Marianne Pfaffinger

wiss. Mitarbeiterin

el mundo – Nachhaltigkeit in Studium und Lehre

Mein Lebenslauf

Seit 2026 bin ich wissenschaftliche Mitarbeiterin bei el mundo – Nachhaltigkeit in Studium und Lehre an der LMU. Zuvor war ich 16 Jahre in der nachhaltigen Stadtentwicklung tätig und leitete ein Beratungsteam für Dialog und Partizipationsprozesse. Klimaschutz und Klimaanpassung bilden den roten Faden meines beruflichen Weges: vom Biologiestudium an der University of British Columbia in Kanada über den Master in Nachhaltigem Ressourcenmanagement an der TU München bis hin zu Tätigkeiten in Beratung, Bildung und Forschung. Im Zentrum meiner Arbeit steht die Frage, wie wir komplexe Nachhaltigkeitsherausforderungen bedürfnisorientiert, wissenschaftlich fundiert und co-kreativ gemeinsam lösen können – und wie daraus tragfähige, gerechte und wirksame Lösungen entstehen können.

Meine Forschung / Tätigkeit

Aktuell widme ich mich zwei Schwerpunkten: der Klimawandelanpassung in Stadt und Natur. Im Projekt MEDICUS (Anpassungsstrategien an Medizinische Implikationen des Klimawandels für eine Urbane Transformation) entwickeln wir Bildungs- und Handlungsinstrumente, die insbesondere vulnerable Gruppen – etwa ältere Menschen, Schwangere und chronisch Kranke – dabei unterstützen, ihre Gesundheit angesichts zunehmender Hitze, Luftverschmutzung und Pollenbelastung schützen können. Im Projekt KLICKS (Klimawandel und Nachhaltigkeit im Ökosystem Wald) gestalten wir innovative Hochschullehre im und über den Wald im Klimawandel. Gemeinsam mit Studierenden erproben wir neue Formen forschenden und erfahrungsbasierten Lernens im LMU-eigenen Wald bei Landshut. Beide Projekte verbindet der Anspruch, Wissen nicht nur zu vermitteln, sondern gemeinsam zu erzeugen und in konkrete Handlungsfähigkeit zu übersetzen.

Mein Nachhaltigkeitsverständnis

Nachhaltigkeit verstehe ich primär als Gestaltungsaufgabe. Ausgehend von der Brundtland-Definition rückt für mich dabei die Frage in den Mittelpunkt, was ein gutes Leben heute ausmacht und welche Bedürfnisse tatsächlich tragfähig sind. Eine bedürfnisorientierte Perspektive eröffnet die Möglichkeit, Lebensqualität und Gerechtigkeit neu zu denken, anstatt bestehende Muster lediglich effizienter fortzuschreiben.

Zentral ist für mich die Co-Kreation: Nachhaltige Lösungen entstehen dort, wo unterschiedliche Perspektiven zusammenkommen und gemeinsame Lern- und Gestaltungsräume eröffnet werden.

Über ein rein erhaltendes Verständnis hinaus begreife ich Nachhaltigkeit als regenerativen und transformativen Prozess. Viele der heutigen ökologischen und sozialen Bedingungen sind nicht (mehr) erhaltenswert. Entscheidend ist daher, Systeme so weiterzuentwickeln, dass sie ihre Lebensgrundlagen nicht nur sichern, sondern aktiv erneuern und stärken. Konzepte wie Resilienz, Regeneration und planetare Gesundheit bieten hierfür wichtige Bezugspunkte.

Die Natur dient mir in all dem als Inspirationsquelle: Ihre Anpassungsfähigkeit, ihre Vielfalt und ihre zirkulären Prozesse zeigen, wie Stabilität und Wandel zusammenwirken können. Diese Prinzipien in gesellschaftliche Gestaltungsprozesse zu übersetzen, ist für mich ein zentraler Ansatzpunkt nachhaltiger Entwicklung.

Sprechen Sie mich gerne an,...

… wenn Sie perspektivwechselnde und partizipative Formate entwickeln und einsetzen wollen.