28 Apr

MZAW-Seminar im SoSe 2026: Hybridität, Kreolisierung: Wege zum Verständnis der Verbreitung von antiken Institutionen und sozialen Praktiken

Termin:

Di.:
dienstags 14-16 Uhr

28. April 2026

Ort:

wird noch bekannt gegeben

Seminar des Gastprofessors für Kulturgeschichte des Altertums Pierre Fröhlich

Das Seminar widmet sich der Frage, wie sich die Institutionen der griechischen Polis über den ägäischen Raum hinaus ausbreiteten. Diese Ausbreitung setzte bereits in der hellenistischen Zeit in großem Umfang ein und erstreckte sich von Kleinasien bis in den Vorderen Orient. Neben den von Herrschern gegründeten Städten wurden zahlreiche Gemeinschaften durch unterschiedliche Mechanismen, die wir untersuchen werden, zu griechisch geprägten Poleis. Auf der Grundlage von Dokumentendossiers werden mehrere Fallbeispiele aus Kleinasien und dem Vorderen Orient vergleichend analysiert.
Der Vergleich soll es ermöglichen, sowohl die allgemeinen Phänomene der Ausbreitung als auch die Besonderheiten jeder Region und jeder einzelnen Stadt zu erfassen. Zugleich geht es darum zu verstehen, wie die einheimischen Gesellschaften – sofern sie nicht dazu gezwungen waren – die Formen der griechischen Polis übernahmen, sie anpassten und mitunter sogar zu ihrer hellenistischen Ausprägung beitrugen. Die Vereinheitlichung stellte im antiken Mittelmeerraum eine Form der Globalisierung dar. Wir werden die Hypothese prüfen, dass kulturelle Hybridisierung einer ihrer Antriebskräfte oder zumindest eines ihrer markanten Merkmale gewesen sein könnte.

Das Seminar richtet sich an Promovierende und fortgeschrittene Studierende aller
altertumswissenschaftlicher Fächer sowie der Politikwissenschaften. Zur Anrechnung des
Seminars wenden Sie sich bitte an die jeweiligen Studiengangskoordinator:innen.

Anmeldung unter mzaw@mzaw.lmu.de