LMU-Forscher in zwei Wissenschaftsakademien gewählt
15.06.2026
Der Literaturwissenschaftler Martin von Koppenfels ist in die Bayerische Akademie der Wissenschaften sowie in die Mainzer Akademie der Wissenschaften und der Literatur gewählt worden.
15.06.2026
Der Literaturwissenschaftler Martin von Koppenfels ist in die Bayerische Akademie der Wissenschaften sowie in die Mainzer Akademie der Wissenschaften und der Literatur gewählt worden.
Professor Martin von Koppenfels zählt zu den profiliertesten Vertretern der Allgemeinen und Vergleichenden Literaturwissenschaft im deutschsprachigen Raum. Der Lehrstuhlinhaber ist insbesondere mit Arbeiten zur Theorie und Geschichte des Erzählens, zur Affektivität der Literatur und zur Geschichte der spanischen Lyrik hervorgetreten. Darüber hinaus hat er wichtige Impulse für die Erforschung der Beziehungen zwischen Literatur und Traum, der Geschichte der Psychoanalyse sowie der literarischen Übersetzung gegeben.
Mit der doppelten Wahl würdigen beide Akademien Koppenfels‘ herausragende Beiträge zur Literaturwissenschaft und seine internationale Forschungsleistung.
„Für jemanden, der einen nicht unerheblichen Teil seines Wissenschaftlerlebens mit Versuchen zugebracht hat, sich zwischen zwei oder mehr disziplinäre Stühle zu setzen, ist die Wahl in eine Akademie eine echte Chance. Wenn es gut läuft, ist dort Raum für jenes vorbehaltlose Gespräch zwischen den Disziplinen, das ‚draußen‘ als Sicherheitsrisiko eingestuft würde", sagt von Koppenfels
Besondere Aufmerksamkeit fanden seine Studien zur Affektdynamik des modernen Romans und zu den emotionalen Dimensionen literarischer Erzählverfahren. Mit der von ihm geleiteten DFG-Forschungsgruppe „Philologie des Abenteuers“ hat er zudem neue Perspektiven auf die kulturelle und literarische Bedeutung des Abenteuers als Erzähl- und Wissensform eröffnet.
Auch als Herausgeber und Übersetzer hat Martin von Koppenfels Maßstäbe gesetzt. Seine Arbeiten zur spanischen und hispanoamerikanischen Lyrik leisten einen wichtigen Beitrag zum internationalen literarischen Austausch und zur Vermittlung fremdsprachiger Dichtung im deutschsprachigen Raum.
Die Wahl in die Bayerische Akademie der Wissenschaften sowie als korrespondierendes Mitglied in die Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz stellt eine besondere Anerkennung seines vielfältigen und innovativen wissenschaftlichen Wirkens dar.