Abschlussfeier von Studierenden der medizinischen Fakultäten der Universitäten des Gazastreifens im Krankenhaus „Die Heilung“.
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Die palästinensischen Universitäten und ihre besondere Beziehung zu Deutschland: eine Vortragsreihe
Das Land zwischen Jordan und Mittelmeer ist ein globaler Sehnsuchtsort. Christlich gesprochen ist es das Land von Geburt, Leiden und Auferstehung Christi, jüdisch das Land der Verheißung und das Land Israels, muslimisch das Land von Nachtreise und Himmelfahrt, für alle drei das Land der Auferstehung am Ende der Zeit, säkular besonders auch das Land sozialer Gerechtigkeit. Seit langem für immer weitere Kreise ein Sehnsuchtsort, ist es heute global omnipräsent und doch seltsam unbekannt. Dementsprechend unklar, ja undefiniert sind die gerade genannten Konzepte. Für alle dort und von dort ist die globale Sehnsucht nach ihrem Land sowohl vielversprechende Chance als auch schwerlastende Hypothek.
Vorträge
- Prof. Dr. Andreas Kaplony (LMU München, Arabistik und Islamwissenschaft): „Wenn ich dich vergesse, Jerusalem, soll meine Rechte verdorren“: 2500 Jahre Sehnsuchtsort Palästina.
- Prof. Dr. Tamar Novick (Technische Universität München, Technikgeschichte): „Palestine is a Natural Garden and Must Be Restored to Its Original Condition”: Colonial Visions and Settler Technologies in the 20th Century.
- PD Dr. Stephan Milich (Universität zu Köln, Islamwissenschaft): „Bewohne, mit mir, meinen Körper“: Heimatbestimmungen in der zeitgenössischen palästinensischen Lyrik.
Organisation: Prof. Dr. Andreas Kaplony (LMU München, Arabistik und Islamwissenschaft)
Weitere Informationen finden Sie auf der Website des Instituts für den Nahen und Mittleren Osten.