Fünfter Abend | KI, Überwachung, Manipulation – gefährdet Technologie die Demokratie?
Wintersemester 2027/28
Wintersemester 2027/28
KI ist an der LMU sowohl Forschungsgegenstand als auch Forschungstool und didaktisches Hilfsmittel. Zugleich verändert KI viele gesellschaftliche Selbstverständlichkeiten, insbesondere im Hinblick darauf, dass mit dieser Technologie die zuvor unproblematische Zurechnung auf die Genese von Wissen zumindest in Frage gestellt wird. Daraus ergeben sich erhebliche offene Fragen, die unmittelbar ins Zentrum dessen führen, was eine Universität ausmacht.
Denn die universitäre Ausbildung wie auch die Forschungspraxis ist bis heute darauf angewiesen, Wissen Personen zuzurechnen, und zwar eindeutig. Das gilt für Studierende, deren Studienerfolg daran gemessen wird, was sie selbst an Wissen erzeugen bzw. wie sie dieses Wissen anwenden und verarbeiten; das gilt auch für Forschende, deren Karrieren letztlich als eine Art Zurechnungsgeschichte organisiert ist, die sich in Publikationen über die eigene Forschung rekonstruieren lässt.
Die kulturelle Herausforderung, die in der Anwendung von KI steckt, taucht in der LMU als deutliche Infragestellung universitärer Gewohnheiten auf. Dem gilt es sich proaktiv zu stellen.