Gesundheit und Sicherheit

Wir hoffen, dass Sie während Ihrer Zeit in München immer glücklich und gesund bleiben. Dass mal ein Notfall eintritt, kann man allerdings nie ausschließen – deswegen lieber wissen, was zu tun ist, wenn es soweit kommen sollte!

Für manche, die aus dem Ausland zu uns kommen, ist es schier unglaublich, gegen was die Deutschen alles versichert sein wollen. Wir leben nunmal nach der Maxime, dass Vorsicht die Mutter der Porzellankiste ist. Aber keine Panik: Verpflichtend ist für Studierende nur die Krankenversicherung. Alle möglichen anderen Versicherungen – Diebstahl, Hausrat, usw. – kann man haben, sollte man vielleicht sogar, muss man aber nicht. Eine persönliche Haftpflichtversicherung sei Ihnen hiermit trotzdem unverbindlich ans Herz gelegt.

Gesundheit und Wohlbefinden

Sollten Sie eine Grippe, Erkältung, eine leichte Verletzung oder ähnliches haben, ist die erste Adresse eine Allgemeinärztin bzw. Ihr Hausarzt. Diese Ärzte können die meisten allgemeinen Krankheiten behandeln und Sie falls nötig zu einem Facharzt bzw. einer Fachärztin überweisen. Wenn Sie bereits wissen, dass Ihre Krankheit von einem Spezialisten wie beispielsweise einer Dermatologin behandelt werden muss, können Sie diese Fachärzte auch direkt kontaktieren, ohne vorher Ihre Hausarztpraxis aufzusuchen.

Grundsätzlich können Sie frei entscheiden, in welcher Arztpraxis oder in welchem Krankenhaus Sie behandelt werden möchten, solange man dort Ihre Krankenkasse akzeptiert. Private Arztrechnungen können extrem teuer werden, deshalb ist es immer ratsam, sich vorher zu erkundigen, ob Ihre Kasse in der entsprechenden Praxis anerkannt wird.

Um die richtige Ärztin bzw. den richtigen Arzt zu finden, können Sie auf Empfehlungen aus dem Freundeskreis zurückgreifen, die Gelben Seiten durchforsten oder natürlich das Telefonverzeichnis konsultieren. Bevor Sie sich im Dickicht der Bewertungstools verlieren: Alle Krankenversicherungen bieten auch Internet-Recherchetools an, um Hausärzte oder Spezialistinnen in Ihrer Region zu finden (Stichwort: Arztsuche).

Viele Hausarztpraxen haben eine „offene Tür“, was bedeutet, dass Sie ohne vorherigen Termin kommen können. Es ist jedoch ratsam, immer vorher anzurufen und vor allem in nicht unmittelbar dringenden Fällen einen Termin auszumachen – die Wartezeiten in den offenen Sprechstunden sind mitunter sehr lang. Je nach Praxis kann die Terminvergabe schnell gehen oder mehrere Wochen Vorlauf brauchen (vor allem bei Fachärzten). Nehmen Sie bei jedem Arztbesuch Ihre Versichertenkarte mit. Sollten Sie privat (statt gesetzlich) versichert sein, müssen Sie den Rechnungsbetrag selbst überweisen und bekommen ihn später von der Versicherung zurückerstattet.

Medikamente werden in Deutschland ausschließlich in Apotheken verkauft. Einige Medikamente, wie etwa Kopfschmerztabletten, sind frei erhältlich, für die meisten jedoch braucht es ein ärztliches Rezept. Die gesetzliche Krankenkasse übernimmt in der Regel die Kosten für verschreibungspflichtige Medikamente; es muss aber ggf. in der Apotheke eine Rezeptgebühr bezahlt werden. Manchmal ist auch eine private Zuzahlung notwendig.

Was tun, wenn Sie mitten in der Nacht, am Wochenende oder an einem Feiertag krank werden? Keine Panik. Notdienste und Nachtapotheken sind immer für Sie da.

Wenn ihr Zustand nicht lebensbedrohlich ist, sollten Sie zuallererst versuchen, Ihren Hausarzt bzw. Ihre Hausärztin anzurufen. Wenn er oder sie nicht erreichbar ist, verrät Ihnen in der Regel der Anrufbeantworter der Praxis, an welche Vertretung Sie sich wenden können. Sollten Sie umgehend medizinische Hilfe benötigen, können Sie in München die Notfallpraxis im Elisenhof oder auch die Notaufnahme des nächsten Krankenhauses aufsuchen. Im Ernstfall rufen Sie den Krankenwagen.

Nummern für Notdienste

Für psychologische und/oder seelsorgerische Beratung können Sie sich an folgende Einrichtungen wenden:

Krankenversicherung

Um sich an der LMU einschreiben zu können, müssen Sie krankenversichert sein.

Mit einigen Ländern, etwa den Mitgliedsstaaten der Europäischen Union und des Europäischen Wirtschaftsraums, hat Deutschland ein Sozialversicherungsabkommen. Wenn Sie aus einem solchen Land kommen und dort gesetzlich versichert sind, können Sie diese Versicherung von einer gesetzlichen Krankenkasse in Deutschland anerkennen lassen. Klären Sie am besten schon zuhause, welche Dokumente Sie dafür brauchen! Für Studierende wird dann üblicherweise eine European Health Insurance Card (EHIC) ausgestellt. Diese EHIC- oder die Chipkarte Ihrer Krankenkasse müssen Sie bei jedem Arztbesuch vorweisen. Die Arztpraxis stellt Ihre Behandlung dann direkt der Versicherung in Rechnung.

Die EHIC-Karte bedeutet nicht automatisch kostenlose ärztliche Leistungen. Da jedes Gesundheitssystem anders ist, unterscheiden sich auch die Leistungen, die Sie im Ausland in Anspruch nehmen können. Manche Krankenkassen übernehmen in Deutschland nur die Kosten für die akute medizinische Versorgung und gehen davon aus, dass Sie Behandlungen und Therapien, die nicht unaufschiebbar sind, in Ihrem Heimatland in Anspruch nehmen. Informieren Sie sich bei Ihrer Krankenkasse zuhause und überlegen Sie, ob es sich für Sie lohnt, eine deutsche Krankenversicherung abzuschließen (zum Studierendentarif). Das kann unter Umständen auch dann sinnvoll sein, wenn Sie eine EHIC-Karte haben.

Die gute Nachricht für die, die sich in Deutschland kostenpflichtig versichern möchten, lautet: Die grundständige Krankenversicherung für Studierende ist relativ kostengünstig. Der übliche Tarif für Studierende unter 30 und vor Beendigung des 14. Studiensemesters beträgt bei den gesetzlichen Krankenkassen derzeit etwa 100 Euro im Monat. Arztbesuche und verschreibungspflichtige Medikamente sind davon abgedeckt. Eine private Krankenversicherung können Sie nur unter bestimmten Voraussetzungen abschließen. Beachten Sie dabei auch: Sobald Sie in die private Krankenversicherung wechseln, ist eine Rückkehr zur gesetzlichen Krankenversicherung kaum mehr möglich!

Mehr über das deutsche Gesundheitssystem und die Krankenversicherungen finden Sie auf der Website des Studentenwerks München.

Wenn Sie aus einem der 27 EU-Mitgliedsstaaten oder aus Island, Liechtenstein, Norwegen, der Schweiz oder Großbritannien kommen, können Sie eine European Health Insurance Card (EHIC) von der zuständigen Behörde in Ihrem Heimatland bekommen. Diese Karten werden von Ihrer Versicherung in Ihrem Heimatland ausgestellt.

Nach Ihrer Ankunft in Deutschland müssen Sie die Karte bei einer deutschen Krankenkasse vorlegen. Dort wird man Ihnen eine Bescheinigung zur Vorlage bei der Hochschule aussstellen, die bestätigt, dass Sie in Ihrem Heimatland ausreichend versichert sind.

Bitte nehmen Sie dieses Dokument mit ins International Office für Ihre Einschreibug an der LMU.

Beachten Sie, dass die EHIC-Karte nicht zwangsläufig alle Kosten für medizinische Behandlungen in Deutschland abdeckt (siehe oben)!

Wenn Sie aus einem Nicht-EU-Land stammen, mit dem Deutschland ein Sozialversicherungsabkommen geschlossen hat (bitte vergewissern Sie sich bei Ihrer Krankenversicherung zuhause, ob Ihr Heimatland zu diesen Staaten gehört), müssen Sie einen Nachweis über den Versicherungsschutz in Ihrem Heimatland erbringen. Diese sogenannte Anspruchsbescheinigung müssen Sie bei einer deutschen Krankenversicherung vorlegen und damit wiederum eine Bescheinigung zur Vorlage bei der Hochschule beantragen, die bestätigt, dass Sie ausreichend krankenversichert sind.

Bitte bringen Sie dieses Dokument mit zu Ihrer Einschreibung im International Office. Sollte Ihre Krankenkasse zu dem Schluss kommen, dass Ihr Schutz nicht ausreicht, werden Sie eine deutsche Krankenversicherung brauchen. Mehr Informationen dazu finden Sie unter Punkt IV (nicht krankenversichert im Heimatland).

Eine deutsche Krankenkasse muss prüfen, dass Sie in Ihrem Heimatland ausreichend krankenversichert sind. Wenn Ihr Versicherungsschutz ausreicht, wird Ihnen eine deutsche gesetzliche Krankenkasse eine Bescheinigung zur Vorlage bei der Hochschule ausstellen.

Bitte bringen Sie dieses Dokument mit zu Ihrer Einschreibung im Referat Internationale Angelegenheiten. Sollte Ihre Krankenversicherung zu dem Schluss kommen, dass Ihr Schutz nicht ausreicht, werden Sie eine deutsche Krankenversicherung brauchen. Mehr Informationen dazu finden Sie unter Punkt IV (nicht versichert im Heimatland).

Nur während der sehr kurzen Phase zwischen Ihrer Ankunft in Deutschland und Ihrer Einschreibung an der LMU genügt eine Reisekrankenversicherung aus Ihrem Heimatland. Für Ihre Einschreibung an der LMU brauchen Sie einen Nachweis über den Versicherungsschutz durch eine deutsche Krankenkasse.

Sie werden eine deutsche Krankenversicherung abschließen müssen. Die Preise sind moderat, etwa 80–100 Euro im Monat. Die deutsche Krankenkasse wird Ihnen eine Bescheinigung zur Vorlage bei der Hochschule ausstellen. Bitte bringen Sie dieses Dokument mit zu Ihrer Einschreibung im International Office.

Denken Sie daran, Ihre deutsche Krankenversicherung zu kündigen, bevor Sie in Ihr Heimatland zurückkehren. Um die Versicherung zu kündigen, müssen Sie Ihren Exmatrikulationsnachweis an die Krankenkasse schicken. Die Exmatrikulationsbescheinigung erhalten Sie von der Studentenkanzlei im Hauptgebäude der LMU.

Studierende über 30 sind von der grundsätzlichen Versicherungspflicht befreit. Wir empfehlen Ihnen trotzdem nachdrücklich eine Krankenversicherung. Wenn Sie nicht krankenversichert sind, müssen Sie alle Kosten für Arztbesuche und medizinische Hilfe selbst tragen – das kann schnell eine Größenordnung annehmen, die Ihre finanziellen Mittel strapaziert oder sprengt. Gesetzliche und private Krankenversicherungen bieten eine Vielzahl verschiedener Tarife an. Das Studentenwerk München empfiehlt auch Versicherungen für internationale Studierende und kann Sie bei der Wahl einer Krankenkasse beraten.

Unfall-, Haftpflicht- und Reiseversicherung

Zusätzlich zur Krankenversicherung empfehlen wir Ihnen, für die Dauer Ihres Aufenthaltes an der LMU eine Unfallversicherung und eine persönliche Haftpflichtversicherung abzuschließen. Auf beides sollten Sie vor allem dann nicht verzichten, wenn Sie in einem Labor arbeiten.

Wir empfehlen außerdem, dass Sie mit einer ausreichenden Reiseversicherung anreisen. Diese Reiseversicherung sollte bis zum Tag der Einschreibung an der LMU gültig sein.

Sicherheit

Bayern gehört zu den sichersten Bundesländern mit den niedrigsten Kriminalitätsraten in Deutschland. Auch wenn Überfälle hier äußerst selten sind: Wie in jeder Großstadt sollten Sie auch in München ein gewisses Maß an Vorsicht walten lassen, vor allem, wenn Sie allein unterwegs sind. So sollten Sie an überfüllten Orten oder bei Veranstaltungen, wie zum Beispiel dem Oktoberfest oder auf Weihnachtsmärkten, Ihre persönlichen Dinge stets gut im Auge haben. Außerdem ist es ratsam, in ein solides Fahrradschloss zu investieren und Ihr Fahrrad immer anzuschließen, wenn Sie es irgendwo stehenlassen.

Im Notfall wählen Sie:

  • 110 für den polizeilichen Notruf.

  • 112 für die Feuerwehr und den ärztlichen Notdienst oder Krankenwagen.