Chemie (Lehramt Realschule/Unterrichtsfach)

Beschreibung des Studienfachs

Der Lehramtsstudiengang im Fach Chemie soll in enger Verbindung von Theorie und Praxis mit den experimentellen Methoden vertraut machen, gründliche Kenntnisse vermitteln, und die Beobachtungsgabe sowie die handwerklichen Fähigkeiten in den Teilfächern Anorganische Chemie, Organische Chemie, Physikalische Chemie, aber mitunter auch in Biochemie und Physik schulen. Die modularisierten Inhalte in der Chemie sind in allen Lehramtstudiengängen (Gymnasium, Real-, Haupt-, und Grundschule) in den ersten Semestern identisch. Die Module bestehen aus den grundlegenden Vorlesungen und Übungen zur Anorganischen, Organischen und Physikalischen Chemie und den dazugehörigen Praktika mit Begleitseminaren.

Zusätzlich wird ein erster Einblick in die Fachdidaktik gegeben. Dies bereitet auf die didaktischen und methodischen Probleme des Chemieunterrichts in den Schulpraktika vor. Hierbei erlernen die Studierenden, Erkenntnisse und Methoden der Chemie im Hinblick auf den Lehrplan des entsprechenden Schultyps zu interpretieren, Fragen der Unterrichtsgestaltung zu klären und erste schulpraktische Erfahrungen zu überdenken.

Bei allen Schultypen ist zum Ende des Studiums eine schriftliche Hausarbeit (Zulassungsarbeit) in einem der Fächer anzufertigen. Die Zulassungsarbeit setzt in naturwissenschaftlichen Fächern in der Regel experimentelle Forschung voraus.

Tätigkeits- und Berufsfelder

Primäres Ziel der Lehramtsausbildung ist das Hinführen zum Lehrberuf an der Schule. Die breite Basisausbildung in Chemie und einem zweiten Unterrichtsfach, als auch die pädagogischen Fähigkeiten ermöglichen eine weitere Spezialisierung in verschiedenen Berufsbereichen. Nach dem Lehramtsstudium stehen vielfältige Berufsfelder zur Wahl. In der chemischen Industrie, in Verlagen oder anderen öffentlichen Einrichtungen eröffnen sich Positionen z.B. in der innerbetrieblichen Weiterbildung.

Erwünschtes Profil

Unabdingbar für jedes Studium ist die Freude am Fach! Neben der Neugierde für naturwissenschaftliche Phänomene erleichtert ein mathematisch-naturwissenschaftliches Verständnis und experimentelles Geschick, die Anforderungen eines Chemie-Lehramtsstudiums erfolgreich zu meistern. Weiterhin sind Kompetenzen wie Durchhaltevermögen, Teamgeist, Leistungsbereitschaft und Belastbarkeit (ca. 40% Praktikumsanteil) Kennzeichen des Studiums.

Neben dem fachwissenschaftlichen Verständnis (naturwissenschaftliche Grundbildung, profundes Fachwissen, experimentelles Geschick) benötigt der Lehrberuf eine sehr hohe pädagogische Eignung und psychologisches Einfühlungsvermögen. Lehramtsstudierende sollten daher einen ausdrücklichen Lehrwillen mitbringen und Inhalte fachgerecht an interessierte als auch nicht-interessierte Adressaten weitergeben können, aber auch Spaß an der täglichen Interaktion mit Schülern haben.

Haben Sie die Informationsfilme über die Lehramtsfächer schon gesehen? Sie bekommen einen Überblick, was im Studium auf Sie zukommt und welche Voraussetzungen Sie mitbringen sollten. Schauen Sie doch mal rein!

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Fakten auf einen Blick

Studiengang
Chemie (Lehramt / Realschule)
Abschlussgrad
Lehramt Staatsexamen
Fachtyp
Unterrichtsfach
Regelstudienzeit
7 Fachsemester
Mindeststudienzeit
6 Fachsemester

Bewerbung und Zulassung

Formale Studienvoraussetzung
Hochschulzugangsberechtigung
Zulassungsmodus 1. Semester
Freie Studiengänge
Zulassungsmodus höheres Semester
Freier Zugang
Link zum Fach
https://www.cup.uni-muenchen.de

Ihr Weg zum Studienplatz

Der Studiengang im Detail

An der LMU kann Chemie im Lehramtsstudium für Realschulen NUR in Kombination mit einem zweiten Unterrichtsfach studiert werden (Biologie, Mathematik oder Physik). Es ist somit ein Verbund zweier Fachwissenschaften (je 60 ECTS), den dazugehörigen Fachdidaktiken (je 12 ECTS) und den Erziehungswissenschaften (EWS mit 36 ECTS). Für das Unterrichtsfach Chemie an Realschulen (RS) müssen somit insgesamt 72 ECTS-Punkte erworben werden (LPO I § 42). Zudem müssen zusätzlich 12 ECTS im Rahmen weiterer lehramtsspezifischer Veranstaltungen eingebracht werden (s. "Freier Bereich“), die in der Chemie und/oder im 2. Unterrichtsfach erworben werden können. Hierfür wird empfohlen z.B. Mathematik bereits in den ersten beiden Semestern zu belegen. Die Zulassungsarbeit und Spezialveranstaltungen in Zusammenhang mit der "schriftlichen Hausarbeit" können ebenfalls in einem der beiden Fachwissenschaften, der Didaktiken oder der EWS geleistet werden (12 ECTS). Weitere Details finden Sie auf den Webseiten der Fakultät.

1. Semester

P 1: Allgemeine Anorganische und Organische Chemie

  • Allgemeine und Anorganische Chemie I (Vorlesung, 6,5 ECTS)
  • Allgemeine und Anorganische Chemie I (Übung, 1 ECTS)
P 2: Analytische Chemie I
  • Vorlesung zum chemischen Grundpraktikum Vorlesung, 3 ECTS)
  • Chemisches Grundpraktikum Praktikum (6 ECTS 1.Semester)

2. Semester

P 1: Allgemeine Anorganische und Organische Chemie

  • Organische Chemie I (Vorlesung, 6,5 ECTS)
  • Organische Chemie I (Übung, 1 ECTS)
P 3: Analytische Chemie II
  • Seminar zum anorganisch-chemischen Praktikum (Seminar, 1 ECTS)
  • Anorganisch-chemisches Praktikum (Praktikum, 5 ECTS)

3.Semester

P 4: Physikalische Chemie I

  • Physikalische Chemie I (Vorlesung, 2 ECTS)
  • Physikalische Chemie I (Übung, 1 ECTS)
P 5: Grundlagen fachbezogenen Lehrens und Lernens
  • Didaktik der Chemie I Vorlesung (3 ECTS 3.Semester)

4. Semester:

P 5: Grundlagen fachbezogenen Lehrens und Lernens

  • Didaktik der Chemie II (Vorlesung, 3 ECTS)
P 8: Fachunterricht - Konzeption und Gestaltung
  • Übungen im Demonstrieren und Vortragen (Übung, 3 ECTS)
P17: Fachspezifische Erweiterungen
  • zwei Wahlpflichtveranstaltungen, siehe Anlage 2 der Prüfungs- und Studienordnung (6 ECTS)

5. Semester:

P 6: Physikalisch-chemisches Praktikum

  • Seminar zum physikalisch-chemischen Praktikum (Seminar, 1 ECTS)
  • Physikalisches-chemisches Praktikum (Praktikum, 2 ECTS)
P 7: Organisch-chemisches Praktikum
  • Vorlesung und Übungen zum organisch-chemischen Praktikum (Vorlesung, 6 ECTS)
P 9: Fachdidaktisches Erforschen, Urteilen und Weiterentwickeln von Praxis
  • zwei Wahlpflichtveranstaltungen, siehe Anlage 2 der Prüfungs- und Studienordnung (6 ECTS, wahlweise auch im 6. Semester)

6. Semester:

P 7: Organisch-chemisches Praktikum

  • Organisch-chemisches Praktikum (Praktikum, 6 ECTS)

7. Semester:

P 16: Prüfungsvorbereitung

  • Vorbereitung auf Prüfungen (Staatsexamen) Seminar (1,5 ECTS 7.Semester)
  • Vorbereitung auf Prüfungen in der Didaktik (Staatsexamen) Seminar (1,5 ECTS 7.Semester)

Freier Bereich
Der Freie Bereich dient der eigenen Schwerpunktsetzung. In beiden Unterrichtsfächern sind zusammen genau 12 ECTS-Punkte zu erbringen. Zum konkreten Angebot siehe Vorlesungsverzeichnis und Anlage 2 der PStO.

Fremdsprachenkenntnisse v. a. in Englisch sind von Vorteil, aber nicht notwendig.

Das Erziehungswissenschaftliche Studium (EWS) umfasst die Fächer Allgemeine Pädagogik, Schulpädagogik und Psychologie. In diesen drei Bereichen müssen insgesamt 36 ECTS-Punkte erbracht werden.
Vgl. hierzu auch die Übersichten zum EWS.

Mit Hilfe der Praktika werden Studierende frühzeitig in das Berufsfeld Schule eingeführt. Um die Eignung und Neigung zu prüfen, sollte idealerweise vor Beginn des Studiums (auch während des Studiums möglich) in Eigenregie ein Orientierungspraktikum absolviert werden. Um die richtige Studienwahl zu treffen, können innerhalb dieses Praktikums unterschiedliche Schularten besucht werden. Während des Studiums sind ein pädagogisch-didaktisches Schulpraktikum und zwei studienbegleitende fachdidaktische Praktika in der Schule zu absolvieren. Zusätzlich muss selbstständig das Betriebspraktikum organisiert werden. Dieses kann dazu genutzt werden, alternative Berufe zu erproben. Für Studierende des Lehramts an Realschulen sind folgende Praktika zu absolvieren:

  • ein Betriebspraktikum
  • ein Orientierungspraktikum
  • ein pädagogisch-didaktisches Schulpraktikum (das Schulpraktikum umfasst einen Zeitraum von 150 bis 160 Unterrichtsstunden)
  • ein studienbegleitendes fachdidaktisches Praktikum in einem Ihrer Studienfächer (nicht in Psychologie und nicht in einem Erweiterungsfach).

Weitere Informationen finden Sie unter "Lehramt an Realschulen" und auf den Seiten des Praktikumsamtes.

Den Abschluss des Lehramtsstudiums bildet die erste Staatsprüfung, die aus zwei Teilen besteht: aus den Ergebnissen der Modulprüfungen während des Studiums (40 %) und aus dem ersten Staatsexamen (60 %). Sobald die Anzahl von 213 ECTS-Punkten nach den Vorgaben der jeweiligen Studien- und Prüfungsordnungen erreicht ist, kann man zur ersten Staatsprüfung zugelassen werden.
Weitere fachliche Zulassungsvoraussetzungen und die Prüfungsteile zur ersten Staatsprüfung sind der aktuellen Lehramtsprüfungsordnung I (2008) zu entnehmen. Die Anmeldung erfolgt bei der Außenstelle des Prüfungsamtes. (Kontakt siehe unten)

Die „Schriftliche Hausarbeit“ im Umfang von 12 ECTS Punkten ist in einem Fach der gewählten Fächerverbindung oder in den Erziehungswissenschaften (oder ggf. interdisziplinär) während des Studiums anzufertigen. Der genaue Umfang sowie weitere Informationen sind bei dem jeweiligen Fach zu erfragen.

Angebote zur Studienorientierung

Außenstelle des Prüfungsamts für alle Lehrämter an öffentlichen Schulen

Zuständigkeitsbereich:

Anmeldung, Zulassung und Durchführung der Ersten Staatsexamensprüfung nach der Lehramtsprüfungsordnung I (LPO I) für alle Lehrämter an öffentlichen Schulen