich hat es eine Fahrradreparaturstation am Schweinchenbau eingerichtet und plant weitere Stationen im Laufe der nächsten Monate. Damit noch mehr Nachhaltigkeitsprojekte umgesetzt werden können, hat Valentin noch einen Aufruf in eigener Sache: „Wir suchen immer neue Mitglieder und freuen uns über jede Nachricht!“

Alle Informationen zum StuCup und der Pilotphase gibt es auf der Webseite des Studentenwerks.