Gender und Diversity als Forschungsgegenstand

Gender- & Diversitätsaspekte sind Forschungsgegenstand verschiedener Disziplinen. Die Untersuchung der Diversity-Dimensionen trägt zu einer reflektierten und informierten Auseinandersetzung mit Vielfalt bei.

Die aktuelle Forschung zum Thema Gender und Vielfalt baut auf Forschungsgebieten und -programmen zahlreicher Disziplinen auf. Sie umfasst jahrzehntelange empirische und theoretische Arbeiten, die sich mit kultureller und sozialer Herkunft, Geschlecht und Sexualität, Alter, Beeinträchtigung oder Diskriminierung und Ungleichheit auseinandersetzen.

Earth and Environment

Die Geschichte der Geowissenschaften ist weitgehend als eine Geschichte männlicher Wissenschaftler interpretiert worden, aber die Einbeziehung ihres sozialen Rahmens in die historische Forschung macht deutlich, wie Frauen in verschiedenen Rollen an der Geschichte der Geowissenschaften teilgenommen und sie geprägt haben.

Der Beginn der geologischen Forschung im modernen Sinne fällt in die Zeit um 1800. In Deutschland schlossen die frühe Professionalisierung der Geologie und ein starres weibliches Geschlechtermodell die Mitarbeit von Frauen faktisch aus, während in der weitgehend nicht-professionellen Kultur der Naturwissenschaften im Vereinigten Königreich Frauen ein fester Bestandteil der Infrastruktur der britischen Geologie waren, indem sie als Assistentinnen, Sekretärinnen, Sammlerinnen, Malerinnen und Feldgeologinnen den führenden Köpfen der geologischen Wissenschaften zur Seite standen und so deren Arbeit ergänzten und prägten.

Probleme ergaben sich jedoch dort, wo Frauen danach strebten, als unabhängige Geologinnen an eigenen Forschungsprogrammen zu arbeiten. Auch der Zugang zu einer umfassenden geologischen Ausbildung über Universitäten, öffentliche Bibliotheken oder die Mitgliedschaft in wissenschaftlichen Gesellschaften war diesen Frauen weitgehend verwehrt, was zu erheblichen Frustrationen führte.

Die zunehmende Professionalisierung der Geologie machte die weiblichen Hilfskräfte der vorangegangenen Jahrzehnte schließlich überflüssig, und als in den späten 1870er Jahren das Universitätsstudium für Frauen geöffnet wurde, wurden Geowissenschaftlerinnen als unwillkommene Konkurrentinnen wahrgenommen. Antidiskriminierungsgesetze im Gefolge des Ersten Weltkriegs zwangen die Konservativen in der Geologischen Gesellschaft schließlich dazu, weibliche Stipendiaten zuzulassen.

Veranstaltungsdetails:

Referentin:
PD Dr. Martina Kölbl-Ebert
24.06.2022,
14:00 - 15:30 Uhr
Luisenstraße 37, Hörsaal C106
Fakultät für Geowissenschaften

Zeit und Ort:
24.06.2022,
14:00 - 15:30 Uhr
Luisenstraße 37, Hörsaal C106

Anmeldung:
Eine Voranmeldung ist nicht erforderlich.

Weitere Angaben:
Zielgruppe: LMU-Community und breite Öffentlichkeit
Format: Vortrag mit Diskussionsrunde
Sprache: Englisch
Größe: max. 190 Personen
weitere Informationen

Languages and Cultures

Seit dem 18. Jahrhundert spielt die Empathie im Theater eine zentrale Rolle. Dank der Empathie entwickelte sich das Theater zu einer Erziehungsinstitution, die in der Lage war, eine neue und liberale Gesellschaftsordnung zu etablieren. In der (Literatur-)Theorie und in den Worten Schillers versprach es, "Menschen aus allen Kreisen, Zonen und Ständen" zu "einer einzigen Familie" zu vereinen. Da sich der Theateralltag als sehr viel komplexer erweist, ist die Frage, wie sich das Publikum zu Aufführungen verhält, ein interessantes Thema. Empathie bietet in dieser Hinsicht den moralischen Sinn, um das Versprechen einer vielfältigen Gesellschaft zu erfüllen.

Veranstaltungsdetails:

Referentinnen und Referenten:
Prof. Matthew Reason (York)
Kirsty Sedgman (Bristol)
Ulf Otto (LMU)

Zeit und Ort:
16.05.2022
18:30 Uhr
Hybride Veranstaltung


Anmeldung:
Mehr Informationen zur Veranstaltung können Sie der Webseite des CAS entnehmen.

Weitere Angaben:
Zielgruppe: LMU-Community, interessierte Öffentlichkeit
Format: Podiumsdiskussion
Sprache: Englisch
weitere Informationen

Im Mittelpunkt der Veranstaltung steht die kulturelle Vielfalt im Niltal (Sudan und Ägypten) in Vergangenheit und Gegenwart. Sie umfasst drei Kurzvorträge, an die sich eine interaktive Diskussion anschließt.

Sie beginnt mit einem Überblick über die Ziele und Methoden des ERC-Projekts DiverseNile und beschreibt den diversitätssensiblen Ansatz dieses archäologischen Projekts im modernen Sudan.

Im zweiten Teil der Veranstaltung wird aufgezeigt, wie postkoloniale Ansätze zur Vergangenheit uns helfen, Akteure einzubeziehen, die traditionell aus den historischen Erzählungen über das alte Ägypten und Nubien ausgeklammert wurden, und es werden die Vorteile der Einbeziehung solcher Akteure in Erzählungen über eine vielfältigere und interessantere Vergangenheit diskutiert.

Im dritten Teil der Veranstaltung werden Fallstudien aus der modernen Popkultur vorgestellt, die sich auf vergangene Nilkulturen beziehen. Ziel ist es zu zeigen, wie die Erforschung der Rezeption des alten Ägypten koloniale Strukturen aufdecken und damit eine vielfältigere, interkulturelle Forschungsgemeinschaft fördern kann.

Veranstaltungsdetails:

Referentinnen und Referenten:
Prof. Dr. Julia Budka
Patrizia Heindl
Rennan Lemos
Fakultät für Kulturwissenschaften

Zeit und Ort:
23.05.2022
14:00 bis 16:00 Uhr
Online via Zoom

Anmeldung:
Zur Anmeldung

Weitere Angaben:
Zielgruppe: LMU-Community
Format: Vortrag mit interaktiven Diskussion
Sprache: Englisch
Größe: max. 100 Personen
weitere Informationen

Die Veranstaltung beschäftigt sich mit dem Thema „Sprachliche und kulturelle Diversität“ aus verschiedenen Blickwinkeln und gibt Einblicke in Forschungsprojekte, die am Institut für Deutsch als Fremdsprache sowie der internationalen Forschungsstelle für Mehrsprachigkeit angesiedelt sind. Hier werden Themen wie Migration und Integration von Geflüchteten, Spracherwerb und Sprachvergessen in der Migrationssituation und der wechselseitige Einfluss von Sprachen ebenso beleuchtet wie Sprachbiographien mehrsprachiger Sprecher*innen und das Schreiben in mehreren Sprachen. Weiter wird anhand von Beispielen aus den Projekten gezeigt, wie Migrant*innen mit sprachlicher und kultureller Diversität im Alltag umgehen und wie dies zu ihrer Identitätsbildung beiträgt.

Abgerundet wird die Veranstaltung durch eine Podiumsdiskussion mit Vertreter*innen aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik zum Thema „Sprachliche und kulturelle Diversität als Motor für gesellschaftlichen Wandel".

Programm

17:00-17:20 Uhr
Eröffnungvortrag
Prof. Dr. Claudia M. Riehl

17:20-18:30 Uhr
Informationsstände im Lichthof

Podiumsdiskussion ·

Veranstaltungsdetails:

Referentinnen und Referenten:
Prof. Dr. Claudia M. Riehl
Dr. Anne Harr
Dr. Nikolas Koch
Johanna Holzer
Fakultät für Sprach- und Literaturwissenschaften

Zeit und Ort:

02.06.2022,
17:00-19:30 Uhr
Hauptgebäude, Lichthof,
Kleine Aula

Anmeldung:
Eine Anmeldung ist erforderlich. Bitte melden Sie sich per E-Mail an.

Weitere Angaben:

Zielgruppe: LMU-Community und breite Öffentlichkeit
Format: Vorlesung, Podiumsdiskussion, Praxisbeispiele, Ausstellung
Sprache: Deutsch
Größe: max. 150 Personen
weitere Informationen

Wissenschaftler*innen wie wissenschaftsunterstützendes Personal der LMU machen bei der internationalen Kooperation und Teamarbeit bisweilen die Erfahrung, dass Begegnungen und Prozesse hier manchmal "anders" verlaufen. Dies beinhaltet Konfliktpotentiale und kann die Zusammenarbeit problematisch gestalten.

Das interkulturelle Trainingsangebot bietet der genannten Zielgruppe deswegen die Möglichkeit zur Schärfung der eigenen interkulturellen Kompetenz. Denn je besser wir andere - und vor allem uns selbst - bei der interkulturellen Kommunikation verstehen, desto stressfreier und souveräner können wir handeln.

Zur Umsetzung arbeiten wir alltagsnah an typischen Herausforderungen interkultureller Begegnung. Zu den Themen zählen z.B. Kultur, interkulturelle Kommunikation, Umgang mit Fremdheit und Stereotype. Neben inhaltlichen Inputs besprechen wir Praxisbeispiele (Fallstudien, Videoanalysen), führen wir Transferübungen durch (z.B. Interaktionsübungen, Gruppendiskussionen) und stellen vor allem aber auch die Fragen und den Austausch der Teilnehmenden selbst ins Zentrum.

Veranstaltungsdetails:

Referent:
Dr. Gregor Sterzenbach
Fakultät für Kulturwissenschaften

Zeit und Ort:

03.06.2022,
09:00-15:30 Uhr,
Geschwister-Scholl-Platz 1, Raum B011

Anmeldung:
Eine Anmeldung ist erforderlich. Hier gelangen Sie zum Anmeldeformular.

Weitere Angaben:

Zielgruppe: Beschäftigte der LMU
Format: Seminar
Sprache: Deutsch
Größe: max. 16 Personen
weitere Informationen

Die Gender-Theorie sei eine Ideologie, die den Unterschied in der Natur eines Mannes und einer Frau leugne, eine Gesellschaft ohne geschlechtliche Unterschiede vorsehe und somit die anthropologische Grundlage der Familie eliminiere, so hat der Vatikan verlautbaren lassen.

Für einen großen Teil unserer Gesellschaft jedoch ist Kritik an traditionellen Geschlechterrollen und ein stärkeres Bewusstsein für Geschlechterfragen jenseits des rein biologischen Geschlechts längst Teil ihrer Lebenswirklichkeit. Wenn daher von einer wechselhaften Mode gesprochen und dabei suggeriert wird, geschlechtliche Identitäten seien lediglich Verkleidungen, die man beliebig wechseln könne, verkehrt das die Realität ganz offensichtlich.

Warum tun sich Teile der Kirche so schwer mit einer neuen gesellschaftlichen Sensibilität? Kennt sie nicht vielmehr eine Tradition, die das Menschsein des Menschen betont? Wie passen der Kampf für das binäre System und klare Geschlechtertypen dazu, dass gerade für kirchliche Verantwortungsträger das Ideal der Jungfräulichkeit und feminin anmutende antike Mode in der Liturgie prägend sind?

Wir laden herzlich zu den Vorträgen und zur Diskussion ein!

Veranstaltungsdetails:

Referentinnen und Referenten:
Prof. Dr. Barbara Vinken, Professorin für Allgemeine Literaturwissenschaft und Romanische Philologie an der LMU München
Prof. Dr. Hans-Joachim Sander, Professor für Dogmatik an der Universität Salzburg
Prof. Dr. Thomas Schärtl-Trendel, Lehrstuhl fürFundamentaltheologie an der Katholisch-Theologischen Fakultät der LMU
Prof. Dr. Christof Breitsameter, Lehrstuhl fürMoraltheologie an der Katholisch-Theologischen Fakultät
Katholisch-Theologische Fakultät

Zeit und Ort:

13.06.2022
17:00 - 19:00 Uhr
Katholische Akademie in Bayern

Anmeldung:
Es werden ausschließlich namentliche Anmeldungen über der Webseite oder per eMail unter anmeldung@kath-akademie-bayern.de angenommen.
Anmeldeschluss: Donnerstag, 9. Juni 2022
Die Anmeldung ist verbindlich und gilt als akzeptiert, wenn unsererseits keine Absage erfolgt. Bei Anmeldung, aber kurzfristiger Verhinderung bitten wir Sie um Mitteilung.

Livestream:
Die Veranstaltung wird auch per Livestream übertragen. Die Einwahldaten mit dem Link finden Sie auf dieser Webseite.

Weitere Angaben:

Zielgruppe: Studierende und Beschäftigte
Format: Vorträge und Diskussionsrunde
Sprache: Deutsch
Größe: Begrenzte Personenanzahl. Die verfügbaren Plätze werden in der Reihenfolge der eingehenden Anmeldungen vergeben.
weitere Informationen

Die ca. 7,000 Sprachen unseres Planeten unterschieden sich erheblich in ihren grammatischen Strukturen. Trotz dieser unbestreitbaren Diversität ist die Sprachwissenschaft seit Langem auch von dem Ziel angetrieben, Gemeinsamkeiten aller Sprachen (sogenannte Universalien) zu beschreiben. Hinzu kommt das Bemühen, nicht nur der weltweiten sprachlichen Vielfalt gerecht zu werden, sondern auch der reichen Variation innerhalb von Sprachen, also den Dialekten, Akzenten, Gruppensprachen usw. In dieser Hinsicht gehört das Englische zu den besterforschten Sprachen der Welt.

In den letzten 20 Jahren hat die Entwicklung elektronischer Ressourcen dazu beigetragen, beide Fragestellungen anhand großer linguistisch und soziologisch aufbereiteter Datenmengen besser zu beleuchten.

In unserer interaktiven Veranstaltung wollen wir Besucherinnen und Besuchern Einblicke in die Erforschung sprachlicher Diversität, insbesondere im Bezug auf das Englische, geben und ihnen die Möglichkeit bieten, mit Hilfe verschiedener Datenbanken, Korpora und elektronischer Tools selbst die Diversität und Universalität in den Sprachen der Welt einerseits und in der Weltsprache Englisch andererseits zu erkunden.
Zudem werden wir anhand neuerer Theorien zeigen, wie bestimmte Sprachkontaktszenarien nicht nur zum Aussterben oder zur Verdrängung bestimmter (kleinerer) Sprachen führen können, sondern wie gerade soziale Diversität und Multilingualität die Entstehung neuer Varietäten und Sprachen und somit auch von Kulturräumen hervorrufen.

Veranstaltungsdetails:

Referentinnen und Referenten:
Prof. Dr. Stephanie Hackert
Prof. Dr. Ursula Lenker
Prof. Dr. Hans-Jörg Schmid
Elisabeth Huber
Melanie Keller
Catherine Laliberté
Diana Wengler
Quirin Würschinger
Carolin Harthan
PD Dr. Christine Elsweiler
Fakultät für Sprach- und Literaturwissenschaften

Zeit und Ort:

23.06.2022,
12:00-16:00 Uhr,
Geschwister-Scholl-Platz 1, Kleine Aula

Anmeldung zur Präsenz-Teilnahme:
Bitte melden Sie bis spätestens 20. Juni 2022, falls Sie in Präsenz an der Veranstaltung teilnehmen möchten. Die Zahl der Teilnehmer ist begrenzt.
Zum Anmeldeformular

Anmeldung zur Livestream-Teilnahme
Sollten Sie das Event per Stream verfolgen wollen, können Sie sich bis 21. Juni 2022 anmelden.
Link folgt.

Weitere Angaben:
Zielgruppe: LMU-Community
Format: Vorträge mit Praxixbeispiele
Eventart: Präsenz/Livestream (hybrid)
Sprache: Deutsch/Englisch
Größe: max. 120 Personen

Über viele Jahrhunderte sprach die überwiegende Mehrheit der Juden Arabisch und lebte unter muslimischer Herrschaft. Die in der Moderne einsetzende demographische Verschiebung zugunsten der in Europa lebenden Juden und die ambivalente Haltung des modernen Europa gegenüber dem Islam - ausgrenzend und romantisierend zugleich - führte auch in der Wissenschaft zu einer polaren Bewertung der historischen Beziehungen, welche zwischen Juden und Muslimen durch gemeinsam geteilte kulturelle Kontexte gewachsen waren.

Die Veranstaltung soll den Blick bewusster auf diverse Dimensionen jüdisch-arabischer Transkulturalität, hier verstanden als ein Prozess spannungsgeladener, sich gegenseitig überlagernder Transaktionen, als Entstehungsbedingungen für die Herausbildung von verflochtenen Wissenskulturen und Sprachkulturen bis hin zu Feindschaftskulturen richten.

Veranstaltungsdetails:

Referentinnen und Referenten:
Teresa Bernheimer
Nathan Gibson
Fabio Ioppolo
Friederike Schmidt
Sophia Schmitt
Gregor Schwarb
Ronny Vollandt
Fakultät für Kulturwissenschaften

Zeit und Ort:

30.06.2022
18:00 - 20:00 Uhr
Geschwister-Scholl-Platz 1,
80539 München, Raum M101

Anmeldung:
keine Anmeldung erforderlich.

Weitere Angaben:

Zielgruppe: LMU-Community, interessierte Öffentlichkeit
Format: Vortrag mit Diskussionsrunde
Sprache: Deutsch
Größe: max. 50

Systems and Communities

Das Medizinrecht ist ein vergleichsweise modernes und neues Rechtsgebiet. Es hat sich erst seit den sechziger und siebziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts bis hin zum noch relativ neuen „Fachanwalt für Medizinrecht“ etabliert und spiegelt die ständig wachsende soziale und ökonomische Bedeutung seines Gegenstandes wider. Thematisch umfasst es im weitesten Sinne die Rechtsregeln, die sich auf die Ausübung der Heilkunde beziehen, namentlich das Arztrecht, das Arzneimittelrecht, das Medizinprodukterecht, das Transplantations- und Transfusionsrecht sowie das Recht der medizinischen Forschung. Erfasst sind weiter das Medizinstrafrecht sowie die öffentlich-rechtlichen Bestandteile des Medizinrechts bzw. des Gesundheitsrechts unter Einbeziehung des nicht nur rechtspraktisch besonders wichtigen Bereichs des Rechts der gesetzlichen Krankenversicherung sowie der Pflegeversicherung und des Lebensmittelrechts.

Veranstaltungsdetails:

Referent:
Prof. Dr. Andreas Spickhoff
Juristische Fakultät

Zeit und Ort:

25.04.2022 bis 25.07.2022 (wochentlich),
14:00 bis 16:00 c.t.
Geschwister-Scholl-Platz 1, (A) - A 120

Anmeldung:
Die Vorlesung kann von allen Studierenden der LMU besucht werden, es ist keine Anmeldung vorgesehen. Vorkenntnisse sind hilfreich.

Weitere Angaben:

Zielgruppe: Studierende
Format: Vorlesung
Sprache: Deutsch
Größe: max. 120 Personen
weitere Informationen



Der Anteil von Frauen in Führungspositionen ist in der EU gering und hat sich nur leicht von knapp unter 30 % im Jahr 2002 auf 34 % im Jahr 2021 erhöht. Folglich beobachten wir erhebliche Anstrengungen in Politik und Organisationen, um den Anteil weiblicher Führungskräfte zu erhöhen, was die Bedeutung des Verständnisses möglicher Unterschiede zwischen weiblichen und männlichen Führungskräften erhöht.

Mehrere Studien deuten darauf hin, dass sich weibliche Vorgesetzte von männlichen Vorgesetzten in Bezug auf Persönlichkeit, Einstellungen und Verhalten unterscheiden. In unserer Studie befassen wir uns mit diesem Thema, indem wir die Beziehung zwischen weiblichen (und männlichen) Vorgesetzten, Personalmanagementpraktiken und dem Engagement der Mitarbeiter für das Unternehmen untersuchen.

Wir stützen unsere Untersuchung auf Führungstheorien und die Theorie des sozialen Austauschs. Wir testen unsere theoretischen Vorhersagen auf der Grundlage von drei Wellen des deutschen Linked Personnel Panel (LPP).

Die Veranstaltung besteht aus drei Teilen: Wir eröffnen die Veranstaltung mit einer Diskussion über die Gleichstellung der Geschlechter. Zweitens stellen wir unser theoretisches Modell vor und wenden es auf unsere Forschungsfrage an. Drittens diskutieren wir die Relevanz und die Implikationen der wichtigsten Ergebnisse mit Hilfe von interaktiven Elementen (offene Diskussion).

Veranstaltungsdetails:

Referentin und Referent:
Lena Göbel
Steffen Burkert
Fakultät für Betriebswirtschaft

Zeit und Ort:

03.06.2022,
17:00-18:00 Uhr
Online über Zoom

Anmeldung:
Zur Anmeldung


Weitere Angaben:

Zielgruppe: LMU-Community
Format: Vortrag mit Diskussionsrunde
Sprache: Deutsch
Größe: max. 50 Personen
weitere Informationen

Die Internationale Arbeitsorganisation (IAO) ist eine Sonderorganisation der Vereinten Nationen. Um soziale Gerechtigkeit und menschenwürdige Arbeitsbedingungen für alle zu schaffen, erarbeitet die Organisation internationale Arbeits- und Sozialstandards. Im Rahmen ihrer Arbeit engagiert sie sich insbesondere für einen gleichberechtigten Zugang von Frauen zu Arbeit und für ein umfassendes Verbot von Diskriminierungen in Beschäftigung und Beruf.

Der Vortrag gibt einen Überblick über die Arbeitsweise der IAO und geht näher ein auf ihre Normsetzung zur Förderung einer gleichberechtigten Teilnahme von Frauen am Erwerbsleben. Seit den Anfängen in den 1920er Jahren bis in die heutige Zeit diskutieren die Beteiligten wiederholt die Frage, ob sich Gleichberechtigung wirksamer über Gleichbehandlung oder spezifische Schutzmaßnahmen erreichen lässt. Die einzelnen IAO-Übereinkommen mit Bezug zur Geschlechtergerechtigkeit spiegeln diese unterschiedlichen Ansätze wider.

Eine anschließende Diskussion bietet den Teilnehmer:innen die Möglichkeit, eigene Erfahrungen einzubringen und sich über aktuelle sowie mögliche künftige Entwicklungen im Bereich der Geschlechtergerechtigkeit in der Arbeitswelt auszutauschen.
Mögliche Leitfragen: Wo besteht (besonders großer) Handlungsbedarf, um Diskriminierungen in der Arbeitswelt entgegenzuwirken?, wie können Menschen effektiv vor Belästigungen und Gewalt am Arbeitsplatz geschützt werden?, welche rechtlichen Instrumente sind hierbei denkbar?

Veranstaltungsdetails:

Referentinnen:
Anna Kuhn
Monika Flößer
Zentrum für Arbeitsbeziehungen und Arbeitsrecht (ZAAR)

Zeit und Ort:

30.06.2022,18:00 Uhr c.t.
Zentrums für Arbeitsbeziehungen und Arbeitsrecht (ZAAR),
Destouchesstraße 68, Seminarraum

Anmeldung:
Anmeldung bis 22.06.2022 per E-Mail.

Weitere Angaben:

Zielgruppe: Studierende
Format: Vortrag mit Diskussionsrunde
Sprache: Deutsch
Größe: max. 30 Personen
weitere Informationen

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