News

Tiefenbohrung: Ins heiße Herz der Erde

07.01.2026

Glühende Gesteinsschmelze, nur zwei Kilometer unter unseren Füßen: In Island entsteht das erste Magma-Observatorium der Welt – mit enormem Potenzial für Wissenschaft, Frühwarnsysteme und nachhaltige Energie.

Im Krafla-Vulkanfeld auf Island wird die vulkanische Wärme zur Energiegewinnung genutzt. | © picture alliance / Zoonar

Magma brodelt in den Tiefen der Erde, wo Hitze und Druck das Gestein zum Schmelzen bringen – aber unter dem Krafla-Vulkanfeld im Nordosten Islands kommt es uns überraschend nah: Inmitten dieser spektakulären, von Vulkanismus geprägten Landschaft aus schwarzen und braunen Lavafeldern, einem azurblauen See und dampfenden Fumarolen stießen Ingenieure bei Geothermie-Bohrungen im Jahr 2009 in nur 2,1 Kilometern Tiefe eher zufällig auf eine ca. 900 °C heiße Magmakammer. Insgesamt drei Mal setzten die Ingenieure an – und jedes Mal traf der Bohrer auf das glühende Reservoir.

Die ungewöhnliche Nähe des Magmas zur Erdoberfläche wollen Forschende um den LMU-Vulkanologen Yan Lavallée nun nutzen. Mit dem Projekt „Krafla-Magma-Testbed (KMT)“ soll das weltweit erste Magma-Observatorium entstehen, um in das glühende Innere der Erde zu blicken.Wie verhält sich Magma in der Tiefe, was passiert in der Übergangszone zum festen Gestein und gibt es Anzeichen, mit denen drohende Vulkanausbrüche besser vorhergesagt werden können? Dies sind nur einige der grundlegenden Fragen, die mit dieser geowissenschaftlichen Großforschungsanlage beantwortet werden sollen.

Hier geht es zum Artikel im digitalen Forschungsmagazin

Tiefenbohrung: Ins heiße Herz der Erde: Hier den Artikel im digitalen Forschungsmagazin lesen

Wonach suchen Sie?