1610

Der Jesuit Christoph Scheiner lehrt an der Ingolstädter Universität Mathematik und Hebräisch.

Historiches Wandornament von ChristophScheiner, wie er ein Kreuz hält

Der Jesuit und Astronom Christoph Scheiner entdeckte die Sonnenflecken | © Stadtarchiv Ingolstadt

Der Jesuit Christoph Scheiner (1575-1650) lehrte an der Ingolstädter Universität von 1610 bis 1616 Mathematik und Hebräisch. Scheiner hatte von 1597 bis 1600 und erneut von 1605 bis 1609 in Ingolstadt Philosophie und Theologie studiert. Zusammen mit seinem Schüler Johann Baptist Cysat entdeckte er 1611 mit Hilfe eines Fernrohrs dunkle Stellen an der Sonnenoberfläche, die sogenannten Sonnenflecken. Nicht allein diese Entdeckung, sondern vor allem die genaue Beschreibung und Interpretation der Beobachtungen sowie die Arbeiten zur Optik begründeten seinen Ruhm. Er ist der einzige Naturwissenschaftler der Ingolstädter Universität, der einen bedeutenden Beitrag zur europäischen Wissenschaftsentwicklung leistete.

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