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„Nicht nur hier studieren, sondern auch hier leben“

26.10.2021

Zum Vorlesungsbeginn kehrt wieder Leben in die Uni zurück. Wie sind die ersten Tage im Semester gelaufen? Eindrücke aus dem Unileben.

„Jedes Semester ist ein Neuanfang", erzählte der Kabarettist Bumillo bei der virtuellen Erstsemesterbegrüßung. Das gilt für dieses Semester vielleicht noch mehr als für andere: Für rund 8.000 Studierende begann mit dem Wintersemester 2021/22 ein neuer Lebensabschnitt. Aber auch für viele andere Studierende sind es nach drei Semestern, die von Corona geprägt waren, die ersten Schritte rund um das Hauptgebäude und den LMU-Campus. Genauso freuen sich Dozierende der LMU, dass wieder Leben in viele Hörsäle an der LMU zurückkehrt. LMU-Mitglieder geben hier Einblicke in ihren Uni-Kosmos. Denn laut Bumillo heißt ein Studium an der LMU: „Nicht nur hier studieren, sondern auch hier leben.“

Professor Johann Kranz, Munich School of Management

LMU-Professor Johann Kranz postete seine Freude über die erste Präsenzveranstaltung auf LinkedIn. Auch auf anderen Social-Media-Kanälen gab es viele Welcome-back-Posts zum Semesterstart an der LMU.

“It’s good to be back 💥 After 615 days of absence and teaching to Zoom tiles, I could finally welcome our new bachelor students in person 😊 🥳 Good start y’all at Ludwig-Maximilians-Universität München’s School of Management! Stay safe, sound, and curious!“

Helena Arndt, Studentin und EU Careers Ambassador für die LMU

„In dem kommenden Semester freue ich mich vor allem auf die Kaffee- und Mittagspausen mit Kommilitonen und Kommilitoninnen hinter der Uni. Nach den Onlinesemestern fehlt vor allem der persönliche Kontakt sehr: der Austausch nach den Vorlesungen und auch neue Menschen kennenzulernen. Teilweise habe ich erst jetzt in der Bibliothek Studierende aus der Vorlesung das erste Mal „in echt“ gesehen und mir fällt immer wieder auf, dass man keine wirkliche Vorstellung hat, wie groß oder klein die Menschen hinter der Kamera eigentlich sind.

Bei mir werden die Kurse im Repetitorium hybrid abgehalten und ich bin am Dienstag das erste Mal in Person dabei. Davor waren die Plätze immer leider schon ausgebucht, das heißt, der Ansturm ist sehr groß und sehr Vielen geht es so wie mir, alle wollen unbedingt in Präsenz vor Ort sein. Hybrid-Vorlesungen haben aber auch Vorteile: ich konnte die Vorlesungen auch aus Budapest hören, das wäre vor Corona gar nicht denkbar gewesen.“

Andreas Bartholomä, Leiter des Studienbüros Jura und Koordinator für digitale Lehre an der Juristischen Fakultät

Andreas Bartholomä in einem der extra für den Hybridunterricht eingerichteten Studios der Juristischen Fakultät.

„Seit dem 18. Oktober ist am Professor-Huber-Platz 2 wieder mehr Leben eingekehrt. Bereits eine Woche zuvor hatten 800 unserer knapp 1.000 'Erstis' ihre Universität und Fakultät vor Ort kennengelernt. Da wurden unwiederbringlich verloren geglaubte Erinnerungen wieder wach.

Um die Präsenzlehre im Wintersemester zum Regelfall zu machen, hat das Studienbüro der Juristischen Fakultät den gesamten Sommer technische Möglichkeiten ausgelotet und getestet. Denn trotz der gewünschten Rückkehr in den Hörsaal war für uns klar, dass wir auch denjenigen, die nicht vor Ort erscheinen können, ein ordnungsgemäßes Studium ermöglichen wollen. Dafür haben wir zehn mobile Videokonferenzsets angeschafft, die in den Hörsälen aufgebaut werden und seit Montag bei uns einen synchronen oder asynchronen Hybridunterricht gewährleisten. Bis auf wenige Ausnahmen sind unsere Veranstaltungen mit weniger als 200 Studierenden in den Hörsaal zurückgekehrt. Großveranstaltungen finden zunächst aber noch rein digital statt. Viele davon können wir in unseren fakultätseigenen Studios als interaktive Livestreams oder Podcasts produzieren.

Bisher trifft unser Konzept bei unseren Studierenden überwiegend auf ein positives Echo. Wir sind aber auch sehr dankbar darfür, dass sie auch mal ein Auge zudrücken, wenn etwas nicht auf Anhieb klappt.“

Sabine Muecher, LMU Pforte

Verloren am Hauptgebäude? Sabine Muecher hilft gerne weiter.

„Heute öffnen wir wieder unsere schönen Pforten", freute sich Sabine Muecher am Montag. "Gerade am ersten Tag kommen immer viele Studierende mit ihren Fragen, da ist man schon gut beschäftigt. Besonders die Erstsemester haben ja ständig Fragen und sind damit bei uns herzlich willkommen, wir helfen jedem, sich im Gebäude zurechtzufinden.

Ich freu mich drauf, der Kontakt mit den vielen Menschen – das ist es, warum mir mein Job so Spaß macht.“

Sofie Schalkhausser, Leitung Studien-Informations-Service

Die studentischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Studien-Informations-Service sind oftmals der erste Kontaktpunkt bei Fragen zum Studium.

„Momentan bekommen wir durchschnittlich 1.500 Anrufe am Tag. Typische Themen sind zum Semesterstart die Frage danach, wie das Studium funktioniert, wie man sich einen Stundenplan erstellt oder auch, wo welche Veranstaltungen stattfinden. Dabei wollen viele wissen, ob in diesem Wintersemester wieder mehr Präsenz möglich ist.

Unser Tipp ist, dass die Ratsuchenden an der Einführungsveranstaltung ihres Faches teilnehmen. Hier bekommen sie die wichtigsten Infos zum Aufbau des Studiums, zur Belegung der Lehrveranstaltungen und auch eine Antwort auf die Frage, wie viel Präsenzunterricht das jeweilige Fach anbieten wird.“

Caro, Clara, Jana und Sophia, Studentinnen der Geowissenschaften

Caro, Clara, Jana und Sophia bei ihrer Exkursion auf den Kanaren.

„Wir durften wenige Wochen vor Semesterbeginn an der Vulkanologie-Exkursion auf die kanarischen Inseln teilnehmen. Unter der Leitung von Herr Dr. Küppers, Herr Dr. Cimarelli und Herr Dr. Kunzmann waren wir als Gruppe aus 17 Studierende insgesamt zwölf Tage lang auf La Palma und Teneriffa unterwegs.

Wir vier studieren Geowissenschaften im fünften Semester und konnten pandemiebedingt bisher nur wenige Exkursionen ins Ausland machen, weshalb die Zeit auf den Kanaren umso spannender für uns war. Als Highlight der letzten Tage zählt für uns natürlich, den Vulkanausbruch auf La Palma live miterlebt zu haben – auch hinsichtlich der gesellschaftlichen Folgen. Im Gelände konnten wir viel Inspiration für das neue Semester sammeln: Wir hatten beispielsweise die Möglichkeit, uns mit internationalen Wissenschaftlern des vulkanischen Instituts der kanarischen Inseln (INVOLCAN) auszutauschen.

Zwei von uns werden außerdem nächstes Jahr ihre Bachelorarbeit im Bereich Vulkanologie schreiben. Letztendlich haben wir es auch einfach genossen, viel gemeinsame Zeit mit unseren Kommilitoninnen und Kommilitonen zu verbringen, die wir während der Online-Semester nur selten gesehen haben.“

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