Forschungsprojekte in Research Area B

Hier finden Sie einen Überblick über alle Forschungsvorhaben und die zugehörigen Stellenausschreibungen in der Research Area B (Praktiken in Layout, Erhaltung und Archivierung von Texten).

Topik editorischer Interventionen II: Die Parallelstellenmethode

Fachbereich
Germanistik
Projektbeschreibung
Das Projekt untersucht die „Parallelstellenmethode“ als fundamentale philologische Technik, bei der Textstellen systematisch miteinander verglichen werden. Trotz theoretischer Betonung der Einzigartigkeit von Werken dominieren in der philologischen Praxis Verfahren des Parallelisierens von der Antike bis heute. Das Projekt analysiert praxeologisch anhand historischer Fallstudien, wie diese Vergleichspraktiken sich entwickelt haben.
Doc
Beer Albers
Verantwortlicher PI
Prof. Dr. Carlos Spoerhase
Research Area
B (Praktiken in Layout, Erhaltung und Archivierung von Texten)

Epitomisieren: Verknappung und Entfaltung von Texten

Fachbereich
Geschichte der Frühen Neuzeit (mit einem Schwerpunkt auf spanischer und lateinamerikanischer Geschichte); Wissenschaftsgeschichte der Geisteswissenschaften und/oder Deutsche Philologie
Projektbeschreibung
Das Projekt untersucht die Geschichte von Verfahren der Textverkürzung und -zusammenfassung in der spanischen Imperialverwaltung (16.-18. Jahrhundert) und in den Philologien der europäischen Gelehrtenrepublik (17.-19. Jahrhundert). Analysiert werden sowohl die Kompressionsverfahren als auch die Praktiken der Textentfaltung und deren historischer Wandel, einschließlich medialer und layoutbezogener Aspekte wie Weißräume und Tabellen. Das Projekt nutzt Digital Humanities-Verfahren, um die Verhältnisse von Lang- und Kurzfassungen in größerer Serialität zu bestimmen.
Postdoc
Dr. Ricard Torra-Prat
Verantwortliche PIs
Prof. Dr. Arndt Brendecke; Prof. Dr. Carlos Spoerhase
Research Area
B (Praktiken in Layout, Erhaltung und Archivierung von Texten)

Von der Suche nach alten Rechten hin zur historischen Wissenschaft

Fachbereich
Rechtsgeschichte
Projektbeschreibung
Aufgrund der Bedeutung ‚alter‘ Rechte für das mittelalterliche Rechtswesen entwickelte sich in der hoch- und spätmittelalterlichen Rechtswissenschaft als Teil des Beweisrechts allmählich sowohl eine historisch-kritische wie auch eine philologisch-kritische Methodik. Da diese im Unterricht alljährlich gelehrt wurden und sich allmählich Lehrtraditionen und Methodendiskurse entwickelten, entstand innerhalb der Rechtswissenschaften des erstmals eine historische Wissenschaft avant la lettre. Dieses Projekt zeichnet nicht nur erstmals die Entwicklungslinien des besagten Gelehrtendiskurses nach, sondern verortet diesen auch in seiner Bedeutung für die Entstehung der historischen Wissenschaften Philologie und Geschichte. Zu diesem Zweck werden nicht nur die universitäre Kommentarliteratur untersucht, sondern auch historische und philologische Praktiken der Juristen, namentlich anhand der Dorsualnotizen frühmittelalterlicher Urkunden, den Vorreden von Chartularen sowie historiographischer Werke aus der Feder ausgebildeter doctores des Rechts.
Postdoc
Dr. Dario Binotto
Verantwortliche PIs
Prof. Dr. Susanne Lepsius
Research Area
Forschungsbereich B (Praktiken in Layout, Erhaltung und Archivierung von Texten)