Geomaterials and Geochemistry (Master/Hauptfach)

Beschreibung des Studienfachs

Der Masterstudiengang „Geomaterialien und Geochemie“ dient der Vertiefung und Erweiterung der im Bachelorstudium und gegebenenfalls in der Berufstätigkeit im Bereich der Geowissenschaften oder Materialwissenschaften erworbenen Kenntnisse. Durch seine innovative Vernetzung verschiedener naturwissenschaftlicher Fachrichtungen richtet sich der Studiengang auch an Personen, die einen Bachelorabschluss in anderen naturwissenschaftlichen Fachrichtungen erworben haben. Das Profil des Masterstudiums ist überwiegend forschungsorientiert und schließt anwendungsorientierte Inhalte mit ein.

Der Studiengang ermöglicht eine individuelle Spezialisierung innerhalb der Geo- oder Materialwissenschaften. Durch die Vernetzung mit anderen naturwissenschaftlichen Fächern werden komplementäre Kenntnisse an der Schnittstelle der gewünschten Vertiefungsrichtung mit anderen Fachrichtungen vermittelt. Das Masterstudium umfasst Lehrveranstaltungen aus dem Bereich der Mineralogie, Kristallographie, Materialwissenschaften, Geochemie und ergänzenden Fachrichtungen sowie die Anfertigung einer Masterarbeit.

Die Lehrveranstaltungen können entsprechend den speziellen Erfordernissen, die sich aus dem angestrebten Berufsfeld ergeben, kombiniert werden. Die Struktur und das breit gefächerte Lehrangebot des Studiengangs erlauben eine rasche Reaktion auf etwaige sich abzeichnende Veränderungen der Arbeitsmarktsituation.

Durch die Masterprüfung wird festgestellt, dass vertiefte geo- oder materialwissenschaftliche Fachkenntnisse vorhanden sind, die insbesondere die Ausübung grenzüberschreitend orientierter Berufstätigkeit und/oder eine Forschungstätigkeit im Bereich der Geowissenschaften oder Materialwissenschaften ermöglichen.

Zugangsvoraussetzungen

Voraussetzung für die Immatrikulation in diesen Masterstudiengang ist der Nachweis eines berufsqualifizierenden Hochschulabschlusses oder eines gleichwertigen Abschlusses aus dem Inland oder Ausland

der Fachrichtung Geowissenschaften mindestens mit der Abschlussnote „gut“ oder in einem Teilbereich der Geowissenschaft (z.B. Geophysik, Mineralogie, Geographie, Geoökologie) bzw. einem anderen naturwissenschaftlichen Fach (z.B. Chemie, Physik) sowie die Teilnahme an einem Auswahlgespräch

Zusätzlich sind vertiefte Kenntnisse der englischen Sprache nachzuweisen. Als Nachweis gilt ein mit mindestens 66% der zu vergebenden Punkte bewerteter anerkannter Sprachtest wie der „Test of English as a Foreign Language“ (TOEFL), das „International English Language Testing System“ (IELTS) oder die „Cambridge Main Suite of English Examinations“. Alternativ kann der Nachweis durch eine gute Note in Englisch (entsprechend mindestens 10 von 15 Punkten) in einer inländischen Hochschulzugangsberechtigung erbracht werden. Andere Nachweise (wie z. B. eine Hochschulzugangsberechtigung aus Einrichtungen mit englischer Unterrichtssprache oder ein Abschlusszeugnis eines englischsprachigen Studiengangs) können im Einzelfall auf Antrag anerkannt werden.

Die Bewerbung zum Auswahlgespräch ist für das jeweils folgende Sommersemester bis zum 15. Januar und für das jeweils folgende Wintersemester bis zum 15. Juli (Ausschlussfristen) beim Vorsitzenden des Prüfungsausschusses einzureichen. Folgende Unterlagen sind erforderlich:

Lebenslauf, Nachweis der Hochschulreife, beglaubigte Kopien aller Abschluss-Zeugnisse von Schulen und Hochschulen und ggf. Nachweis der englischen Sprachkenntnisse

Zur Überprüfung der fachlichen Qualifikationsvoraussetzungen wenden Sie sich bitte mit Ihren Unterlagen an die Fachstudienberatung (siehe unten)!

Tätigkeits- und Berufsfelder

Die breitgefächerte naturwissenschaftliche Grundausbildung und das reichhaltige Spektrum instrumenteller analytischer Methoden befähigt die Absolventen zur Bearbeitung vielfältiger wissenschaftlicher und technischer Fragestellungen.

Beschäftigungsmöglichkeiten bestehen im öffentlichen Bereich (in der Regel mit Promotion) und in den unterschiedlichsten Industriesparten. Zum öffentlichen Bereich gehören Hochschulen, staatliche Forschungseinrichtungen und Ämter (Bereiche Umwelt, Denkmalschutz & Geologie) sowie Materialforschungs- und Prüfanstalten.

Beispiele für Industriesparten mit Beschäftigungsmöglichkeiten für Geomaterialwissenschaftler und Mineralogen sind Glas-, Glaskeramik- und Keramikindustrie, Kristallzüchtungsindustrie, Feuerfestindustrie, Baustoff- und Bindemittelindustrie, Steine- und Erdenindustrie, Chemische Industrie, Elektro- und Elektronikindustrie, Optische Industrie, Abfall- und Recyclingindustrie, Papierindustrie, Düngemittelindustrie, Pharmaindustrie, Schmuckindustrie, Analytische Dienstleistungsunternehmen.

Die Stärke der mineralogisch-geomaterialwissenschaftlichen Ausbildung zeigt sich im Vergleich zur Ausbildung von Chemikern, Physikern, Verfahrenstechnikern, Chemie- oder Keramikingenieuren in der Vielseitigkeit und, ganz wesentlich, in der Erfahrung bei der Behandlung komplexer Stoffsysteme mit einem großen Repertoire an analytischen und synthetischen Arbeitsmethoden.

Erwünschtes Profil

Studierende sollten über ein gutes Allgemeinwissen verfügen und Interesse an allen Naturwissenschaften haben, Beobachtungsgabe und räumliches Vorstellungsvermögen besitzen und möglichst auch sprachgewandt sein. Das Studium der Geowissenschaften erfordert ausreichende Kenntnisse der englischen Sprache, um an Lehrveranstaltungen, die in englischer Sprache abgehalten werden, teilnehmen zu können.

Fakten auf einen Blick

Studiengang
Geomaterials and Geochemistry (Master)
Abschlussgrad
Master of Science (M.Sc.)
Fachtyp
Hauptfach
Regelstudienzeit
4 Fachsemester

Bewerbung und Zulassung

Formale Studienvoraussetzung
Hochschulzugangsberechtigung
Besondere Zulassungsvoraussetzungen

Bitte wegen einer Überprüfung der fachlichen Qualifikationsvoraussetzungen Kontakt zum Fach aufnehmen!

Link zum Fach
https://www.geo.lmu.de

Der Studiengang im Detail

Das Studium gliedert sich in drei Pflichtmodule und sieben Wahlpflichtmodule von denen vier absolviert werden müssen. In den Pflichtmodulen werden Kenntnisse in Petrologie und Geochemie, Materialwissenschaften sowie analytische Methoden vermittelt. Die Inhalte der Veranstaltungen sind in den Lehrkatalogen beschrieben, die beim Prüfungsausschuss erhältlich und online verfügbar sind. Die Anfertigung einer Masterarbeit sowie der Seminarvortrag sind neben einem Labor- oder Geländepraktikum ebenfalls verpflichtend.

Die Wahlpflichtmodule sollen die in den Pflichtmodulen erworbenen Kenntnisse erweitern und das Verständnis für aktuelle Themen und moderne Entwicklungen in den gewählten Fachrichtungen fördern. Die Wahlpflichtmodule bieten die Möglichkeit, sich gezielt auf ein selbst entworfenes Berufsbild nach dem Master-Abschluss vorzubereiten.

In der Masterarbeit erfolgt dann die selbständige wissenschaftliche Bearbeitung eines geo- oder materialwissenschaftlichen Projektes.

In den ersten drei Semestern werden 90 Credits aus den entsprechenden Modulen erworben. Das 4. Semester dient ausschließlich der Anfertigung der Masterarbeit.

Deutsch, Englisch