Das EU-Mercosur-Abkommen: Chancen, Risiken, Perspektiven

Ein Bericht von Dr. Ingo Rohrer, Institut für Ethnologie, LMU München

Das EU-Mercosur-Abkommen: Chancen, Risiken, Perspektiven

Im Rahmen des Lateinamerikatages 2026, der vom LMU-Lateinamerika Netzwerk in Zusammenarbeit mit dem Amerikahaus München ausgerichtet wurde, diskutierten die Teilnehmenden einer Podiumsdiskussion mit dem Titel „Das EU-Mercosur-Abkommen: Chancen, Risiken, Perspektiven“ das jüngst abgeschlossene Freihandelsabkommen zwischen der Europäischen Union und den Mercosur-Staaten Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay.

Das Abkommen schafft eine Verbindung zwischen zwei Kontinenten, die über den reinen Warenhandel hinausgeht und unter anderem auch Standards für ökologische Nachhaltigkeit festlegt. Der Mercosur wandelt sich dabei von einer primär regionalen Zollunion zu einem global agierenden Handelspartner. Dies hat weitreichende Konsequenzen für andere Staaten Lateinamerikas und beeinflusst zudem die geopolitische Lage insgesamt.

Welche Chancen und Risiken birgt das Abkommen – und für wen? Diese Fragen standen im Zentrum einer Diskussion unter der Moderation von Prof. Dr. Benjamin Loy (LMU München). Die Teilnehmer*innen beleuchteten das Thema aus unterschiedlichen fachlichen Perspektiven und diskutierten, welche Voraussetzungen notwendig sind, um den damit verbundenen Herausforderungen zu begegnen. Auch langfristige Entwicklungen und offene Fragen wurden thematisiert.

Die Diskussion vereinte Expert*innen aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik: Prof. Dr. Lisandra Flach, Leiterin des ifo Zentrums für Außenwirtschaft und Professorin für Volkswirtschaftslehre an der LMU München, Prof. Dr. Johannes Glückler, Inhaber des Lehrstuhls für Wirtschaftsgeographien der Zukunft und Leiter der Abteilung Wirtschaftsgeographie an der LMU München, Mar-Lizette Malherbe, Vorstandsmitglied bei Munich Re mit Zuständigkeit für Life & Health, Dr. Bettina Rudloff von der Stiftung Wissenschaft und Politik sowie Isabella Timm-Guri, Direktorin des Fachbereichs Erzeugung und Vermarktung beim Bayerischen Bauernverband.

© Eveline Dürr
© Eveline Dürr