Physik (Master/Hauptfach)

Beschreibung des Studienfachs

Physik ist die Grundlage aller Naturwissenschaften sowie der Medizin. Sie hat die Aufgabe, die Gesetzmäßigkeiten der Welt in all ihrer Komplexität und Vielfalt von der unvorstellbar kleinen Skala der Elementarteilchen bis hin zur immensen Skala des Universums experimentell zu ergründen, sie theoretisch zu erfassen und wenn möglich Anwendungen aufzuzeigen. Die konkreten Problemstellungen, mit denen sich die Physik experimentell und theoretisch auseinandersetzt, ändern sich im Laufe der Zeit, da immer erst die experimentellen und theoretischen Voraussetzungen erfüllt sein müssen, um bestimmte Fragen in befriedigender Weise angehen zu können. Dieser dynamische Aspekt garantiert, dass die Physik eine sich stetig weiterentwickelnde Wissenschaft darstellt, der es gelingt, die fundamentalen Mechanismen von immer komplexeren Naturvorgängen mit modernen Methoden zu entschlüsseln. Die ständige Weiterentwicklung experimenteller wie theoretischer Methoden der Physik bringt es mit sich, dass zunehmend neue Bereiche der Natur der wissenschaftlichen Erforschung zugänglich werden, nämlich Bereiche, die jenseits der Grenzen der traditionellen Physik liegen. In immer stärkerem Maße gelingt es, grundlegende physikalische Mechanismen aufzuklären, die in den angrenzenden Wissenschaften wie Chemie, Biologie und Medizin nur phänomenologisch beschrieben werden können. Die Physik erfüllt daher in besonderer Weise eine zentrale Brückenfunktion unter den Naturwissenschaften. Die Fakultät für Physik hat sich daher konsequent die Erforschung der physikalischen Grundlagen naturwissenschaftlicher Prozesse zum Ziel gesetzt. Mit dieser Ausrichtung positioniert sich die Fakultät für Physik komplementär zur Orientierung anderer Einrichtungen, bei denen der Anwendungsaspekt oder die technische Verwertbarkeit klar im Vordergrund steht.

Die Fakultät für Physik hat die folgenden wissenschaftlichen Schwerpunkte in den Mittelpunkt der Forschung gestellt:

  • Astronomie und Astrophysik, Kosmologie
  • Molekulare Biophysik
  • Statistische Physik
  • Festkörperphysik
  • Nanophysik
  • Hochenergiephysik und Mittelenergiephysik
  • Mathematische Physik
  • Laserphysik und Quantenoptik
  • Meteorologie

Der größte Teil der Lehrveranstaltungen des Masterstudiengangs wird aus den Forschungsgebieten der Fakultät für Physik gebildet. Besonderer Wert wird in dem Masterstudiengang auf die Praktische Phase gelegt, an die sich die Masterarbeit anschließt. Physik zu studieren heißt auch, sich schon heute mit Technologien auseinanderzusetzen, die erst in der Zukunft zum Einsatz kommen werden. Insofern leistet die Physikausbildung einen entscheidenden Beitrag, um junge Menschen nicht nur in die Lage zu versetzen, sich in der Informations- und Wissensgesellschaft zurecht zu finden, sondern sie auch aktiv mitzugestalten und weiter zu entwickeln. Die sich rasant entwickelnde Informationstechnologie verlangt nach hochqualifizierten Arbeitskräften. Physikerinnen und Physiker sind mit diesen Technologien vertraut und haben daher exzellente Berufsaussichten.

Alternative Studienangebote

Tätigkeits- und Berufsfelder

Die Absolventinnen und Absolventen des Master-of-Science-Studienganges in Physik verfügen über ein am internationalen Spitzenniveau orientiertes Wissen auf den Gebieten der modernen Physik. Die breit gefasste Ausbildung erlaubt es, dass sie das erworbene Wissen in ihrer anschließenden beruflichen Tätigkeit auch auf andere Bereiche sowie Forschungsthemen anwenden können. Hinsichtlich der beruflichen Perspektiven befähigt somit der Masterabschluss in Physik zu einer eigenverantwortlichen Tätigkeit als Physikerin oder Physiker in Forschung und Lehre, produzierender Industrie und dienstleistender Wirtschaft. Die Tätigkeitsfelder liegen dabei schwerpunktmäßig in der physikalischen Grundlagenforschung, der anwendungsbezogenen Forschung und Entwicklung in naturwissenschaftlichen, technischen, informationsverarbeitenden und medizinischen Bereichen, sowie in modernen Verwaltungs- und Dienstleistungsunternehmen.

Erwünschtes Profil

Neugier auf die tieferen Zusammenhänge der Natur, eine Veranlagung für logisch-mathematisches Denken, Kreativität, gerne in der Gruppe und auch gerne allein an einem Problem zu arbeiten und dabei zielstrebig, motiviert und hartnäckig zu sein - dies sind wesentliche Voraussetzungen für ein Physikstudium an der Ludwig-Maximilians-Universität.

Fakten auf einen Blick

Studiengang
Physik (Master)
Abschlussgrad
Master of Science (M.Sc.)
Fachtyp
Hauptfach
Regelstudienzeit
4 Fachsemester

Bewerbung und Zulassung

Formale Studienvoraussetzung
Hochschulzugangsberechtigung
Zulassungsmodus 1. Semester
Eignungsverfahren
Zulassungsmodus höheres Semester
Eignungsverfahren
Voranmeldeverfahren

Für die Aufnahme in den Masterstudiengang Physik wird ein erster berufsqualifizierender Hochschulabschluss oder ein gleichwertiger Abschluss aus dem Inland oder Ausland in einer der Fachrichtungen Physik, Astrophysik oder Meteorologie oder in einer anderen mathematisch-naturwissenschaftlichen Fachrichtung sowie die erfolgreiche Teilnahme an einem Eignungsverfahren vorausgesetzt. Der Antrag auf Bewerbung zum Eignungsverfahren ist für das jeweils folgende Wintersemester bis zum 15. Juli und für das jeweils folgende Sommersemester bis zum 15. Januar bei der Fakultät für Physik einzureichen (Ausschlussfrist). Weitere Informationen hier.

Link zum Fach
https://www.physik.uni-muenchen.de

Ihr Weg zum Studienplatz

Der Studiengang im Detail

Das viersemestrige Studium kann sowohl im Wintersemester als auch im Sommersemester aufgenommen werden und teilt sich in zwei Abschnitte. Im ersten und zweiten Semester des Master-Studiums werden Veranstaltungen der fortgeschrittenen Physik und in den Forschungsgebieten der Fakultät besucht. Im dritten und vierten Semester wird die einjährige Abschlussarbeit angefertigt.

Auf der Basis vertieften Grundlagenwissens konzentrieren sich die Studienziele auf die Vermittlung eines Fachwissens, das sich an den aktuellen Forschungsfragen orientiert. Forschungsmethoden, strategische Planung der Vorgehensweise, kritische Einordnung wissenschaftlicher Erkenntnisse, eigenständig verantwortliches Handeln sowie berufsrelevante Schlüsselqualifikationen sind von zentraler Bedeutung. Die Fähigkeit, physikalisch methodisch in Theorie und Praxis vorzugehen, wird während des Studiums in den Lehrveranstaltungen ausgebildet. Aufbauend auf die ersten beiden Semester des Master-Studiums wird diese Fähigkeit insbesondere in der einjährigen Forschungsphase im dritten und vierten Fachsemester intensiviert.

Detaillierter Studienverlauf hier.

Angebote zur Studienorientierung