Soziologie 30 ECTS (Bachelor/Nebenfach)

Beschreibung des Studienfachs

In der Soziologie geht es um das Zusammenleben der Menschen in der Gesellschaft. Soziologinnen und Soziologen befassen sich mit menschlichen Handlungen und Verhaltensweisen, mit den Beziehungen der Menschen zueinander und ihren sozialen Positionen. Dabei richtet sich ihr Interesse sowohl auf die Organisation der Gesellschaft als Ganze als auch auf das Funktionieren von Teilen derselben, wie politische Systeme, Bildungseinrichtungen, Betriebe, Parteien, Familien, Verbände oder Nachbarschaftsbeziehungen.

Sie untersuchen zum Beispiel warum ein Studierender mit dem Professor anders kommuniziert als mit einem Kommilitonen oder warum sich das Größenverhältnis von alten zu jungen Menschen in der Bevölkerung wandelt. Sie machen auch vergleichende Analysen um soziale Unterschiede aufzudecken oder Entwicklungen zu erkennen, indem sie beispielsweise die Auswirkungen unterschiedlicher Bildungssysteme auf den Bildungserfolg von Kindern untersuchen oder den Rückgang der Zahl von Kirchgängern.

Ziel soziologischer Analyse ist es, Muster und Regelmäßigkeiten von Verhaltensweisen zu beschreiben und ihre Entstehung zu erklären. Gesellschaftliche Verhältnisse werden als Folge menschlicher Handlungen betrachtet. Mit diesem Wissen schafft die Soziologie die wesentliche Grundlage für die Gestaltung des gesellschaftlichen Lebens ohne dabei den Anspruch zu erheben, gesellschaftliche Prozesse im Ganzen planen oder steuern zu können.

Das Studium der Soziologie im Nebenfach vermittelt grundlegende Kenntnisse der disziplineigenen Begriffe und Theorien sowie der Methoden und Techniken zur Erhebung und Analyse von Daten. In Abhängigkeit vom gewählten Hauptfach liegt der Studienschwerpunkt in der Theorie oder in der Empirie und bietet somit eine optimale Ergänzung zum jeweiligen Hauptfach. In den Wahlpflichtmodulen gewinnen die Studierenden Einblick in die verschiedenen Forschungsgebiete der Soziologie.

Tätigkeits- und Berufsfelder

Die Vermittlung praxisbezogenen Wissens und die Anwendbarkeit der Lehrinhalte sowie der Erwerb disziplinübergrei-fender Schlüsselkompetenzen ermöglichen den Absolventinnen und Absolventen des Soziologiestudiums einen opti-malen Einstieg in verschiedene Berufsfelder. Dabei finden sich berufliche Perspektiven besonders in Beratungstätig-keiten für Organisationen, im Personalwesen und in der Personalentwicklung, in der Berufsberatung, in der Markt- und Meinungsforschung, im Marketing und in der Werbung ebenso, wie in statistischen Abteilungen von Betrieben und Behörden, Redaktionen von Zeitungen, Hörfunk oder Fernsehen. Soziologen und Soziologinnen arbeiten in der Sozialplanung (Stadt-, Jugend-, Altenhilfeplanung etc.), im Bereich der Geschlechtergleichstellung (Frauenbeauftragte, Gleichstellungsbeauftragte), in der Erwachsenenbildung (z.B. Volkshochschulen, Gewerkschaften), als freiberufliche Journalisten oder Autoren sowie in der Verwaltung und in Beratungstätigkeiten für Parteien, Verbände und Politiker.

Erwünschtes Profil

Studierende der Soziologie sollten vor allem ein gesteigertes Interesse an soziologischen Fragestellungen, die Befähigung zum selbständigen Denken und Arbeiten und die Neigung zur sozialwissenschaftlichen Analyse mitbringen. Unverzichtbar sind zudem ein gutes Textverständnis, ein solides schriftliches Ausdrucksvermögen und ein mathematisches Grundverständnis.

Fakten auf einen Blick

Studiengang
Soziologie 30 ECTS (Bachelor)
Abschlussgrad
Bachelor nur in Kombination mit einem Hauptfach
Fachtyp
Nebenfach

Bewerbung und Zulassung

Formale Studienvoraussetzung
Hochschulzugangsberechtigung
Zulassungsmodus 1. Semester
Studienorientierungsverfahren
Zulassungsmodus höheres Semester
Freier Zugang
Zugangsdetails

Für das Studium der Soziologie als Nebenfach ist die fristgerechte Teilnahme an einem Studienorientierungsverfahren (SOV) erforderlich. Das Studienorientierungsverfahren soll der Bewerberin bzw. dem Bewerber zur Orientierung dienen und eine Selbsteinschätzung über die Eignung im Fach Soziologie ermöglichen. Die Teilnahme am Verfahren ist für alle Bewerber*innen verpflichtend, das Ergebnis hat keine Auswirkungen auf den Zugang zum Studium. Besondere Anforderungen an den Studiengang Soziologie sind insbesondere Textverständnis, selbstständiges Denken und Arbeiten, grundlegende mathematische Fähigkeiten sowie die Grundlagen der englischen Sprache. Diese besonderen Anforderungen werden sich unter anderem auch im Studienorientierungsverfahren widerspiegeln. Weitere Informationen sowie Fristen

Link zum Fach
https://www.soziologie.uni-muenchen.de

Ihr Weg zum Studienplatz

Der Studiengang im Detail

Das Studium der Soziologie im Nebenfach kann in Kombination mit einem Hauptfach absolviert werden.

Das Studium ist modular aufgebaut. Ein Modul umfasst zwei oder drei thematisch aufeinander abgestimmte Lehrveranstaltungen. Der Studiengang beinhaltet Pflicht- und Wahlpflichtmodule. Die Pflichtmodule sind ausnahmslos zu absolvieren. Die Wahlpflichtmodule bzw. -lehrveranstaltungen bieten die Möglichkeit der Spezialisierung hinsichtlich soziologischer Forschungsgebiete.

Studienplan Bachelor of Arts (B.A.) “Soziologie“ (Nebenfach für Statistiker 30 ECTS)

Aus den Wahlpflichtbereichen "Theorie und Anwendung" und "Methoden und Anwendung" ist genau ein Wahlpflichtbereich zu wählen. Hierzu sind aus den Wahlpflichtmodulen WP 1 bis WP 4

  • für den Wahlpflichtbereich "Theorie und Anwendung" die Wahplfichtmodule WP 1 und WP 3
  • für den Wahlpflichtbereich "Methoden und Anwendung" WP 2 und WP 4 zu wählen

Legende: Zahlen in Klammern (Semesterwochenstunden/ECTS-Punkte)
Veranstaltungsart VL: Vorlesung, TÜ: Tafelübung, Ü: Übung in Kleingruppen, S: Seminar
Prüfungen KL: Klausur, HA: Hausarbeit, ES: Essaysammlung, R: Referat

1. Fachsemester

WP 1 Grundlagen der Soziologie (4/6) [KL] (benotet)

  • Einführung in die Soziologie (VL) (2/4)
  • Einführung in die Soziologie (TÜ) (2/2)
oder

WP 2 Sozialstrukturanalyse (4/6) [KL] (benotet)

  • Sozialstrukturanalyse (VL) (2/4)
  • Sozialstrukturanalyse (TÜ) (2/2)

2. Fachsemester

P 1 Basismodul Quantitative Methoden (4/6) [KL] GOP (benotet)

  • Einführung in die Methoden der quantitativen Sozialforschung (VL) (2/4)
  • Einführung in die Methoden der quantitativen Sozialforschung (TÜ) (2/2)

3. Fachsemester

P 2 Aufbaumodul Quantitative Methoden (4/6) [ÜM] (benotet)

  • Angewandte Datenanalyse (TÜ) (2/4)
  • Angewandte Datenanalyse (Ü) (2/2)

4. Fachsemester

P 3 Soziologische Felder (4/6) [KL] (benotet)

  • Soziologische Felder (VL) (2/4)
  • Soziologische Felder (TÜ) (2/2)

5. Fachsemester

wenn im 1. Fachsemester WP1 gewählt:

WP 3 Soziale Ungleichheit und Sozialpolitik (4/6) [KL] (benotet)

  • Soziale Ungleichheit und Sozialpolitik (VL) (2/4)
  • Soziale Ungleichheit und Sozialpolitik (TÜ) (2/2)

oder, wenn im 1. Fachsemester WP2 gewählt

WP 4 Forschungsmodul Quantitative Methoden (6/6) [HA] (benotet)

  • Quantitatives Forschungspraktikum (FoPra) (4/4)
  • Übung zum quantitativen Forschungspraktikum (Ü) (2/2)

Die Lehrveranstaltungen werden überwiegend in deutscher Sprache gehalten. Einzelne Lehrveranstaltungen sowie die Pflichtlektüre zu Lehrveranstaltungen können in englischer Sprache sein. Es wird darum darauf hingewiesen, dass Kenntnisse der englischen Sprache im gesamten Studienverlauf unentbehrlich sind.

Angebote zur Studienorientierung

Prüfungsamt für Geistes- und Sozialwissenschaften

Prüfungsangelegenheiten, Prüfungsanmeldung, Semesteranrechnungsbescheide