KI als fester Bestandteil der biomedizinischen Forschung
12.03.2026
Die neue Max Planck School of Biomedical Artificial Intelligence mit Beteiligung der LMU wird ein Graduiertenprogramm etablieren.
12.03.2026
Die neue Max Planck School of Biomedical Artificial Intelligence mit Beteiligung der LMU wird ein Graduiertenprogramm etablieren.
Die Analyse von Daten ist ein zentraler Bestandteil der biomedizinischen Forschung. Künstliche Intelligenz (KI) eröffnet neue Möglichkeiten, komplexe Daten systematisch auszuwerten und nutzbar zu machen. Es ist daher besonders aussichtsreich, beide Bereiche eng miteinander zu verbinden und KI als festen Bestandteil der biomedizinischen Forschung weiter zu verankern.
Professor Karsten Borgwardt, Sprecher der neuen School, erklärt: „Ziel der neuen School ist es, ein Graduiertenprogramm zu etablieren, das fortgeschrittene KI-Methoden für die Grundlagenforschung in den Lebenswissenschaften hervorbringt und zugleich Perspektiven für spätere translationale Anwendungen eröffnet. Ich freue mich sehr darauf, wissenschaftliche Kooperationen mit Expertinnen und Experten an anderen außeruniversitären Forschungseinrichtungen und Universitäten im Rahmen der School zu vertiefen und vielversprechende Doktorandinnen und Doktoranden gemeinsam auszubilden. Unser Netzwerk bringt Forschungsinstitute und Universitäten aus elf Bundesländern zusammen – ganz im Sinne des Mottos der Max Planck Schools, wissenschaftliche Exzellenz über regionale und institutionelle Grenzen hinweg zu bündeln.“
Die Fellows sind international anerkannte Forscherinnen und Forscher aus 24 Institutionen. Diese Forscher der LMU sind darunter: Professor Björn Ommer, Head of Computer Vision & Learning Group, Institute of Computer Science, Professor Volker Tresp, Research Group Leader Database Systems, Data Mining and AI, Professor Ralf Jungmann, Chair of Molecular Physics of Life und Professor Veit Hornung, Gene Center and Department of Biochemistry. Die koordinierende Leitung der School liegt bei Professor Karsten Borgwardt, Direktor am Max-Planck-Institut für Biochemie in Martinsried bei München und Honorarprofessor der LMU.
Die Fellows kommen aus thematisch sehr unterschiedlichen Bereichen, von der Bild- und Sprachverarbeitung bis zur Immunologie. Ein zentraler Anlaufpunkt der School wird in München sein, wo zwölf der aktuell 32 Fellows tätig sind – neben der Max-Planck-Gesellschaft an der Ludwig-Maximilians-Universität München, der TU München und am Helmholtz Munich.
Hier wird echter Mehrwert generiert: Die neue Max Planck School fügt sich ein in unsere One-Munich-Strategy und profitiert ihrerseits von der internationalen Strahlkraft des Exzellenz-Standorts München. Mit ihrer AI-Expertise und ausgewiesenen Stärken in der Physik wird die LMU ein wichtiger Teil der School sein.Matthias Tschöp , Präsident der LMU
Matthias Tschöp, Präsident der LMU München: „Hier wird echter Mehrwert generiert: Die neue Max Planck School fügt sich ein in unsere One-Munich-Strategy und profitiert ihrerseits von der internationalen Strahlkraft des Exzellenz-Standorts München. Mit ihrer AI-Expertise und ausgewiesenen Stärken in der Physik wird die LMU ein wichtiger Teil der School sein.“ Und Thomas Hofmann, Präsident der TU München, ergänzt: „Die neue Max Planck School schafft ein erstklassiges Umfeld für den wissenschaftlichen Nachwuchs auf Weltniveau und befähigt diesen, das transformative Potenzial der KI in der biomedizinischen Grundlagenforschung und deren translationale Anwendungen auf einmalige Weise zu nutzen.“
Vervollständigt wird die neue School durch Forscherinnen und Forscher der Universitäten in Bonn, Leipzig, Saarbrücken und Tübingen, der Technischen Universitäten in Darmstadt und Berlin, des Deutschen Krebsforschungszentrums in Heidelberg sowie des Leibniz-Instituts für Virologie in Hamburg.
Der inhaltliche Fokus der School wird darauf liegen, das Verständnis biologischer Systeme zu vertiefen, indem moderne biomedizinische Technologien mit innovativen Ansätzen der künstlichen Intelligenz kombiniert werden. Ziel ist es, eine neue Generation von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern auszubilden, die Algorithmen entwickeln werden, die die Prinzipien lebender Systeme erlernen, erklären, vorhersagen und diese Erkenntnisse für das Moleküldesign nutzen können. Da dabei auch Fragen der Ethik, des Datenschutzes und der Datensicherheit eine zentrale Rolle spielen, werden dem wissenschaftlichen Nachwuchs Zusatzqualifikationen in diesen Bereichen vermittelt.
Mittelfristiges Ziel ist zudem, das enorme translationale Potenzial an der Schnittstelle von Biomedizin und KI konsequent zu nutzen – ein Thema höchster akademischer, klinischer und industrieller Relevanz.
Die Verwaltung der School wird am Institut des Sprechers, dem Max-Planck-Institut für Biochemie in Martinsried, angesiedelt sein. Es ist geplant, dass ab Herbst 2026 die ersten Bewerbungen auf Doktorandenstellen in der School entgegengenommen werden und dass der erste BMAI-Jahrgang im Herbst 2027 mit der Promotion beginnt.