Statistik mit wirtschafts- und sozialwissenschaftlicher Ausrichtung (Master/Hauptfach)

Beschreibung des Studienfachs

Die Absolventinnen und Absolventen sollen die Fähigkeit erwerben, neue statistische und ökonometrische Methoden für die Untersuchung komplexer Fragestellungen aus den Wirtschafts- und Sozialwissenschaften zu erarbeiten, weiterzuentwickeln und problemadäquat anzuwenden. Die im Bachelor-Studiengang oder in Studiengängen mit Wahlfach Statistik vermittelten Fähigkeiten, Fertigkeiten und Kenntnisse sollen dazu weiter vertieft und ausgebaut werden, wobei eine noch deutlichere Schwerpunktsetzung auf das eigenständige, forschungsbezogene Arbeiten erfolgt. Durch die forschungsorientierte Ausbildung werden entscheidende Kompetenzen für eine spätere Tätigkeit im Forschungsumfeld vermittelt. Dies ist umso wichtiger, da viele Absolvent(inn)en später auch in außeruniversitären Forschungseinrichtungen von Banken, Versicherungen und Markt- und Meinungsforschungsinstituten arbeiten. Das statistische Consulting und weitere Kooperationsveranstaltungen sollen die Studierenden zudem auf das interdisziplinäre Arbeiten mit verschiedensten Anwendern aus den Wirtschafts- und Sozialwissenschaften vorbereiten.

Tätigkeits- und Berufsfelder

Typische Arbeitgeber für Absolvent(inn)en dieses Studiengangs sind Banken, Versicherungen sowie Markt- und Meinungsforschungsinstitute. Erfahrungsgemäß bleiben auch viele Studierende in der universitären Forschung an Statistik-Lehrstühlen oder an entsprechenden quantitativ orientierten Instituten aus den substanzwissenschaftlichen Anwendungsgebieten.

Fakten auf einen Blick

Studiengang
Statistik mit wirtschafts- und sozialwissenschaftlicher Ausrichtung (Master)
Abschlussgrad
Master of Science (M.Sc.)
Fachtyp
Hauptfach
Regelstudienzeit
4 Fachsemester

Bewerbung und Zulassung

Formale Studienvoraussetzung
Hochschulzugangsberechtigung
Zulassungsmodus 1. Semester
Eignungsverfahren
Zulassungsmodus höheres Semester
Eignungsverfahren
Zugangsdetails

Zugangsvoraussetzung zu diesem Masterstudiengang ist der Nachweis eines berufsqualifizierenden Hochschulabschluss oder eines gleichwertigen Abschlusses aus dem Inland oder Ausland in einem mindestens sechssemestrigen Studiengang der Fachrichtung Statistik oder eines Studiengangs mit Statistik als Schwerpunkt oder Nebenfach im Umfang von mindestens 42 ECTS-Punkten sowie die erfolgreiche Teilnahme an einem Eignungsverfahren. Der Antrag auf Bewerbung zum Eignungsverfahren ist für das jeweils folgende Wintersemester bis zum 15. Juli und für das jeweils folgende Sommersemester bis zum 15. Januar beim Department für Statistik einzureichen (Ausschlussfrist). Weitere Informationen hier.

Link zum Fach
https://www.statistik.uni-muenchen.de/studium/studieninfos/statistik_im_master/master_wiso/index.html

Ihr Weg zum Studienplatz

Der Studiengang im Detail

Studienverlauf

In den ersten Fachsemestern steht zum einen die Vertiefung von allgemeinen Kenntnissen in statistischer Methodik und zum anderen die Vermittlung ausgewählter fachspezifischer Kenntnisse in Lehrveranstaltungen aus der Volkswirtschaftslehre, der Betriebswirtschaftslehre und der Soziologie im Mittelpunkt des Studiums. Im weiteren Verlaufe des Masterstudiums können die Studierenden sich in verschiedenen methodischen Schwerpunkten spezialisieren. Angeboten werden Vertiefungen in dynamischer Modellierung, theoretischer Statistik und generalisierter Regression, angewandter Statistik, stochastischen Prozessen, Grundlagen der Wirtschaftsstatistik, Computationalen Methoden, Wirtschaftsstatistik und Finanzökonometrie, Sozialstatistik und Demographie und speziellen Methoden der Gesundheitsökonomie. Im Statistischen Consulting können praktische Erfahrungen bei der Durchführung eines großen Projekts in Zusammenarbeit mit Kooperationspartnern des Instituts gesammelt werden. Die Projekte des Consulting entstammen aktuellen Anfragen an das Statistische Beratungslabor (STABLAB). Inner- und außeruniversitäre Kooperationen mit Forschern aus den Wirtschafts- und Sozialwissenschaften bestehen beispielsweise in den LMU-Zentren CEST (Center for Empirical Studies) und CEQURA (Center for Quantitative Risk Analysis). Des Weiteren bestehen enge Kontakte zu externen Forschungsinstituten und Forschungsabteilungen wie dem ifo Institut für Wirtschaftsforschung oder dem IAB (Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung) der Bundesagentur für Arbeit, sowie zu verschiedenen Banken, Versicherungen und Markt- und Meinungsforschungsinstituten. Auch bei der abschließenden Masterarbeit werden die Studierenden in die intensive Kooperation mit außeruniversitären Forschungseinrichtungen bzw. Abteilungen von Firmen einbezogen. Darüber hinaus werden in unregelmäßigen Zeitabständen interdisziplinäre Seminare mit Kooperationspartnern verschiedener Anwendungsbereiche veranstaltet.

Allgemeine Schlüsselqualifikationen

Das Studium zielt darauf ab, die Studierenden zu befähigen, eigenständig und wissenschaftlich fundiert statistische Methoden zu entwickeln und anzuwenden, die zur Lösung komplexer Fragestellungen aus den Wirtschafts- und Sozialwissenschaften beitragen. Dementsprechend erwerben die Studierenden zum einen vertiefte Kenntnisse in den methodischen Grundlagen der Statistik und ausgewählten Schwerpunktgebieten, sowie fächerübergreifend ein Verständnis für wirtschafts- und sozialwissenschaftliche Forschungsprobleme und deren Lösungsstrategien. Zum anderen werden die theoretischen Kenntnisse durch praktische Fertigkeiten ergänzt; so werden u.a. in Übungsstunden und Software-Kursen die Fertigkeiten im Umgang mit statistischer Software geschult und bei Projektarbeiten und Seminaren der Umgang mit modernen Informationsmedien geübt. Schließlich wird durch die eigenständige Projektarbeit im statistischen Consulting die Fähigkeit zur interdisziplinären Zusammenarbeit sowie das Aufbereiten und Präsentieren von statistischen Untersuchungsergebnissen vermittelt. In dem Studiengang sind der Erwerb fachimmanenter und allgemeiner Schlüsselqualifikationen und die fachwissenschaftliche Ausbildung äußerst eng verzahnt. In den Vorlesungen werden an Schlüsselqualifikationen insbesondere die Fähigkeit, Wissen zu verdichten und zu strukturieren, sowie vernetztes Denken gefördert, der Schwerpunkt liegt aber in der Regel auf der fachwissenschaftlichen Ausbildung. Die Projektarbeit fördert zudem die sogenannten Soft Skills, da die intensive Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern anderer Ausrichtung oder Anwendern soziale Kompetenz reifen lässt und die kommunikativen Fähigkeiten entwickelt. Weitere Fähigkeiten, die vertieft werden, sind der kompetente Umgang mit (meist englischsprachiger) Fachliteratur, die zugehörige Literaturrecherche, die Beherrschung von Software und weitreichende Programmierkenntnisse. Mit der forschungsorientierten Ausbildung wird auch auf eine spätere Tätigkeit im Forschungsumfeld vorbereitet.

Angebote zur Studienorientierung

Fachstudienberatung Statistik

Inhaltliche und spezifische Fragen des Studiums, Studienaufbau, Stundenplan, fachliche Schwerpunkte

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