Dritter Abend | Extremismus, Parteienverbot und Protest

Sommersemester 2027

Unter politischem Extremismus werden solche politischen Formen subsummiert, die an den Rändern des politischen Spektrums den Raum legaler oder legitimer politischer Forderungen und Handlungen verlassen haben. Der Übergang war stets fließend, und die Verständigung über sogenannte „rote Linien“ hat sich historisch verändert. Mit politischen Veränderungen in allen vergleichbaren westlichen Ländern rückt die Frage des Extremismus sogar ins Zentrum regierungspolitischen Handelns.

Wie reagiert eine Gesellschaft auf diese Herausforderung? Was lässt sich im Meinungsstreit verhandeln, und wo bedarf es rechtlicher Einschränkungen und politischer Repression? Diese Frage stellt sich im Politischen ebenso wie an der Universität. Im Übrigen kann diese Frage extremistischer politischer Positionen angesichts von Veränderungen im politischen Raum für die Universität selbst von existentieller Bedeutung werden. Es wird sich die Frage nach universitärer Resilienz stellen. Der Abend wird hier kontroverse Fragen ausloten und sich vor allem die Frage stellen, wie die LMU sich dazu verhält.

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