Akten verfolgter Studierender
© UB der LMU München
Das Universitätsarchiv der LMU beteiligt sich am ersten Maiwochenende an der Initiative „Denk mal am Ort“, die seit zehn Jahren an das Schicksal von Menschen erinnert, die im Nationalsozialismus verfolgt und ermordet wurden. Universitäten gerieten früh ins Visier des Regimes: Ein Gesetz von 1933 begrenzte den Anteil jüdischer Studierender stark.
In einer Ausstellung im Historicum zeigen die Archive von LMU und TUM exemplarisch Lebenswege Münchner Studierender wie Konrad Bloch, Rita Galewski und Hans Lamm. Bloch, späterer Nobelpreisträger für Medizin, musste seine Promotion zunächst abbrechen und emigrieren. Galewski schloss ihr Studium unter schwierigen Bedingungen ab und floh nach Australien. Lamm emigrierte 1938 in die USA.
Weitere Veranstaltungen von „Denk mal am Ort“ finden am 2. und 3. Mai an zwölf Orten in ganz München statt.
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Weitere Informationen finden Sie auf der Website der Universitätsbibliothek.