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Claudia Maria Riehl erhält Auszeichnung der Landeshauptstadt

26.11.2025

Kerschensteiner-Medaille der Landeshauptstadt München ist eine Anerkennung ihres Engagements für Sprachbildung und Mehrsprachigkeitsforschung.

Mit der Auszeichnung würdigt die Stadt das langjährige wissenschaftliche und gesellschaftliche Engagement der Leiterin des Instituts für Deutsch als Fremdsprache und der Internationalen Forschungsstelle für Mehrsprachigkeit (IFM) der LMU im Bereich der Sprachbildung und Mehrsprachigkeitsforschung. Ihr Wirken verbinde wissenschaftliche Exzellenz mit Praxisorientierung und zeige, wie sprachliche Kompetenzen den Zugang zu Bildung, beruflichen Perspektiven und gesellschaftlicher Teilhabe eröffnen, so die Preisbegründung.

Professorin Riehl hat München zu einem international sichtbaren Standort der Mehrsprachigkeitsforschung gemacht. Ihre Projekte – darunter das schul- und berufsorientierte Programm „Bildungssprache Deutsch für berufliche Schulen“ – unterstützen Lehrkräfte, Schulen und insbesondere Jugendliche am Übergang in Ausbildung und Beruf. Die an der LMU angesiedelte IFM fungiert dabei als zentrale Anlaufstelle für Beratung, Fortbildung und praxisnahe Materialien. Damit leistet Riehl einen bedeutenden Beitrag zu moderner Schulentwicklung und Bildungsgerechtigkeit in der Region.

Professorin Claudia Maria Riehl und die 3. Münchner Bürgermeisterin Verena Dietel posieren bei der Preisverleihung, wobei Riehl eine geöffnete Medaillenbox präsentiert.

Professorin Claudia Maria Riehl (rechts mit Medaille) neben Verena Dietl, der dritten Bürgermeisterin von München.

© Heribert Mühldorfer/Presse- und Informationsamt München

In ihren Grußworten würdigten Bürgermeisterin Verena Dietl und Stadtschulrat Florian Kraus die gesellschaftliche Wirkung von Riehls Arbeit. Dietl betonte, Riehl verstehe Sprache „nicht als Barriere, sondern als Brücke“ und stärke damit die demokratische Kultur der Stadt. Kraus hob die unmittelbare Relevanz ihrer Projekte für den Münchner Schulalltag hervor.

Claudia Maria Riehl erwiderte, dass es ihr eine große Freude und Ehre sei, dass die Landeshauptstadt München ihre Forschung und ihr gesellschaftliches Engagement mit dieser Medaille würdige. „Diese Auszeichnung motiviert mich, mich weiterhin intensiv für sprachliche Vielfalt und die Förderung bildungsbenachteiligter junger Menschen einzusetzen.“

Die Kerschensteiner-Medaille wird im zweijährigen Turnus von der Landeshauptstadt München an Persönlichkeiten verliehen, die sich in besonderem Maße um Bildung, Erziehung und gesellschaftliche Teilhabe verdient gemacht haben. Sie erinnert an den Reformpädagogen Georg Kerschensteiner, der das Münchner Berufsschulwesen nachhaltig prägte und Bildung als Grundlage verantwortungsbewusster Mitgestaltung verstand.

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