Abschlussfeier von Studierenden der medizinischen Fakultäten der Universitäten des Gazastreifens im Krankenhaus „Die Heilung“.
© Al Jazeera
Die palästinensischen Universitäten und ihre besondere Beziehung zu Deutschland: eine Vortragsreihe
In Deutschland folgt das Reden über Palästina harten Regeln. Zwar ist es selbstverständlich erlaubt, (auch öffentlich) über einen, zwei oder drei künftige Staaten nachzudenken, und ebenso, Folter, Aushungern und entmenschlichende Rede mit klaren Worten zu geißeln. Aber Politik und Medien wiederholen fast ausschließlich Altbekanntes, nehmen Neues kaum auf, verbreiten reflexartig jeden Vorwurf von Antisemitismus und drohen so mit gesellschaftlicher Ächtung. Dementsprechend zwiespältig ist das Selbstbild der Palästinenserinnen und Palästinenser in Deutschland.
Vorträge
- PD Dr. Peter-Arnold Mumm (LMU München, Sprachwissenschaft): Tabu und Provokation: der Kampf ums Sagbare in historischer Perspektive.
- Prof. Dr. Wesam Amr (Gaza University, Communication Studies / University of Cambridge, Digital Humanities): Media, Identity, and Otherness: A Bi Directional Analysis of Media Representations in Germany and Palestine.
- Dr. Sarah El Bulbeisi (LMU München, Arabistik und Islamwissenschaft): Tabu und Trauma: Palästinenser:innen in Deutschland und der Schweiz.
Organisation: Prof. Dr. Andreas Kaplony (LMU München, Arabistik und Islamwissenschaft)
Weitere Informationen finden Sie auf der Website des Instituts für den Nahen und Mittleren Osten.