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Tierschutzpreise für LMU-Wissenschaftlerinnen

24.03.2026

Die LMU-Veterinärmedizinerinnen Anna-Caroline Wöhr, Helen Louton und Katja Schmitt sind mit Forster-Steinberg-Preisen ausgezeichnet worden.

Professorin Hellen Louton und Dr. Anna-Caroline Wöhr (links) mit Kolleginnen und Kollegen der Vetmeduni Wien. | © Hendrik Steffens

Die Forster-Steinberg-Stiftung würdigt damit herausragende Leistungen im Bereich des Tierwohls und des Tierschutzes. Die Wissenschaftlerinnen erhielten die Auszeichnungen neben weiteren Preisträgerinnen und Preisträgern Anfang Februar an der LMU.

Professorin Helen Louton, Inhaberin des Lehrstuhls für Tierschutz, Ethologie, Tierhygiene und Tierhaltung an der LMU, und Dr. Anna-Caroline Wöhr, Akademische Direktorin, Fachtierärztin für Tierschutz und Tierschutzbeauftragte der Tierärztlichen Fakultät, erhielten den Preis im Bereich Forschung. Ausgezeichnet wurde dabei ihre Arbeit an einem „universitären Strategiemodell zur 3R-Implementierung“, das sie mit Wiener Forschenden entwickelt hatten. „3R“ steht dabei für die Leitprinzipien Replacement, Reduction und Refinement in der tiermedizinischen Forschung.

Demnach werden Tierversuche, wenn möglich, ersetzt, die Zahl der eingesetzten Tiere reduziert und die Methoden so verfeinert, dass Schmerz und Belastung für die Tiere minimal sind. Das von den vier Forschenden entwickelte Strategiekonzept soll die 3R an der Tierärztlichen Fakultät der LMU sowie der Veterinärmedizinischen Universität Wien (Vetmeduni) in Lehre, Wissenschaftskultur und Entscheidungsprozesse einbetten.

Preis für Abschlussarbeit

Einen Forster-Steinberg-Studierendenpreis im Bereich Abschlussarbeiten erhielt derweil die Tiermedizinerin Dr. Katja Schmitt. Sie wurde für ihre Dissertation mit dem Titel „Wildtier gefunden – was tun?“ an der LMU geehrt. Das interaktive, multimediale E-Learning-Tutorial, das sie in ihrer Dissertation entwirft, bietet praxisnahes Wissen zum richtigen Verhalten beim Auffinden von Wildtieren. Es entstand in Kooperation mit dem Verein Wildtierhilfe Bayern e.V. und vermittelt praxisnahes Wissen zur korrekten Einschätzung der Hilfsbedürftigkeit von Wildtieren, zu Themen wie dem Fangen und Fixieren, zu Erste-Hilfe-Maßnahmen, rechtlichen und ethischen Grundlagen in der Wildtierhilfe sowie zu den komplexen Zusammenhängen der Trias zwischen Tier, Mensch und Natur.

Das Tutorial richtet sich an Tiermedizinstudierende, Einsatzkräfte von Polizei und Feuerwehr sowie an die allgemeine Öffentlichkeit. Mit dieser Auszeichnung würdigt die Forster-Steinberg-Stiftung „die wissenschaftliche Qualität und die praxisnahe Herangehensweise der Abschlussarbeit“, die einen bedeutsamen Beitrag zur Reduktion unnötiger Wildtierentnahmen, zur Verringerung von Tierleid sowie zur Förderung des nachhaltigen Schutzes heimischer Wildtiere und ihrer Lebensräume leistet.

Die 2019 gegründete Forster-Steinberg-Stiftung fördert Tierschutzprojekte und unterstützt sowohl Forschung als auch gemeinnützige Maßnahmen zugunsten von Tierwohl und Tierschutz. Alle zwei Jahre vergibt sie Preise für besondere Leistungen im Tierschutz, akademische Abschlussarbeiten und Forschungsprojekte. Die Stiftung vergibt 2025/26 an der Vetmeduni und der LMU Preise in einer Gesamthöhe von über 300.000 Euro.

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