Philosophie (Bachelor/Nebenfach)

Beschreibung des Studienfachs

Die Philosophie fragt nach Dingen, die im Alltag unhinterfragt vorausgesetzt werden. So wird z. B. häufig angenommen, dass man (jedenfalls manchmal) über „Wissen“ verfügt, und es erscheint selbstverständlich, dass manches Verhalten moralisch verboten ist. Damit verbunden sind die typisch philosophischen Fragen, unter welchen Bedingungen jemand Wissen besitzt, ob diese Bedingungen überhaupt erfüllbar sind und was den Geltungsanspruch moralischer Verbote rechtfertigt. Da die Diskussion solcher Fragen schon lange andauert, ist die Beschäftigung mit der eigenen Geschichte Teil der Philosophie selbst.

Erwünschtes Profil

Was Sie inhaltlich bestenfalls mitbringen sollten, wenn Sie ein Bachelorstudium der Philosophie an der LMU aufnehmen wollen: ein gutes logisches Denkvermögen; eine Präzision im sprachlichen Ausdruck (sowohl mündlich als auch schriftlich) und ein ausgeprägtes Textverständnis; die Bereitschaft und Lust, sich kontinuierlich mit längeren, komplizierten Sachtexten auseinanderzusetzen, viel zu lesen und gutachtenartig zu schreiben; ein vitales und kontinuierliches Interesse an philosophischen Fragen (Ist alles letztlich nur Materie? Habe ich eine unsterbliche Seele und einen freien Willen? Gibt es „moralische Gesetze“?...), verbunden mit der Ambition, diese wissenschaftlich anzugehen; ein ernsthaftes Interesse daran, Argumente und Probleme exakt zu rekonstruieren; eine möglichst hohe Selbstmotivation und Selbstdisziplin; eine diskursive Offenheit, Unvoreingenommenheit sowie die Bereitschaft, bestimmte Formen des Denkens methodisch von Grund auf zu erlernen. Bestimmte inhaltliche philosophische Vorkenntnisse werden nicht vorausgesetzt, ebenso wenig spezifische Sprachkenntnisse (neben der deutschen Sprache), auch wenn davon ausgegangen wird, dass die Studieninteressierten über ausreichende Englischkenntnisse verfügen.

Fakten auf einen Blick

Studiengang
Philosophie (Bachelor)
Abschlussgrad
Bachelor
Fachtyp
Nebenfach

Bewerbung und Zulassung

Formale Studienvoraussetzung
Hochschulzugangsberechtigung
Zulassungsmodus höheres Semester
Freier Zugang

Der Studiengang im Detail

Das Ba chel ornebenfach Philosophie (30 oder 60 ECTS-Punkte), das in vielen Studiengängen an der LMU wählbar ist, stellt inhaltlich und modultechnisch eine Teilmenge des Bachelorhauptfaches Philosophie dar. Die Studierenden müssen insgesamt vier (Nebenfach_ 60 ECTS) bzw. zwei (Nebenfach_30 ECTS) einführende Grundlagenmodule absolvieren, die sie aus den drei Kernbereichen

Theoretische Philosophie (unter Einschluss von Logik und Wissenschaftstheorie), Praktische Philosophie und Geschichte der Philosophie

wählen können. Daran anschließend sind fünf (Nebenfach_60 ECTS) bzw. drei (Nebenfach_30 ECTS) vertiefende Seminare aus den Kernbereichen zu belegen, wobei im Nebenfach_60 ECTS noch eine historische oder systematische Erweiterung oder ein Auslandsstudiumsmodul hinzukommt. Das Nebenfachstudium der Philosophie führt in grundlegende philosophische Methoden ein und macht an ausgewählten Paradigmen mit zentralen Problemen und Positionen in den drei Teilbereichen vertraut. Auch wenn es ausschließlich aus Wahlpflichtmodulen besteht, stellt es u. a. sicher, dass ein Überblickswissen in bestimmten Kerngebieten erworben wird. Dabei ist es in der Regel gut möglich, seine Modulwahl auch in inhaltlicher Abhängigkeit vom Hauptfach zu treffen. So kann sich beispielsweise eine BA-Mathematikstudentin auf Wunsch auf die Wahl von Modulen/Kursen aus dem Bereich Logik und Wissenschaftstheorie konzentrieren, während ein BA-Soziologiestudent vielleicht vorrangig Module/Kurse aus dem Bereich Praktische Philosophie (Politische Philosophie, Sozialphilosophie, Ethik) belegen will. In derartigen Fällen kann das Nebenfachstudium der Philosophie auch als eine spezifische Ergänzung des Hauptfachstudiums angesehen werden.

> Link zum Studienplan für das BA-Nebenfach Philosophie im Umfang von 60 ECTS-Punkten > Link zum Studienplan für das BA-Nebenfach Philosophie im Umfang von 30 ECTS-Punkten

Das Nebenfachstudium soll dabei v. a. die folgenden methodischen Kompetenzen vermitteln:

Die Unterrichtssprache ist in der Regel Deutsch. Es wird aber vorausgesetzt, dass die Studierenden gute Englischkenntnisse besitzen und in Ausnahmefällen auch an Lehrveranstaltungen teilnehmen können, die auf Englisch abgehalten werden.