Vergleichende Indoeuropäische Sprachwissenschaft (Master/Hauptfach)

Beschreibung des Studienfachs

Zentrales Anliegen des Masterstudiengangs Vergleichende Indoeuropäische Sprachwissenschaft / Comparative Indo-European Linguistics ist die Erklärung der Sprache als dynamisches System mit synchroner Verbindung von Innovation und Konservierung, die Erforschung des Sprachwandels in allen seinen Facetten und die Rekonstruktion sprachlicher Entwicklungen (diachrone Perspektive). Im Zentrum der Untersuchung steht die Entwicklung der indoeuropäischen Sprachfamilie, die in schriftlichen Zeugnissen bis ins 2. Jahrtausend v. Christus zurückverfolgt werden kann.

Der Studiengang VIS/CIEL ist ein konsekutiver, stärker forschungsorientierter Masterstudiengang. Ziel des Studiengangs ist der Erwerb der Fähigkeit zur selbständigen Forschung im Schwerpunkt der historischen und vergleichenden Sprachwissenschaft mit Schwerpunkt auf dem Gebiet der indoeuropäischen Sprachen. Die Studienziele und das Qualifikationsprofil des Studiengangs beinhalten im einzelnen folgende Kenntnisse und Fähigkeiten:

Kenntnisse in der historischen Grammatik der altindoeuropäischen Sprachen und der Fähigkeit des philologischen Umgangs mit Texten dieser Sprachen; Vertrautheit mit den Methoden der historisch-vergleichenden und allgemeinen historischen Sprachwissenschaft; Einsichten in Prinzipien und Faktoren des Sprachwandels, des Zusammenhangs zwischen Sprachgeschichte und sprachlicher Gegenwart sowie in die Zusammenhänge zwischen inner- und außersprachlichem Wandel (indoeuropäische Kultur- und Geistesgeschichte); Fähigkeit zur Verbindung der diachronen Sprachforschung mit Erkenntnissen und Theorien der Sprachtypologie und allgemeinen Sprachwissenschaft; Fähigkeit zur Sprachanalyse aus sprachvergleichender Perspektive, Rekonstruktion prähistorischer Sprachstufen; Fähigkeit zur Analyse historischer Textkorpora mit korpuslinguistischen Methoden.

Zugangsvoraussetzungen

Voraussetzung für die Immatrikulation in diesen Masterstudiengang ist der Nachweis eines berufsqualifizierenden Hochschulabschlusses oder eines gleichwertigen Abschlusses aus dem Inland oder Ausland in einem mindestens sechssemestrigen Studiengang der Fachrichtung Allgemeine und Indogermanische Sprachwissenschaft oder eines verwandten Faches.

Der Masterstudiengang versteht sich als Fortsetzung sprachwissenschaftlicher Bachelor-Studiengänge, besonders der allgemeinen Sprachwissenschaft sowie der historisch-vergleichenden Sprachwissenschaft und Indogermanistik. Der Masterstudiengang steht auch den Absolventen einzelsprachlicher philologischer und literaturwissenschaftlicher Studiengänge (moderne und ältere Sprachstufen) offen.

Erwünschtes Profil

Studienbewerberinnen und -bewerber sollen sich gerade in einem stärker forschungsorientierten Fach von vornherein darüber im klaren sein, dass der Studiengang ungeachtet seines curricularen Aufbaus besonders hohe Anforderungen an die Lern- und Arbeitsbereitschaft sowie an die Selbständigkeit und Eigenverantwortung der Studierenden stellt. Erwartet wird von den Studierenden die Bereitschaft, sich mit großen Datenmengen auseinanderzusetzen, sich in auch schwierigere wissenschaftliche Literatur einzuarbeiten und Mut zu eigenständigen Lösungsansätzen zu entwickeln. Spezielle Sprachvorkenntnisse werden nicht verlangt, sind aber natürlich willkommen.

Fakten auf einen Blick

Studiengang
Vergleichende Indoeuropäische Sprachwissenschaft (Master)
Abschlussgrad
Master
Fachtyp
Hauptfach
Regelstudienzeit
4 Fachsemester

Bewerbung und Zulassung

Zulassungsmodus 1. Semester
Freie Studiengänge
Zulassungsmodus höheres Semester
Freier Zugang
Besondere Zulassungsvoraussetzungen

Bitte wegen einer Überprüfung der fachlichen Qualifikationsvoraussetzungen Kontakt zum Fach aufnehmen!

Link zum Fach
https://www.indogermanistik.uni-muenchen.de/studium/master_vis/index.html

Ihr Weg zum Studienplatz

Der Studiengang im Detail

Der M.A. VIS/CIEL verbindet sprachübergreifende, methodisch orientierte Veranstaltungen mit sprachenspezifischen Veranstaltungen.

Methodisch orientierte Veranstaltungen sind beispielsweise

Methodik der historisch-vergleichenden Sprachwissenschaft Grammatiktheorie und Sprachwandel Systematische und exemplarische sprachhistorische Studien

Das sprachenspezifische Programm berücksichtigt u.a. die historische Sprachwissenschaft und Philologie der älteren Stufen der italischen, griechischen, germanischen, slavischen, indoiranischen und tocharischen Sprachen und Dialekte.

Deutsch; in Einzelfällen kann die Unterrichtssprache Englisch sein.

Indogermanische Sprachwissenschaft (Promotion)