Weitere Auszeichnungen

Order of Newfoundland and Labrador für Donald B. Dingwell

Professor Donald Bruce Dingwell, Lehrstuhlinhaber für Mineralogie und Petrologie und Direktor am Department für Geo- und Umweltwissenschaften der LMU, hat mit dem Order of Newfoundland and Labrador die höchste Auszeichnung der kanadischen Provinz erhalten. Professor Dingwell stammt selbst von dort und absolvierte an der dortigen Memorial University 1980 sein Bachelorstudium in Geophysik/Geologie.

Als Mitglied des Ordens zählt Dingwell zu den bisher rund 120 mit dieser Ehrung ausgezeichneten Neufundländern. Die Verleihung fand in St. John's, der Hauptstadt der Provinz Neufundland und Labrador, statt. Dort nahm Donald Bruce Dingwell den Orden aus der Hand der Lieutenant-Gouverneurin im Government House entgegen.

Julian Stingele erhält hoch dotiertes Scholarship der Vallee Foundation

Die Vallee Foundation hat Professor Julian Stingele vom LMU-Genzentrum ein Scholarship zugesprochen. Für die nächsten vier Jahre erhält er nun 340.000 Dollar für seine Forschung.

LMU-Mediziner Schulze in Leopoldina aufgenommen

Prof. Thomas Schulze

© Klinikum der LMU München

Professor Thomas G. Schulze, Direktor des Instituts für Psychiatrische Phänomik und Genomik am LMU Klinikum, wurde in die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina gewählt. Die Aufnahme in die Akademie stellt eine der höchsten Ehrungen für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler im deutschsprachigen Raum dar.

Die Leopoldina wurde 1652 gegründet und zählt heute mehr als 1.600 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zu ihren Mitgliedern. Als Nationale Akademie der Wissenschaften gehört zu ihren Aufgaben insbesondere die Vertretung der deutschen Wissenschaft im Ausland sowie die Beratung von Politik und Öffentlichkeit.

Thomas G. Schulze ist Inhaber des Lehrstuhls für Psychiatrische Phänomik und Genomik an der LMU. Der Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie widmet sich insbesondere den Wechselwirkungen zwischen Genen und Umwelt bei psychischen Erkrankungen wie der bipolaren (manisch-depressiven) Erkrankung, der Schizophrenie und der Depression. Thomas G. Schulze wird der Sektion Neurowissenschaften angehören.

Bundesverdienstkreuz für Jürgen Soll

Links steht Prof. Soll mit Maske und Verdienstkreuz links und rechts Minister Sibler mit Urkunde im Flur des Wissenschaftsministeriums

Wissenschaftsminister Bernd Sibler (rechts) und Professor Jürgen Soll bei der Verleihung des Verdienstkreuzes

StmWK

Jürgen Soll, emeritierter Ordinarius für Biochemie und Physiologie der Pflanzen an der LMU, ist mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande geehrt worden.
Der Bayerische Staatsminister für Wissenschaft und Kunst, Bernd Sibler, händigte Professor Soll den Orden am Dienstag in München aus. Gewürdigt wird damit Solls bürgerschaftliches Engagement und sein herausragender Einsatz für das Gemeinwohl. In der Laudatio hieß es, Professor Soll habe sich neben jahrzehntelanger wissenschaftlicher Exzellenz als international führender Molekularbiologe auch durch gesellschaftliches Verantwortungsbewusstsein ausgezeichnet.

Soll, der seit 2004 auch Träger des Leibniz-Preises ist, war von 2001 bis 2019 Inhaber des Lehrstuhls für Biochemie und Physiologie der Pflanzen der LMU. Über drei Jahrzehnte hinweg erforschte er Bildung und Funktion der Chloroplasten. Sein wissenschaftliches Werk lieferte fundamentale Erkenntnisse über die Funktion lebender Zellen, die für den Aufbau von Pflanzen und die Entstehung der grünen Zellorganellen entscheidend sind, und fand Einzug in Lehrbücher. „Unser heutiges Verständnis”, so Wissenschaftsminister Sibler, „über die molekularen Mechanismen zum Aufbau wie zum Erhalt der pflanzlichen Photosynthese-Maschine und zum Stofftransport in der Zelle geht maßgeblich auf Ihre wegweisenden Arbeiten zurück.”

„Das Bundesverdienstkreuz stellt eine hohe Anerkennung meiner Arbeit dar, über die ich mich sehr freue. Ich bedanke mich besonders bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die mir geholfen haben, meine Ideen umzusetzen“, freute sich Jürgen Soll.

Neben seinen wissenschaftlichen Tätigkeiten setzte er sich in Deutschland und international für die Pflanzenwissenschaften ein. Mehr als 60 Promotionen wurden unter seiner Leitung abgeschlossen, zahlreiche Postdoktorandinnen und -doktoranden von ihm ausgebildet. Darüber hinaus hatte Soll maßgeblichen Anteil an der Entwicklung der Fakultät für Biologie an der LMU. So hatte er als Baubeauftragter der Fakultät maßgeblichen Anteil an der Konzeption und Gestaltung des Neubaus. „Sie haben sich in beispielhafter Weise um Wissenschaft und Forschung und um die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses verdient gemacht”, betonte Bernd Sibler in seiner Laudatio, „und zur internationalen Sichtbarkeit des Forschungsstandortes Deutschland und Bayern beigetragen.“



RKI – Sebastian Suerbaum erneut Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirats

Professor Suerbaum blick in die Kamera und hat den linken Arm auf der Stuhllehne

© scienceRELATIONS

Professor Sebastian Suerbaum vom Max von Pettenkofer-Institut der LMU steht für weitere vier Jahre dem Wissenschaftlichen Beirat des Robert-Koch-Instituts (RKI) vor.

„Ich freue mich sehr, dass ich meine Expertise im Bereich der Infektionsmedizin auch weiterhin im Wissenschaftlichen Beirat einbringen und vertreten kann“, freut sich der Inhaber des Lehrstuhls für Medizinische Mikrobiologie und Krankenhaushygiene am Max von Pettenkofer-Institut, wo sich seine Arbeitsgruppe mit der Pathogenese, Evolution und Epidemiologie von Infektionen des Gastrointestinaltrakts sowie Verbesserungen der Diagnose, Therapie und Prophylaxe dieser Infektionen befasst.

Die 15 Mitglieder des Wissenschaftlichen Beirats, zu denen auch Professor Eva Annette Rehfuess vom Lehrstuhl für Public Health und Versorgungsforschung der LMU gehört, beraten die Institutsleitung des RKI etwa bei der Entwicklung von mittel- und langfristigen Zielen, nehmen zur fachlichen und wissenschaftlichen Leistung des Instituts Stellung oder evaluieren die Arbeit von Arbeitsgruppen und Abteilungen. „Tatsächlich beraten wir vor allem wissenschaftlich“, erläutert Professor Suerbaum. „Beratung zu ganz konkreten Maßnahmen beim Umgang etwa mit der Corona-Pandemie gehört nicht zu unseren Aufgaben“, präzisiert der Facharzt für Mikrobiologie, Virologie und Infektionsepidemiologie.

„Die Tätigkeit ist sehr spannend und man lernt viel dazu. Besonders der intensive Austausch mit den anderen Mitgliedern, die aus anderen Kliniken beziehungsweise klinisch-theoretischen Einrichtungen kommen, ist sehr fruchtbringend und vor allem vertrauensvoll“, so Suerbaum. Als Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirats eines Ressortforschungsinstituts des Bundes wie dem RKI gehört Suerbaum automatisch auch dem Gemeinsamen Wissenschaftlichen Beirat des Bundesgesundheitsministeriums als Mitglied an. Hier schätzt er vor allem die Möglichkeit der direkten Beratung der Politik. „Man kann so Themen platzieren, was über die eigenen Institutsgrenzen hinaus natürlich sehr wichtig ist“, sagt Sebastian Suerbaum.



Donald Dingwell zum Mitglied der Royal Society und Beirats-Vorsitzenden am GFZ Potsdam gewählt

Donald Bruce Dingwell, Lehrstuhlinhaber für Mineralogie und Petrologie und Direktor am Department für Geo- und Umweltwissenschaften der LMU, ist für seine herausragenden wissenschaftlichen Leistungen in die Royal Society als Mitglied aufgenommen worden. Jedes Jahr nimmt die Royal Society, die Nationale Akademie der Naturwissenschaften im Vereinigten Königreich, bis zu 52 Fellows und bis zu zehn auswärtige Mitglieder auf. Aktuell hat die Royal Society rund 1.700 Mitglieder.

Zudem ist der LMU-Professor zum Vorsitzenden des wissenschaftlichen Beirats am GeoForschungsZentrum (GFZ) Potsdam gewählt worden.

Monika Führer mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet

Professorin Monika Führer hält das Bundesverdienstkreuz im geöffneten Etui

Seit fast zwei Jahrzehnten engagiert sich Professorin Monika Führer für die Kinderpalliativmedizin. So hat sie etwa das Zentrum für Kinderpalliativmedizin am LMU Klinkum München mit aufgebaut.

Für ihr unermüdliches Engagement für schwerstkranke und sterbende Kinder ist Monika Führer nun mit dem Verdienstkreuz 1. Klasse der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet worden.

Editors’ Award für Tijana Janjic-Pfander

Die Royal Meteorological Society zeichnet die LMU-Mathematikerin Dr. Tijana Janjic-Pfander mit dem „Quarterly Journal of the Royal Meteorological Society Editors’ Award” aus. Tijana Janjic-Pfander ist Expertin für Datenassimilation am Lehrstuhl für Theoretische Meteorologie der LMU. Sie ist unter anderem Leiterin des Projekts „New data assimilation approaches to better predict tropical convection“ im DFG-Sonderforschungsbereich „Waves to Weather“. Mit ihrer Forschung und ihrer Tätigkeit als Associate Editor des Quarterly Journals trägt sie dazu bei, Wettervorhersagen und Unwetter-Warnungen zu verbessern.

Thüringer Forschungspreis 2021 an Stephan Lessenich verliehen

Professor Stephan Lessenich, Inhaber des Lehrstuhls Politische Soziologie sozialer Ungleichheit am Institut für Soziologie der LMU, wurde zusammen mit Professor Klaus Dörre und Professor Hartmut Rosa (beide Friedrich-Schiller-Universität Jena) der Forschungspreis des Freistaats Thüringen 2021 verliehen. Die mit 25.000 Euro dotierte Auszeichnung wurde den Soziologen in der Kategorie Grundlagenforschung für die Forschungen im Kontext der DFG-Kollegforschungsgruppe "Postwachstumsgesellschaften" (2011-2019) verliehen. Die Forschungsleistung des Kollegs bestehe darin, die sozialen Mechanismen eines „Immer mehr und nie genug“ systematisch untersucht zu haben.

Mit dem Thüringer Forschungspreis ehrt Thüringen jährlich wissenschaftliche Leistungen an Thüringer Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen.

Christoph Reichel erhält den Fritz-Acker-Stiftungspreis

Professor Christoph Reichel ist mit dem Stiftungspreis 2020 der Fritz-Acker-Stiftung im Fachbereich Onkologie für seine umfangreichen wissenschaftlichen Arbeiten auf dem Gebiet der Immunologie und Tumorimmunologie ausgezeichnet worden. Diese führt er unter anderem im Rahmen des Sonderforschungsbereiches 914 „Trafficking of Immune Cells in Inflammation, Development, and Disease“ der Deutschen Forschungsgemeinschaft durch.

Reichel ist Oberarzt an der Klinik und Poliklinik für Hals- Nasen-Ohrenheilkunde der LMU und koordiniert dort die interdisziplinäre Kopf-Hals-Tumorkonferenz sowie von HNO-Seite das Kopf-Hals-Tumorzentrum des Comprehensive Cancer Centers. Der stolze Preisträger erklärt: „Meine Untersuchungen im Bereich der Immunologie ermöglichen ein besseres Verständnis pathophysiologischer Zusammenhänge bislang unzureichend behandelbarer Krankheiten. Auf Grundlage dieser Ergebnisse werden derzeit neuartige Therapiestrategien für Patientinnen mit Krebs-, Infektions- und Herz-Kreislauferkrankungen entwickelt“.

Peter Adamson erhält den Schelling-Preis 2020 der Bayerischen Akademie der Wissenschaften

Der wichtigste Wissenschaftspreis der BAdW, der mit 25.000 Euro dotierte Schelling-Preis, wurde 2020 an den Philosophiehistoriker Peter Adamson verliehen. Adamson ist Professor für spätantike und arabische Philosophie an der LMU und hat zugleich eine Teilprofessur am King’s College London inne. Mit seinen eindrucksvollen Arbeiten, die von Monographien bis hin zu einem Podcast reichen, erweitert er das Spektrum der Forschungen zur islamischen Welt markant. Adamsons wissenschaftliche Herangehensweise zeichnet sich aus durch intellektuelle Neugier auf alle Texte und Autorinnen und Autoren jeglicher Herkunft. Seine Forschungen zeigen, dass es philosophisches Denken überall auf der Welt gab und gibt.

Adamson ist stolz auf die Auszeichnung: „Ich habe mich natürlich sehr über diese Anerkennung gefreut, hoffe aber vor allem, dass diese auf Themen in der islamischen, und im Allgemeinen globalen, Philosophie aufmerksam macht. Es ist sehr willkommen, dass die Akademie Forschung auf diesem Gebiet würdigt."

PHOENIX Pharmazie Wissenschaftspreis 2020 für Olivia Merkel

Professorin Olivia Merkel hat den mit 40.000 Euro dotierten PHOENIX Pharmazie Wissenschaftspreis 2020 im Fach Pharmazeutische Technologie für ihre Publikation Coming in and Finding Out: Blending Receptor-Targeted Delivery and Efficient Endosomal Escape in a Novel Bio-Responsive siRNA Delivery System for Gene Knockdown in Pulmonary T Cells gewonnen.

In der prämierten Arbeit werden therapeutische Ansätze für die RNA-Interferenz (RNAi) beschrieben, welche das Potenzial zur selektiven Stilllegung von krankheitsverbundenen Genen in bestimmten Zelltypen bietet. Das Forschungsteam entwickelte dafür ein neuartiges verbessertes siRNA-Delivery-System.

Merkel freut sich sehr über die Auszeichnung und beschreibt die Bedeutung ihrer Forschung folgendermaßen: „Unsere Arbeiten ermöglichen bessere T-Zell-Therapien und flexibleres T-Zell-Engineering. Die pulmonale Verabreichung von siRNA ist aber gerade auch in der aktuellen Pandemie ein wichtiger Ansatzpunkt in der Entwicklung von Therapeutika."

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