Geowissenschaften (Bachelor/Hauptfach)

Beschreibung des Studienfachs

Geowissenschaftler/innen beschäftigen sich mit Aufbau, Dynamik und Prozessen des Systems Erde-Leben. Sie erforschen den Erdkörper und die Erdoberfläche, die Auswirkungen menschlicher Eingriffe auf die Umwelt und die Entwicklung des Lebens. Die Praxis von Geowissenschaftler/innen umfasst Themen von großer gesellschaftlicher Bedeutung wie zum Beispiel Erkundung und nachhaltige Nutzung von Ressourcen (z.B. Wasser, metallische und nichtmetallische Rohstoffe, Erdöl, Erdgas); Erforschung neuer und Weiterentwicklung vohandener Materialien; Abwehr und Vorhersage von Katastrophen wie Erdbeben, Vulkanausbrüche, Hangrutsche und Überschwemmungen; Untersuchungen und Prognosen zur Biodiversitäts- und zur Klimaentwicklung; geochemische Analyse von Stoffkreisläufen und deren Auswirkungen auf die natürliche Umwelt; Untersuchungen zur Umweltverschmutzung und Umweltsanierung; sowie satellitengestützte Beobachtungsverfahren zur Fernerkundung.

Innerhalb des Bachelor-Studienganges können die vier Wahlbereiche Geologie, Mineralogie, Geophysik und Geobiologie gewählt werden.

Tätigkeits- und Berufsfelder

Der Bachelor-Studiengang vermittelt ein breites fachliches Spektrum und die naturwissenschaftlichen Analyse- und Beobachtungsverfahren.Der Bachelor-Studiengang soll innerhalb von sechs Semestern einen Kenntnisstand vermitteln, der einen ersten berufsqualifizierenden Abschluss und damit einen frühen Übergang in den Beruf ermöglicht. Das Studium soll in enger Verbindung von Theorie und Praxis mit den Methoden der Geowissenschaften vertraut machen, Grundkenntnisse vermitteln, die Beobachtungsgabe sowie die handwerklichen Fähigkeiten schulen und damit die Voraussetzung für selbständige Arbeit in einem Berufsfeld oder für eine weitere wissenschaftliche Qualifikation in einem Masterstudiengang in Geowissenschaften schaffen. Den Studenten wird empfohlen, Qualifikationen zu entwickeln, die für verschiedenste berufliche Tätigkeitsfelder relevant sind. Dazu zählen die Fähigkeiten zu selbständigem methodischem Arbeiten sowie Kommunikations- und Teamfähigkeit, ferner EDV- und Fremdsprachen-Kenntnisse sowie Bewerbungstechniken. Fachübergreifende Lehrangebote der Universität sollen genutzt werden. Den Studenten wird geraten, ihre Kenntnisse zu ergänzen und während des Studiums fachfremde oder fachnahe Betriebspraktika zu absolvieren, um Einblicke in die angestrebten Berufsfelder zu gewinnen.

Erwünschtes Profil

Studierende sollten über ein gutes Allgemeinwissen verfügen und Interesse an allen Naturwissenschaften haben, Beobachtungsgabe und räumliches Vorstellungsvermögen besitzen und möglichst auch sprachgewandt sein. Das Studium der Geowissenschaften erfordert ausreichende Kenntnisse der englischen Sprache, um an Lehrveranstaltungen, die in englischer Sprache abgehalten werden, teilnehmen zu können.

Fakten auf einen Blick

Studiengang
Geowissenschaften (Bachelor)
Abschlussgrad
Bachelor
Fachtyp
Hauptfach
Regelstudienzeit
6 Fachsemester

Bewerbung und Zulassung

Formale Studienvoraussetzung
Hochschulzugangsberechtigung
Zulassungsmodus höheres Semester
Voranmeldeverfahren

Der Studiengang im Detail

Der Studiengang wird gemeinsam von der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) und der Technischen Universität München (TUM) durchgeführt. Studierende sind an beiden Hochschulen eingeschrieben.

Der Bachelor-Studiengang Geowissenschaften gliedert sich in zwei Abschnitte. Er beginnt stets im Wintersemester. Im viersemestrigen ersten Studienabschnitt wird das Basiswissen in den naturwissenschaftlichen Grundlagen und in den verschiedenen geowissenschaftlichen Fächern vermittelt. Zu diesen Fächern zählen die Geologie mit der Paläontologie, der Ingenieur-, Hydro- und Ressourcengeologie, die Mineralogie mit der Kristallographie, Materialwissenschaft, Petrologie und Geochemie sowie die Geophysik. In den ersten beiden Semestern stehen vorwiegend die naturwissenschaftlichen Grundlagen in Physik, Mathematik, Chemie und Biologie auf dem Stundenplan. In den beiden folgenden Semestern werden die geowissenschaftlichen Grundlagen vermittelt, wobei hier bereits Wahlmöglichkeiten nach Ihren Interessen und späteren Wahlbereichen bestehen. Das Spektrum der geowissenschaftlichen Fächer wird in einer zweisemestrigen Ringvorlesung vorgestellt. Dies soll die Studierenden auf die Wahl der Wahlbereiche vorbereiten.

Im zweisemestrigen zweiten Studienabschnitt liegt der Schwerpunkt bei den gewählten Wahlbereichen. Es gibt Pflichtveranstaltungen für alle sowie Wahlpflichtveranstaltungen in den entsprechenden Wahlbereichen. Das Thema Ihrer Bachelor-Arbeit orientiert sich an dem gewählten Wahlbereich.

Weiterhin müssen Sie während des Studiums eine vorgeschriebene Zahl von Exkursionen absolvieren. Die Exkursionsziele und deren Themenschwerpunkte sind aber, von einigen festgelegten Grundexkursionen abgesehen, frei wählbar. Das Angebot kann je nach Studienjahr wechseln. Zwischen dem vierten und sechsten Fachsemester muss ein Industriepraktikum von 6 Wochen Dauer durchgeführt werden. Dies soll in der Regel in Unternehmen, in Ausnahmefällen auch in außeruniversitären Einrichtungen oder relevanten Fachbehörden durchgeführt werden.

Wahlbereiche

Deutsch, Englisch

Geomaterialien und Geochemie (Master) : Vertiefung u.a. in Materialwissenschaften, Vulkanologie und Isotopengeochemie Ingenieur- und Hydrogeologie (Master) : Vertiefung der angewandten Aspekte der Geologie, wie z.B. Baugrunderkundung oder Trinkwassererschließung Geophysics (Master) : Vertiefung verschiedener Teilbereiche der Geophysik Geo- and Paleobiology (Master) Geology (Master)