Dajeong Choi, M.A.
Promovierende
Büroadresse:
Professor-Huber-Platz 1
Raum 3.30
80539 München
Postanschrift:
Geschwister-Scholl-Platz 1
80539 München
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Meine wissenschaftlichen Interessen liegen in der Geistesgeschichte Chinas während der späten Kaiserzeit, mit besonderem Schwerpunkt auf der Übersetzung konfuzianischer Kanones, die im klassischen Chinesisch verfasst wurden, ins Mandschurische und Mongolische. Ich habe philologische und philosophische Forschungen zu Quellen betrieben, die in Bibliotheken und Archiven weltweit aufbewahrt werden. In meiner jüngsten Forschung untersuche ich den historischen Kontext, in dem mandschurisch-chinesische und mandschurisch-mongolische Parallelausgaben der kanonischen Schriften während der Qing-Dynastie entstanden, einem multikulturellen Reich, in dem Mandschu, Mongolen und Han-Chinesen zusammenlebten. Darüber hinaus untersuche ich, wie der konfuzianische Kanon, der ursprünglich im alten China entstand, im Zuge seiner Übertragung ins Mandschurische und Mongolische während der Qing-Dynastie neu interpretiert und in der Folge rekanonisiert wurde. Letztlich verfolgt mein Promotionsprojekt das Ziel, aufzuzeigen, wie diese zwei- und dreisprachigen Ausgaben eng mit dem kaiserlichen Prüfungssystem, dem System der Acht Banner und den Bildungseinrichtungen des Qing-Staates verflochten waren.
Ich promoviere derzeit in Sinologie an der LMU München. Meinen Masterabschluss erwarb ich an der Academy of Korean Studies, wo ich eine Abschlussarbeit über den literarischen Austausch zwischen Joseon-Gesandten und Qing-Gelehrten anhand klassisch-chinesischer und mandschurischer Quellen verfasste. Die Studienleistungen für mein Promotionsstudium absolvierte ich an der Korea University, wo mein Hauptfach Übersetzungswissenschaft der Klassiker war, mit einer Spezialisierung auf klassische chinesische Literatur und Philologie. Am Institute for the Translation of Korean Classics (ITKC) erhielt ich eine intensive Ausbildung im Lesen einer Vielzahl konfuzianischer Kanones, die im klassischen Chinesisch verfasst wurden. Zudem vertiefte ich am Manchu Studies Center der Korea University meine Kenntnisse der mandschurischen Sprache. Zusammengenommen haben mich diese Ausbildungsstationen mit dem sprachlichen und philologischen Rüstzeug ausgestattet, um Primärquellen von zentraler Bedeutung für die Sinologie zu interpretieren.
Neben meiner wissenschaftlichen Forschung ist es mir ein Anliegen, meine Arbeit zu seltenen vormodernen Quellen in klassischem Chinesisch und Mandschurisch einem breiteren Publikum zugänglich zu machen, unter anderem durch die Veröffentlichung von Essaysammlungen. In den letzten Jahren habe ich in Südkorea die folgenden Bücher veröffentlicht, in denen ich chinesische Schriftzeichen und den konfuzianischen Kanon einem allgemeinen Lesepublikum durch literarische Interpretation und in einer zugänglichen, zeitgenössischen Sprache näherbringe.