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„Seien Sie neugierig und weltoffen“

12.10.2023

Am 16. Oktober beginnt das Wintersemester. Tipps für einen guten Studienstart aus der LMU-Community

Mit dem Studium beginnt ein neuer Lebensabschnitt, der auch herausfordernde Momente mit sich bringen wird. Gut zu wissen, dass Studienanfängerinnen und -anfänger an der Uni auf Personen treffen, von deren Erfahrungen sie durchaus profitieren können, wie die folgenden Statements zum Studienstart beispielhaft zeigen.

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Das war der erste Unitag des Wintersemesters 2023/24 an der LMU.

1:11 | 17.10.2023

Etwas Neues beginnt

Porträt von Professor Doktor Oliver Jahraus

Wünscht Freude beim Studieren: Vizepräsident Oliver Jahraus. | © LMU

„Die meisten merken es erst sehr viel später (so wie das bei mir der Fall war), welch tiefgreifender Einschnitt die Aufnahme eines wissenschaftlichen Studiums an einer Universität und zumal an der LMU für die eigene Biographie bedeutet. Ein solches Studium ist nicht die Fortsetzung der Schule, sondern etwas Neues, anderes. Es verlangt Selbstverantwortung und auch Selbstdisziplin, denn es geht ja um Sie selbst, aber es bietet auch ungeahnte Entfaltungsmöglichkeiten und – trotz aller Studien- und Prüfungsordnungen – große Freiheiten (die schon mit der Wahl des Studienfachs beginnen).

Mein Tipp: Seien Sie sich dieser neuen Lebensphase bewusst! Seien Sie also vom ersten Tag an neugierig und aufgeschlossen, seien Sie wissbegierig und weltoffen (so wie die LMU insgesamt). Gestalten Sie Ihr Studium als intellektuelles Abenteuer. Verstehen Sie jede Veranstaltung, die Sie besuchen (selbst wenn Sie sie besuchen müssen), jeden Aufsatz, den Sie lesen, jedes Referat, das Sie halten, jede Arbeit, die Sie einreichen, als Baustein ihres intellektuellen, akademischen Profils. Freuen Sie sich aufs Studieren!“

Professor Oliver Jahraus ist Vizepräsident für den Bereich Studium.

Lern- und Arbeitsphasen langfristig planen

Sarah Hofer, Professorin für Lehr-Lernforschung am Lehrstuhl für Empirische Pädagogik und Pädagogische Psychologie der LMU

Professorin Sarah Hofer möchte Mut machen, sich auch Zeit für das Leben in München zu nehmen. | © Astrid Eckert

„Während des Studiums ist es, nach meiner Erfahrung, nicht immer ganz einfach, die richtige Balance zu finden zwischen Uni und Lernen auf der einen Seite und dem eigenständigen Leben in einer größeren Stadt mit all ihren Möglichkeiten und Herausforderungen auf der anderen Seite. Ich habe das nicht immer so gut hinbekommen, aber rückblickend würde ich empfehlen, Lern- und Arbeitsphasen für die Uni explizit über das ganze Semester zu planen, mit festen Zeitslots, diszipliniert zu bleiben – und dann aber darum herum so viel wie möglich von dem mitzunehmen und auszuprobieren, was diese Phase im Leben und die Stadt ansonsten zu bieten haben.

Zur Bildung gehört ja auch weit mehr, als sich in einem Fach auszukennen. Eine gute Balance relativiert dann vielleicht auch manchmal das Gewicht der einen Prüfung in Statistik, verhindert einen Tunnelblick und ermöglicht dadurch, mit weniger Druck zu lernen und das eigene Potenzial entwickeln und zeigen zu können.“

Sarah Hofer ist Professorin für Lehr-Lernforschung am Lehrstuhl für Empirische Pädagogik und Pädagogische Psychologie der LMU.

Internationales Netzwerk der LMU nutzen

LMU-Studentin Anna lehnt an einer Mauer einer Küstenstraße.

Anna war während ihres Studiums in England und Irland. | © Foto: privat

„Wenn ich als inzwischen Masterstudentin an meine Zeit als Studienanfängerin zurückdenke, so erinnere ich mich besonders an die Aufregung und Anspannung zum Semesterstart. Die hohe Informationsflut gepaart mit neuen Eindrücken kann für neue Studierende nervenaufreibend sein. Es gilt, Fristen zu beachten, Informationen zu sammeln und Kursauswahlen zu treffen. Aus Erfahrung kann ich versichern, dass die eigenständige Organisation mit jedem Semester einfacher wird – und auch zahlreiche Möglichkeiten bietet, das Studium individuell zu gestalten.

Insbesondere möchte ich Studienanfängerinnen und -anfänger motivieren, im Verlauf des Studiums das breit aufgestellte Angebot der LMU wahrzunehmen. Ob Auslandsstudium, Sprachkurse, Hochschulsport, et cetera – es gibt unzählige Optionen, die eigene Studien- und Freizeit abwechslungsreich und gewinnbringend zu gestalten.
Ich verbrachte während meines Bachelors ein halbes Jahr in England und im Master ein Jahr in Irland. Von diesen Erfahrungen konnte ich nicht nur akademisch, sondern auch persönlich immens profitieren. Daher empfehle ich von Herzen, das hervorragende internationale Netzwerk der LMU zu nutzen.“

Anna ist Studierende im Masterstudiengang „English Studies“.

Unterstützungsangebote annehmen

Christian Braun steht in einem Büro der Studienberatung

Christian Braun rät dazu, auch über den Tellerrand zu schauen und bei Problemen die entsprechenden Angebote an der Uni zu nützen. | © CB

„Wichtig für ein erfolgreiches Studium ist die Fokussierung auf das große Ganze. Das bedeutet:

Erstens: Machen Sie sich von Beginn an damit vertraut, was das Studium beinhaltet. Modulhandbücher und Studienpläne helfen dabei. So wird klar, welche Funktion einzelne Lehrveranstaltungen in der Gesamtheit des Studiums haben.

Zweitens: Ja, Noten sind wichtig, aber vergessen Sie nicht: Bildung ist mehr als nur ECTS-Punkte sammeln. Vertiefen Sie sich in Ihr Fachgebiet, aber schauen Sie auch über den Tellerrand, suchen Sie aktiv nach Wissen jenseits des Stundenplans. Gerade die LMU bietet Ihnen in ihrer enormen Fächervielfalt die besten Voraussetzungen dafür!

Und wenn es einmal Probleme gibt: Nutzen Sie die zahlreichen Unterstützungsangebote der verschiedenen Einrichtungen, zum Beispiel der Zentralen Studienberatung. Lernen Sie aus Fehlern und lassen Sie sich nicht entmutigen. Ein erfolgreiches Studium ist nicht nur ein Weg zu einem Abschluss, sondern auch eine Reise, auf der Sie sich persönlich weiterentwickeln.“

Dr. Christian Braun ist Studienberater in der Zentralen Studienberatung.

Gemeinsam lernen und Bibliotheken erkunden

LMU-Doktorandin Luisa Marten steht vor einem Baum.

Plant gern Arbeitspausen in schöner Umgebung ein: Luisa Marten. | © Diego Muñoz

„Gemeinsam lernen macht Spaß und vertreibt den inneren Schweinehund! Mir hat es geholfen, gemeinsam mit Kommilitoninnen und Kommilitonen für Klausuren zu lernen oder Hausarbeiten zu schreiben. Die Kaffee- und Mittagspausen schaffen eine erholsame Zerstreuung für den Kopf und bei Unklarheiten kann man sich unkompliziert untereinander austauschen.

Gleichzeitig kann man wunderbar die Stadt kennenlernen, indem man die Münchner Bibliotheken erkundet. Zwar sind das Philologicum und das Historicum aufgrund ihrer Größe und Lage die absoluten Klassiker, aber es lohnt sich sehr, auf Entdeckungstour zu gehen: Warum nicht die lange Treppe zur Staatsbibliothek erklimmen, durch die Lichthöfe des Zentralinstituts für Kunstgeschichte schlendern, in der Bibliothek des Deutschen Museums in eine andere Zeit reisen oder einen langen Tag in der Fachbibliothek am Englischen Garten im Biergarten am Chinesischen Turm ausklingen lassen? Das Arbeiten fällt dann gleich viel leichter!“

Luisa Marten ist Doktorandin und wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Ethnologie der LMU.

Auch mit anderen austauschen

"Mein Tipp für alle neuen Studierenden ist, das Spektrum der angebotenen Kurse für das jeweilige Studienfach zu nutzen. Natürlich gibt es diverse Pflichtkurse, die wenig Spielraum für persönliche Präferenzen lassen. Jedoch gerade bei Wahlpflichtfächern ist es oft möglich, zwischen verschiedenen Kursen zu wählen. Man sollte sich nicht allzu sehr darauf fokussieren, einen vermeintlich effizienten Stundenplan zu erschaffen, da sich dieser erfahrungsgemäß erst nach den ersten Wochen des Semesters wirklich ergibt. Stattdessen sollten sich neue Studierende an den eigenen Vorlieben orientieren und diejenigen Kurse wählen, die sie wirklich interessieren.

Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass es unnötig ist, sich vor Semesterstart bezüglich der belegten Veranstaltungen zu stressen. In den ersten ein bis zwei Wochen der Vorlesungen ergeben sich immer noch viele Möglichkeiten, sich von bestimmten Veranstaltungen abzumelden und auf der Kehrseite über die Restplatzvergabe andere zu belegen. Letztendlich soll das Studium Freude bereiten und eine ruhige Einstellung sowie der Austausch mit Studierenden in höheren Semestern helfen, den Studienstart zu erleichtern."

Johanna Hoffmann studiert Anglistik an der LMU und ist Deutschlandstipendiatin.

Erstsemesterbegrüßung am 16.10.23

Erstsemesterbegrüßung 2023: Gemeinsam ins Semester starten

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