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Kunstprojekt zu den „Ursprüngen des Lebens“

15.12.2015

Kunst trifft Wissenschaft: Künstlerin Judith Egger und Biophysiker Dieter Braun arbeiten gemeinsam an einem Kunstprojekt zu den Ursprüngen des Lebens.

Der Beginn des Lebens als Kunstperformance oder Installation: Für diese Projektidee an der Schnittstelle von Kunst und Wissenschaft sind die renommierte Münchener Künstlerin Judith Egger und Dieter Braun, Professor für System-Biophysik an der LMU mit dem Kunstpreis „zwei:eins“ ausgezeichnet worden. Dieser mit 10.000 Euro dotierte Preis wurde im November erstmals für einen Projektentwurf aus dem Bereich der Bildenden Kunst vergeben, die mit einem außerkünstlerischen Feld oder einer wissenschaftlichen Disziplin kooperiert.

Jetzt kann der konzeptionelle Teil der Arbeit beginnen. Für Judith Egger ist es von Vorteil, dass sie in der Projektskizze für „zwei:eins“ noch nicht konkret werden musste: „Es ist alles offen. Ich habe ja noch nie mit einem Wissenschaftler ein Projekt realisiert. Dieter Braun noch nie mit einem Künstler. Spannend ist der Experimentcharakter des Projektes.“

Dieter Braun forscht an der LMU zu den Ursprüngen des Lebens und der Evolution von Biomolekülen. Sein Wissen wird in die künstlerische Arbeit einfließen. Aus der Zusammenarbeit mit Egger verspricht er sich neue Impulse für seine wissenschaftliche Arbeit: „Der Blickwinkel von außen auf die Forschung ist ein sehr inspirierender, weil ganz unerwartete Anregungen kommen können.“

Bei der gemeinsamen Diskussion zwischen Künstler und Forscher fallen schon erste Gemeinsamkeiten auf. So liegen Braun und Egger in der Terminologie ihrer Arbeit dicht beisammen: Eggers nennt ihre Arbeiten Experimente und Versuchsanordnungen, wovon auch Brauns Forschung lebt. Im Gespräch kommt sie auch immer wieder auf das Thema Leben: „In meiner künstlerischen Arbeit geht es um Vitalität und Lebenskraft. Lebenskraft, die Dinge lebendig macht oder vergehen lässt.“

Egger und Braun haben jetzt ein Jahr Zeit, ihr Kunstprojekt zum Leben zu erwecken. Bei der nächsten Verleihung des „zwei:eins“-Kunstpreises wird das Ergebnis vorgestellt.

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