Weitere Auszeichnungen

LMU-Forschende gewinnen Lilly Quality of Life Preis

Dr. Manuel Huber und das Team von Professor Reiner Leidl werden für ihre wissenschaftliche Arbeit ausgezeichnet .

Ehrendoktorwürde für Professorin Monika Schnitzer

Die Professorin für Volkswirtschaftslehre an der LMU wird von der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Universität Kiel mit der Ehrenpromotion gewürdigt .

Nano Innovation Award 2022 für Tim Schröder

Der Nachwuchswissenschaftler am Department Chemie der LMU erhält für seine Promotionsarbeit den 3. Preis des diesjährigen Nano Innovation Awards.

Drei Doktoranden wurden für ihre Forschungsleistung mit dem Nano Innovation Award ausgezeichnet, bei dem das Innovations- und Anwendungspotenzial in der Wissenschaft im Fokus steht. Von der LMU wird Tim Schröder mit der Auszeichnung geehrt.

Der Nachwuchswissenschaftler wird für seine Arbeit ausgezeichnet, die er im Rahmen seiner Mitarbeit in der Gruppe von Professor Philip Tinnefeld vom Department Chemie erstellt hat. Ihm ist es gelungen, bisherige Limitationen der sogenannten Fluoreszenz-Korrelations-Spektroskopie (FCS) zu überwinden. Dafür kombinierte Tim Schröder Informationen über die Fluoreszenz-Lebensdauer mit Intensitätskorrelationen. Die Umsetzung dieser Idee kann in Laboren, die FCS in Kombination mit zeitkorrelierter Einzelphotonenzählung einsetzen, leicht vorgenommen werden. Daneben gelang es dem Doktoranden in einem weiteren Projekt, Nanobeads mit höchster Helligkeit und maximaler Signalhomogenität zu entwickeln. Schröders Arbeiten können sowohl für eine breite wissenschaftliche Gemeinschaft als auch für die Arzneimittelforschung, die FCS zum Aufspüren von Bindungspartnern verwendet, von praktischem Nutzen sein.

Der mit insgesamt 9.000 Euro dotierte Nano Innovation Award zeichnet begabte und ideenreiche Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler aus, deren Ergebnisse nicht nur für die Grundlagenforschung von Interesse sind, sondern darüber hinaus vielversprechende technologische Anwendungsmöglichkeiten erwarten lassen. Vergeben wird der Preis vom LMU Center for NanoScience (CeNS) und vier Spin-off-Unternehmen, die zudem das Preisgeld stellen.

Sophia Gruber erhält KlarText-Preis

Sophia Gruber

Die Wissenschaftlerin wird von der Klaus Tschira Stiftung im Bereich Physik ausgezeichnet.

IUPAP: Professor Dmitri Efetov erhält den internationalen Early Career Scientist Prize

Professor Dmitri Efetov

Für seine „Beobachtung neuartiger isolierender, supraleitender und topologischer Vielteilchen-Grundzustände in zweischichtigem, mit dem magischen Winkel verdrehtem Graphen“ – so die Laudatio – ist Professor Dmitri Efetov mit dem Early Career Scientist Prize in Semiconductor Physics der IUPAP ausgezeichnet worden. Mit dieser Auszeichnung würdigt die International Union for Pure and Applied Sciences Nachwuchsphysikerinnen und -physiker für ihre wissenschaftlichen Beiträge in den durch die IUPAP abgebildeten physikalischen Forschungsfeldern.

„Ich fühle mich sehr geehrt, dass mit dem Early Career Scientist Prize die Forschung zu Beginn meines Werdegangs ausgezeichnet wird, und freue mich schon auf die Entdeckungen in der nächsten Karrierestufe hier in München“, so Dmitri Efetov, der seit August vergangenen Jahres den Lehrstuhl für Experimentelle Festkörperphysik an der LMU innehat. Der Physiker forscht zu Graphen – einer Modifikation des chemischen Elements Kohlenstoff. Dies ist ein extrem flaches Nanomaterial, das nur eine Atomlage dick ist. Damit ist es in der Ebene vorhanden, aber in der Höhe praktisch nicht. In einer Schicht Graphen werden die Elektronen masselos – und wenn man zwei Schichten Graphen in einem bestimmten Winkel zueinander verdreht, entsteht eine Vielzahl „Quantenphasen", unter anderem wird Graphen supraleitend, magnetisch und topologisch. „Graphen besitzt wirklich alle Qualitäten, die in der modernen Festkörperphysik gerade interessant sind”, sagt Efetov.

Der international renommierte Early Career Scientist Prize wurde im Juli bei der ICPS-2022-Konferenz in Sydney, Australien, vergeben. Dieser ist mit einem Geldbetrag dotiert, zudem erhalten die Preisträgerinnen und -träger eine Medaille und eine Urkunde. Kandidatinnen und Kandidaten müssen bis zu acht Jahre Forschungserfahrung nach der Promotion vorweisen, ohne dabei ihre Karriere unterbrochen zu haben. Zu den früheren Preisträgern gehören unter Anderen so bekannte Forscher wie Lieven Vandersypen (TU Delft, NL), Pablo Jarillo-Herrero (MIT, USA), oder Xiaodong Xu (University of Washington, USA).

ScienceFluencer Award für Clemens Steinek

Clemens Steinek (2. von links) bei der Auszeichnung mit dem ScienceFluencer Award

Im Rahmen der Curious2022 Future Insight Konferenz erhält der Doktorand den ScienceFluencer-Preis für exzellente Wissenschaftskommunikation.

Die Wissenschaftskommunikation wird aktuell immer wichtiger, weswegen die Gesellschaft für Biochemie und Molekularbiologie in Kooperation mit Merck KgaA Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler fördert, die in diesem Bereich besonders aktiv sind. Dieses Jahr geht der mit 1.000 Euro dotierte Preis an Clemens Steinek, der den YouTube-Kanal „Sciencerely“ betreibt und in der Leonhardt Group unter Professor Heinrich Leonhardt an der Fakultät für Biologie zur Humanbiologie und BioImaging forscht.

Dieser sagt zu der Ehrung: „Im Rahmen der ScienceFluencer-Preisverleihung durfte ich an einer spannenden Konferenz teilnehmen. Besonders freue ich mich, viele Vorträge über innovative Forschungsbereiche gehört zu haben, die ich sicherlich in künftigen Videos meines YouTube-Kanals behandeln werde.“ Der ScieneFluencer Award wird während der Curious2022 Future Insight Konferenz vor Publikum vergeben. Die Jury besteht dabei aus Mitgliedern der Gesellschaft für Biochemie und Molekularbiologie (GBM/ Junior-GBM) sowie Nachwuchswissenschaftsjournalistinnen und -journalisten.

Ausgezeichnet werden dort jene Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen, die aktiv wissenschaftliche Erkenntnisse verbreiten, erklären und aktuelle Forschungsergebnisse einfach darstellen.

OECOTROPHICA-Promotionspreis 2022 für Melissa Theurich

Melissa Theurich erhält den Ooecotrophica Promotionspreis 2022

Melissa Theurich erhält den Ooecotrophica Promotionspreis 2022 | © LunahZon

Dr. Melissa Theurich, die in der Arbeitsgruppe von Professor Berthold Koletzko forscht, ist für ihre Doktorarbeit zu dem Thema Complementary Feeding Practices and Commercial Infant Foods mit dem OECOTROPHICA-Promotionspreis ausgezeichnet worden. Für ihre Arbeit wertete Theurich Beikostdaten aus 8378 Ernährungsprotokollen von Kindern im Alter zwischen 4 und 24 Monaten aus fünf europäischen Ländern aus. In einer Analyse der Zusammensetzung von 164 Getreideprodukten für Säuglinge und Kleinkinder stellte sich heraus, dass nur wenige Produkte eine nennenswerte Menge der in der Beikostperiode wichtigen Mikronährstoffe Eisen, Zink und Jod aufwiesen. Gleichzeitig erwiesen sich viele Produkte als zu zuckerlastig, was die dringliche Notwendigkeit einer Verbesserung der Beikostpraxis hervorhebt.

Der OECOTROPHICA-Preis wird seit 1997 jährlich vom Berufsverband Oecotrophologie für herausragende Abschlussarbeiten ausgeschrieben. Ausgezeichnet werden jeweils die beste Master- und Doktorarbeit in drei Kategorien: „Ernährungsverhaltens- und Konsumforschung“, „Humanernährungund „Mikronährstoffe & sonstige Stoffe“. Das Ziel ist die Förderung wissenschaftlicher Nachwuchskräfte und hervorragender wissenschaftlicher Arbeiten, zugleich soll sichtbar werden, wie facettenreich der Bereich der Oecotrophologie ist. Stifter des Preises ist der Lebensmittelverband Deutschland e.V.

Anne-Laure Boulesteix wird Vizepräsidentin der Deutschen Region der International Biometric Society

Professorin Anne-Laure Boulesteix wird Vizepräsidentin der IBS. | © Anne-Laure Boulesteix

Professorin Anne-Laure Boulesteix, die am Institut für Medizinische Informationsverarbeitung Biometrie und Epidemiologie lehrt, wurde im Frühjahr zur Vizepräsidentin der Deutschen Region der International Biometric Society (IBS) ernannt. Ab 2023 wird die Professorin, deren Schwerpunkte in der computationalen Biostatistik und Metawissenschaft an der Schnittstelle zwischen Statistik und Medizin liegen, für zwei Jahre das Amt der Präsidentin ausführen.

Die IBS setzt sich aus den in der Bundesrepublik ansässigen Mitgliedern der Internationalen Biometrischen Gesellschaft zusammen, die die Förderung der Biometrie in Forschung, Lehre und Anwendung zum Ziel hat. Gleichzeitig dienen die Durchführung wissenschaftlicher Kolloquien, die Unterstützung wissenschaftlicher Arbeitsgruppen und Veröffentlichungen der Umsetzung dieses Ziels. Doch auch der wissenschaftliche Nachwuchs wird unterstützt: Für diesen werden zwei Förderpreise ausgeschrieben, welche für herausragende biometrische Arbeiten vergeben werden.

Bundesverdienstkreuz für Fuat Oduncu

Professor Fuat Oduncu mit dem Bundesverdienstkreuz | © StmWK/Axel König

Arzt, Forscher, Brückenbauer – der Mediziner Professor Fuat Oduncu erhält das Bundesverdienstkreuz. „Sie sind nicht nur ein begnadeter Arzt und hochkarätiger Wissenschaftler“, sagt der Bayerische Wissenschafts- und Kunstminister Markus Blume, „sondern auch ein weitsichtiger Brückenbauer im Dienste der Völkerverständigung.“ Zudem, so Blume weiter, sei der Chefarzt an der Klinik für Hämatologie, Onkologie und Palliativmedizin und außerplanmäßige Professor der LMU eine medizinische Koryphäe, mit Verdiensten „weit über die Medizin hinaus.“

Der aus Südostanatolien stammende Oduncu kam 1974 mit seiner Familie nach Füssen, schloss als Jahrgangsbester das Abitur ab, ehe er in München das Studium der Medizin und Philosophie begann. Danach absolvierte er den internationalen Studiengang „European Master in Bioethics“ und erwarb mit Bestnote den „Master of Business Administration“. Bevor ihn sein Weg an die LMU führte, erlangte Oduncu 2004 und 2005 die Anerkennung zum Facharzt für Innere Medizin und für Hämatologie und Internistische Onkologie, ebenso erwarb er die Zusatzbezeichnungen „Palliativmedizin“ sowie „Hämostaseologie“. 2019 wurde er Chefarzt an der Klinik für Hämatologie, Onkologie und Palliativmedizin am Helios Klinikum München West.

Oduncu, der neun Sprachen in Schrift und Wort beherrscht, war – so Minister Blume in seiner Laudatio – immer mehr als nur ein außergewöhnlicher Mediziner, der sich mit über 200 Publikationen in Fachzeitschriften und reiner Forschung zufriedengibt. Als Präsident der „Erich-Frank-Gesellschaft“ setzt er sich seit Jahren für die Intensivierung und den Ausbau der Zusammenarbeit zwischen den medizinischen Fakultäten der LMU und der Universität Istanbul ein, womit er einen nachhaltigen Beitrag zur Völkerverständigung zwischen Deutschland und der Türkei leistet.

Daneben rief der Mediziner 2017 als Gründungspräsident der „World Medical Association of Suryoye“ die Aramäisch-Assyrische Ärztegesellschaft ins Leben, die unter anderem einen aramäisch-assyrischen Notfalldienst zum Ziel hat, der die Notfallversorgung für syrisch-aramäischsprachige christliche Volksgruppen in den Kriegsgebieten des Irak und Syriens sichern soll.

Auszeichnung für ehemaligen Ärztlichen Direktor des Klinikums

Professor Jauch (links) bei der Verleihung mit dem Bayerischen Wissenschaftsminister Markus Blume | © StMWK/Alexandra Beier

Professor Karl-Walter Jauch, der von 2013 bis 2020 die Stelle des Ärztlichen Direktors am Klinikum der LMU besetzt hat, wurde vom Bayerischen Wissenschafts- und Kunstminister Markus Blume mit der Auszeichnung PRO MERITIS SCIENTIAE ET LITTERARUM des Bayerischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst geehrt.

„Der Motor des medizinischen Fortschritts ist unsere Hochschulmedizin“, sagt Blume. Als Ärztlicher Direktor habe Jauch mit „großartigem Einsatz in der medizinischen Forschung, Lehre und Versorgung erheblich dazu beigetragen, dass dieser Motor im Freistaat auf Hochtouren läuft.“ Die Gesellschaft brauche Mediziner wie Jauch, resümiert Blume weiter.

Professor Jauch war nach seiner Zeit als Direktor der Klinik und Poliklinik für Chirurgie zwischen 1996 und 2002 zuerst Ärztlicher Direktor am Universitätsklinikum Regensburg, ehe er die Leitung der Chirurgischen Klinik und Poliklinik des LMU Klinikums übernahm, die sich unter seiner Führung zu einer der größten Transplantationskliniken Europas entwickelte.

Daneben konnten langfristige Ziele, wie die nationale und internationale Spitzenposition des LMU Klinikums dauerhaft zu sichern und auszubauen, umgesetzt werden, so konnte neben dem St. Vinzenz-Haus – das ehemalige Mutterhaus der Barmherzigen Schwestern – der Neubau am Standort Großhadern saniert werden. Professor Jauch zählt mit außerordentlichen Leistungen in der Forschung und der chirurgisch-klinischen Tätigkeit national wie international zu den bedeutendsten Chirurgen der Gegenwart. Er gehört der Nationalen Akademie der Wissenschaften „Leopoldina“ an und bekam 2015 das Bundesverdienstkreuz am Bande sowie 2021 den Bayerischen Verdienstorden verliehen.

Zu seinen früheren Beiträgen zur Wissenschaft zählt neben der Entdeckung der blutzuckersenkenden Wirkung von ACE-Hemmern auch die Gründung einer Gewebebank: Dadurch kann bei Operationen entnommenes Gewebe der Forschung zur Verfügung gestellt werden. Professor Jauch beschäftigte sich neben seinen Schwerpunkten Tumorchirurgie, Metastasierung und Transplantationsmedizin ebenfalls mit ethischen und rechtlichen Fragen von Körpermaterial in der Forschung. Zudem konnte dank seines Engagements als Vorsitzender der Bayerischen Impfkommission im Frühjahr 2021 durch die Impfpriorisierung ein schnellerer Corona-Impfschutz für vorerkrankte und besonders gefährdete Menschen durchgesetzt werden.

Die Auszeichnung PRO MERITIS SCIENTIAE ET LITTERARUM wird seit 2000 bis zu acht Mal pro Jahr an herausragende Persönlichkeiten für deren Verdienste um Wissenschaft und Kunst vergeben. Kultur soll auf diese Weise als Einheit begriffen werden: Wissenschaft und Kunst sind zwei Seiten derselben Medaille.

DAGStat-Medaillen für Göran Kauermann und Walter J. Radermacher

Professor Walter J. Radermacher und Professor Göran Kauermann mit der Auszeichnung

Professor Göran Kauermann, Lehrstuhlinhaber für Statistik und ihre Anwendungen in Wirtschafts- und Sozialwissenschaften an der LMU, und Professor Walter J. Radermacher, ehemaliger Präsident Statistischen Bundesamtes, wurden für ihre außerordentlichen Leistungen in Forschung und Wissenschaft mit einer Medaille der Deutschen Arbeitsgemeinschaft Statistik (DAGStat) ausgezeichnet. Walter J. Radermacher wurde Anfang des Jahres zudem zum Honorarprofessor an der LMU ernannt und ist ebenfalls am Institut für Statistik tätig.

Alle drei Jahre werden mit der DAGStat-Medaille Personen honoriert, die die Statistik in Deutschland mit ihrer Arbeit nachhaltig bereichern. Die Verdienste können dabei im wissenschaftlichen, didaktischen oder administrativen Bereich liegen.

„In einer sich immer mehr digitalisierenden Welt muss aus den unzähligen Daten Information und Wissen gezogen werden. Hierzu brauchen wir Data Science und Statistik, morgen noch viel mehr als heute“, so Kauermann.

Zum ersten Mal wurden in diesem Jahr zeitgleich zwei DAGStat-Medaillen verliehen, die damit beide an die LMU gingen.

Ehrendoktorwürde für Marko Sarstedt

Professor Marko Sarstedt | © Babeș-Bolyai University

Professor Marko Sarstedt vom Institut für Marketing, Munich School of Management der LMU, ist Ehrendoktor der Babes-Bolyai-Universität im rumänischen Cluj-Napoca.

Geehrt wurde Sarstedt für seine herausragende wissenschaftliche Arbeit, insbesondere im Bereich der methodischen Weiterentwicklung und Popularisierung von Partial Least Squares Structural Equation Modeling, kurz PLS-SEM. Das ist ein Ansatz zur Strukturgleichungsmodellierung, in der sich Sarstedt einen internationalen Ruf als einer der wichtigsten und renommiertesten Experten erarbeitet hat.

Honoriert wurden insbesondere sein internationaler Einfluss, sein Status als Highly Cited Researcher sowie sein Impact auf die Forschung durch die international breite Anwendung der von ihm (mit-)entwickelten Methoden.

Sarstedts Arbeiten wurden in renommierten internationalen Fachzeitschriften, unter anderem Nature Human Behaviour, Journal of Marketing Research oder Journal of the Academy of Marketing Science, veröffentlicht.

Die Babes-Bolyai-Universität (UBB) ist die größte und älteste rumänische Universität. In den wichtigsten globalen Hochschulrankings gilt sie als renommierteste Universität in Rumänien.

Ars legendi-Fakultätenpreis für Dagmar Hann und Daniela Meilinger

Die beiden LMU-Biologinnen erhalten den Ars legendi-Fakultätenpreis für exzellente Hochschullehre in der Kategorie Biologie.

Auszeichnung: Wie sich Zellschichten in Haut verwandeln

Für sein neues Großprojekt hat der LMU-Physiker Friedhelm Serwane zusammen mit zwei internationalen Partnern eine Förderung von einer Million Euro eingeworben.

Drei LMU-Wissenschaftler mit Bayerischen Verdienstorden geehrt

Professor Oliver T. Keppler, Professor Michael Hölscher und Professor Anthony Rowley haben den Bayerischen Verdienstorden am vergangenen Montag aus der Hand des Bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder entgegengenommen.

Martin Wirsing erhält Bundesverdienstkreuz

Der Informatiker und ehemalige Vizepräsident der LMU, Professor Martin Wirsing, ist mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet worden.

Heinz Maier-Leibnitz-Preis für Anglistin Irmtraud Huber

Die Literaturwissenschaftlerin bekommt die wichtigste deutsche Auszeichnung für den wissenschaftlichen Nachwuchs für ihre Arbeiten zur Rolle der Zeit in der Dichtung.

Wolf-Preis für Physik: Hohe Auszeichnung für Ferenc Krausz

Professor Ferenc Krausz ist mit dem renommierten Wolf-Preis für Physik ausgezeichnet worden. Der ungarisch-österreichische Physiker erhält den Preis für seine bahnbrechenden Beiträge zu den ultraschnellen Laserwissenschaften und zur Attosekundenphysik.

Professorin Sahana Udupa ausgezeichnet

Die belgische Francqui-Stiftung hat Sahana Udupa einen Francqui-Chair zugesprochen. Verbunden damit ist eine Vorlesungsreihe Udupas zum Thema „Online Extreme Speech“ im Frühjahr 2022 an der Katholieke Universiteit Leuven (KU).

Zwei LMU-Wissenschaftler von BAdW ausgezeichnet

Die Bayerische Akademie der Wissenschaften (BAdW) hat im vergangenen Dezember die Doktorandin Caterina Schürch mit em Max-Weber-Preis sowie den Doktoranden Paul Hullmeine mit dem Akademiepreis ausgezeichnet.

Heinz Schwärtzel-Dissertationspreis für LMU-Informatiker

Der Informatiker Thomas Gabor ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Mobile und Verteilte Systeme. Für seine Dissertation wurde er jetzt mit dem Heinz Schwärtzel-Dissertationspreis ausgezeichnet.

Alexander Bartelt erhält Forschungspreis der DAG

Professor Alexander Bartelt erforscht, welche Rolle gesunde Fettzellen für den Stoffwechsel spielen und was passiert, wenn sie aggressiv werden. Jetzt erhält er den Forschungspreis der Deutschen Adipositas-Gesellschaft.

Claudia Olk erneut Präsidentin der Deutschen Shakespeare-Gesellschaft

Die Anglistin Professorin Claudia Olk ist bereits zum dritten Mal in Folge zur Präsidentin der Deutschen Shakespeare-Gesellschaft gewählt worden.

Seit 1864 gibt es die Shakespeare-Gesellschaft mit Sitz in Weimar. LMU-Anglistin Professorin Claudia Olk steht ihr nun für eine dritte Amtszeit von weiteren drei Jahren als erste Frau in dem Amt vor. „Ich freue mich sehr über die dritte Wiederwahl zur Präsidentin dieser ältesten literarischen Gesellschaft der Welt und betrachte dies als eine schöne Bestätigung meiner bisherigen Arbeit“, resümiert sie.

Das Pensum des Amts ist beachtlich. Es umfasst etwa die Organisation von jährlichen Tagungen auf höchstem nationalen und internationalen wissenschaftlichen Niveau einschließlich der damit verbundenen administrativen Aufgaben – unter anderem die Einwerbung erforderlicher Drittmittel oder die Präsenz in internationalen Gremien. Daneben gilt es, die Kooperation mit den Partnerstädten Weimar und Bochum zu vertiefen und die Arbeit mit Kultureinrichtungen, Theatern und Schulen zu stärken und gesellschaftlich weiter zu verankern.

„Ein Schwerpunkt, der uns sehr wichtig ist“, sagt Claudia Olk, „ist insbesondere die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses.“ Hier hat die Präsidentin bereits in der Vergangenheit ein Shakespeare-Stipendium initiiert, das Doktorandinnen und Doktoranden ermöglicht, Forschungsaufenthalte an Institutionen zu absolvieren, die von der Klassik Stiftung Weimar betrieben werden. Dazu gehören unter anderem das Goethe- und Schiller-Archiv und die Herzogin Anna Amalia Bibliothek. Ein weiterer Tätigkeitsbereich der Shakespeare-Gesellschaft ist die ‚Shakespeare Academy‘, die von Doktorandinnen der LMU mit geleitet wird und Studierende an die Tagungen der Gesellschaft heranführt. „Im Vorfeld der diesjährigen Herbsttagung zum Thema ‚Shakespeare und Politik' habe ich in Kooperation mit Professorin Anne Fleig von der Freien Universität Berlin ein Seminar zum Thema ‚Entwürfe des Politischen bei Shakespeare, Schiller und Kleist‘ angeboten, das mit einer Exkursion nach Weimar verbunden war“, so Claudia Olk.

Die Deutsche Shakespeare-Gesellschaft hat circa 2.000 Mitglieder. Sie fördert die Auseinandersetzung mit den Werken William Shakespeares in all ihren Aspekten – insbesondere im deutschen Sprachgebiet – und stützt sich dabei auf eine enge Zusammenarbeit mit Wissenschaft, Schule und künstlerischer Praxis. Ehrenpräsident ist der vor allem für seine Theaterinszenierungen und Filmadaptionen von Shakespeare-Stücken bekannt gewordene britische Schauspieler und Regisseur Sir Kenneth Branagh.

Wrigley Prophylaxe Preis 2021 geht an LMU-Forschende

Dr. Marc Auerbacher und seine Kolleginnen vom LMU Klinikum, Lydia Gebetsberger und Dr. Dalia Kaisarly, sind mit dem Sonderpreis „Praxis und soziales Engagement“ ausgezeichnet worden.

In ihrer Studie zeigten sie, wie Prophylaxebehandlungen bei Patientinnen und Patienten mit schwerer Behinderung im Wachzustand gelingen können. Diese nehmen in der Regel keine zahnärztlichen Kontrollbesuche wahr. Sie kommen meist erst bei Beschwerden in die Praxis; dort findet die Behandlung wegen eingeschränkter Kooperationsfähigkeit oft unter Narkose statt.
Die prämierte Studie zeigt, dass es auch anders geht: Das Zahnärzteteam setzte bei 20 Patientinnen und Patienten, die noch nie eine professionelle Zahnreinigung erhalten hatten, diverse Kommunikationsstrategien und verhaltensführende Techniken ein. Daraufhin konnte die Zahnreinigung bei allen ohne Narkose im Behandlungsstuhl erfolgen. Zudem gelang es, diese Menschen langfristig in ein Recall-Programm einzubinden. Ein positives Ergebnis, denn die regelmäßige Anwendung von Prophylaxemaßnahmen im Wachzustand verbessert die Lebensqualität der Betroffenen.

Der Wrigley Prophylaxe Preis gehört zu den renommiertesten Auszeichnungen in der Zahnmedizin. Der Sonderpreis „Praxis und soziales Engagement“, der im Rahmen der Verleihung ausgelobt wird, ist mit 2000 Euro dotiert.
Stifterin ist die wissenschaftliche Initiative „Wrigley Oral Healthcare Program“ mit dem Ziel, die Zahn- und Mundgesundheit in Deutschland zu verbessern.

Mars Wrigley engagiert sich mit der 1989 ins Leben gerufenen Gesundheitsinitiative Wrigley Oral Healthcare Program (WOHP) seit über 30 Jahren für die Verbesserung der Zahn- und Mundgesundheit in Deutschland. Weil Kariesprophylaxe das A und O für gesunde Zähne ist, fördert das WOHP sowohl die Individual- als auch die Gruppenprophylaxe in Forschung, Lehre und Praxis.

Monika Aidelsburger erhält renommierte Wissenschaftspreise

LMU-Physikerin Professorin Monika Aidelsburger konnte im vergangenen Herbst gleich zwei renommierte Wissenschaftspreise entgegennehmen: Im Oktober erhielt sie den Alfried-Krupp-Förderpreis und im November wurden sie mit dem Klung-Wilhelmy-Wissenschaftspreis für Physik 2021 ausgezeichnet.LMU-Physikerin Professorin Monika Aidelsburger konnte im vergangenen Herbst gleich zwei renommierte Wissenschaftspreise entgegennehmen: Im Oktober erhielt sie den Alfried-Krupp-Förderpreis und im November wurden sie mit dem Klung-Wilhelmy-Wissenschaftspreis für Physik 2021 ausgezeichnet.

Kulturpreis Bayern für Corinna Hartung

Ausgezeichnet wird Dr. Corinna Hartung von der Volkswirtschaftlichen Fakultät der LMU für ihre Dissertation Essays on the Economics of Public Health: Medical Decision Making and Epidemics.

Dr. Corinna Hartung hat in ihrer Doktorarbeit untersucht, wie sich Impfpflicht, Kita-Schließungen und die Berichterstattung auf die Ausbreitung von Infektionen auswirken. So hat die Analyse der Gesundheitsökonomin gezeigt, dass eine Impfpflicht gegen Influenza vor Eintritt in eine Kindertagesstätte die Inzidenzrate senken und auch Kosten reduzieren könnte. Außerdem konnte sie zeigen, dass Menschen ihre Mobilität einschränken, sobald Medien über einen lokalen Ausbruch informieren. Dies trage dazu bei, das Infektionsgeschehen einzudämmen.
Den Kulturpreis Bayern verleiht das Bayernwerk zusammen mit dem Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst. In der Sparte Wissenschaft werden die 32 besten Universitäts- und Hochschulabsolventinnen und -absolventen Bayerns geehrt. Neben der Ehrung werden die Preise in der Sparte Kunst und der Sonderpreis mit jeweils 5.000 Euro, in der Sparte Wissenschaft jeweils mit 2.000 Euro honoriert.

Auszeichnung der Stiftung „Diagnostik Hilft“ für LMU-Mediziner Philipp Jurmeister

Dr. Philipp Jurmeister vom Pathologischen Institut der LMU hat den diesjährigen Preis der Stiftung Diagnostik Hilft gewonnen. Ausgezeichnet wird er für eine Publikation, die er gemeinsam mit Dr. Michael Bockmayr, der am Institut für Pathologie an der Berliner Charité forscht, sowie der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin am UKE Hamburg erarbeitet hat. Das Science Translational Medicine veröffentlichte die Publikation.

In der prämierten Arbeit analysierten die Forscher das DNA-Methylierungsprofil von Plattenepithelkarzinomen. Diese Tumoren sind häufig im Kopf-Hals-Bereich angesiedelt; pro Jahr erkranken etwa 17.000 Menschen in Deutschland daran. Die Diagnose und damit Behandlung ist für die Erkrankung häufig nicht leicht. Denn die Patientengruppe ist besonders gefährdet, ein Zweitkarzinom in der Lunge auszubilden. Häufig spielen hierbei Risikofaktoren wie Tabakkonsum eine wichtige Rolle. In der Diagnose ist eine Differenzierung zwischen einer Metastase, also einer Wucherung des ersten Tumors, und einem unabhängig entstandenen Zweittumor allerdings nicht leicht. Die Prognose und die Therapie eines metastasierten Kopf-Hals-Karzinoms unterscheiden sich jedoch fundamental von einem primären Lungenkarzinom im Frühstadium.

Die Forschungsarbeit zeigte nun, dass sich substanzielle Unterschiede zwischen Plattenepithelkarzinomen des Kopf-Hals-Bereichs und der Lunge finden lassen. Die Wissenschaftler entwickelten dafür einen Machine-Learning-Algorithmus, der diese beiden Diagnosen mit einer extrem hohen Wahrscheinlichkeit von mehr als 99 Prozent unterscheiden kann. Diesen Klassifikator validierten sie an einer retrospektiven klinischen Kohorte und zeigten, dass die Differenzierung eine große prognostische Relevanz hat. Jurmeister freut sich sehr über die Auszeichnung und beschreibt die Bedeutung der Studie wie folgt: „In der Gewebediagnostik kann unsere Methode dabei helfen, Plattenepithelkarzinome besser zu differenzieren. Damit können wir entscheidend zu einer optimierten Therapieentscheidung beitragen.“

Die Methode wird inzwischen an mehreren universitären pathologischen Instituten in Deutschland und der Schweiz in der experimentellen Diagnostik verwendet und soll im Rahmen einer prospektiven Studie an der LMU und der Charité Berlin weiter validiert werden.

Carl-Gustav Groth Xeno-Preis für LMU-Forscher

Evamaria Riedel und Dr. Arne Hinrichs aus der Arbeitsgruppe von Professor Eckhard Wolf am Genzentrum der LMU haben den Carl-Gustav Groth Xeno-Preis erhalten.

Ausgezeichnet wurden Riedel und Hinrichs als Erstautoren für die Publikation Growth hormone receptor knockout to reduce the size of donor pigs for preclinical xenotransplantation studies. Eine große Herausforderung bei der Xenotransplantation von genetisch modifizierten Organen porciner Herkunft in Primaten (Paviane) ist deren großes Wachstumspotenzial. Um dieses Wachstum zu begrenzen, ist es Riedel und Hinrichs zusammen mit ihrem Team gelungen, den Rezeptor für das Wachstumshormon auszuschalten (GHR-KO).

Im Vergleich zu einer Kontrollgruppe mit funktionalem Wachstumshormon-Rezeptor konnte damit bei sechs Monate alten GHR-KO-Schweinen das Körpergewicht um 61 Prozent und das Herzgewicht um 63 Prozent reduziert werden. „Durch Proteomstudien konnten wir zudem zeigen, dass die Herzen durch den GHR-Knockout keine nennenswerten Veränderungen ihrer molekularen Zusammensetzung aufweisen“, so Evamaria Riedel. Ihr Kollege Arne Hinrichs ergänzt: „Es gibt sogar Hinweise, dass der GHR-Knockout die Langlebigkeit der Herzen positiv beeinflussen könnte.“

Der mit 7.000 US-Dollar dotierte Carl-Gustav Groth Xeno-Preis wird gemeinsam von der International Xenotransplantation Association (IXA) und dem Herausgeber von Xenotransplantation (Wiley) gestiftet. Der Xeno-Preis wird an die Erstautorin oder den Erstautor der besten in der Zeitschrift Xenotransplantation veröffentlichten Arbeit pro Kalenderjahr verliehen. Benannt ist die Auszeichnung nach dem ehemaligen Editor-in-Chief, Dr. Carl-Gustav Groth, der den Preis initiierte und zudem Gründungspräsident von IXA war.

„Den Xeno-Preis stellvertretend für das ganze Team entgegenzunehmen, ehrt uns sehr. Es motiviert sowohl auf persönlicher als auch auf wissenschaftlicher Ebene, dass unsere Forschung am Genzentrum und am CIMM der LMU unter der Leitung von Professor Eckhard Wolf internationale Anerkennung findet“, freuen sich Riedel und Hinrichs.

Order of Newfoundland and Labrador für Donald B. Dingwell

Professor Donald Bruce Dingwell, Lehrstuhlinhaber für Mineralogie und Petrologie und Direktor am Department für Geo- und Umweltwissenschaften der LMU, hat mit dem Order of Newfoundland and Labrador die höchste Auszeichnung der kanadischen Provinz erhalten. Professor Dingwell stammt selbst von dort und absolvierte an der dortigen Memorial University 1980 sein Bachelorstudium in Geophysik/Geologie.

Als Mitglied des Ordens zählt Dingwell zu den bisher rund 120 mit dieser Ehrung ausgezeichneten Neufundländern. Die Verleihung fand in St. John's, der Hauptstadt der Provinz Neufundland und Labrador, statt. Dort nahm Donald Bruce Dingwell den Orden aus der Hand der Lieutenant-Gouverneurin im Government House entgegen.

Julian Stingele erhält hoch dotiertes Scholarship der Vallee Foundation

Die Vallee Foundation hat Professor Julian Stingele vom LMU-Genzentrum ein Scholarship zugesprochen. Für die nächsten vier Jahre erhält er nun 340.000 Dollar für seine Forschung.

LMU-Mediziner Schulze in Leopoldina aufgenommen

Professor Thomas G. Schulze, Direktor des Instituts für Psychiatrische Phänomik und Genomik am LMU Klinikum, wurde in die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina gewählt. Die Aufnahme in die Akademie stellt eine der höchsten Ehrungen für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler im deutschsprachigen Raum dar.

Die Leopoldina wurde 1652 gegründet und zählt heute mehr als 1.600 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zu ihren Mitgliedern. Als Nationale Akademie der Wissenschaften gehört zu ihren Aufgaben insbesondere die Vertretung der deutschen Wissenschaft im Ausland sowie die Beratung von Politik und Öffentlichkeit.

Thomas G. Schulze ist Inhaber des Lehrstuhls für Psychiatrische Phänomik und Genomik an der LMU. Der Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie widmet sich insbesondere den Wechselwirkungen zwischen Genen und Umwelt bei psychischen Erkrankungen wie der bipolaren (manisch-depressiven) Erkrankung, der Schizophrenie und der Depression. Thomas G. Schulze wird der Sektion Neurowissenschaften angehören.

Bundesverdienstkreuz für Jürgen Soll

Jürgen Soll, emeritierter Ordinarius für Biochemie und Physiologie der Pflanzen an der LMU, ist mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande geehrt worden.

Der Bayerische Staatsminister für Wissenschaft und Kunst, Bernd Sibler, händigte Professor Soll den Orden am Dienstag in München aus. Gewürdigt wird damit Solls bürgerschaftliches Engagement und sein herausragender Einsatz für das Gemeinwohl. In der Laudatio hieß es, Professor Soll habe sich neben jahrzehntelanger wissenschaftlicher Exzellenz als international führender Molekularbiologe auch durch gesellschaftliches Verantwortungsbewusstsein ausgezeichnet.
Soll, der seit 2004 auch Träger des Leibniz-Preises ist, war von 2001 bis 2019 Inhaber des Lehrstuhls für Biochemie und Physiologie der Pflanzen der LMU. Über drei Jahrzehnte hinweg erforschte er Bildung und Funktion der Chloroplasten. Sein wissenschaftliches Werk lieferte fundamentale Erkenntnisse über die Funktion lebender Zellen, die für den Aufbau von Pflanzen und die Entstehung der grünen Zellorganellen entscheidend sind, und fand Einzug in Lehrbücher. „Unser heutiges Verständnis”, so Wissenschaftsminister Sibler, „über die molekularen Mechanismen zum Aufbau wie zum Erhalt der pflanzlichen Photosynthese-Maschine und zum Stofftransport in der Zelle geht maßgeblich auf Ihre wegweisenden Arbeiten zurück.”
„Das Bundesverdienstkreuz stellt eine hohe Anerkennung meiner Arbeit dar, über die ich mich sehr freue. Ich bedanke mich besonders bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die mir geholfen haben, meine Ideen umzusetzen“, freute sich Jürgen Soll.

Neben seinen wissenschaftlichen Tätigkeiten setzte er sich in Deutschland und international für die Pflanzenwissenschaften ein. Mehr als 60 Promotionen wurden unter seiner Leitung abgeschlossen, zahlreiche Postdoktorandinnen und -doktoranden von ihm ausgebildet. Darüber hinaus hatte Soll maßgeblichen Anteil an der Entwicklung der Fakultät für Biologie an der LMU. So hatte er als Baubeauftragter der Fakultät maßgeblichen Anteil an der Konzeption und Gestaltung des Neubaus. „Sie haben sich in beispielhafter Weise um Wissenschaft und Forschung und um die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses verdient gemacht”, betonte Bernd Sibler in seiner Laudatio, „und zur internationalen Sichtbarkeit des Forschungsstandortes Deutschland und Bayern beigetragen.“

RKI – Sebastian Suerbaum erneut Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirats

Professor Sebastian Suerbaum vom Max von Pettenkofer-Institut der LMU steht für weitere vier Jahre dem Wissenschaftlichen Beirat des Robert-Koch-Instituts (RKI) vor.

„Ich freue mich sehr, dass ich meine Expertise im Bereich der Infektionsmedizin auch weiterhin im Wissenschaftlichen Beirat einbringen und vertreten kann“, freut sich der Inhaber des Lehrstuhls für Medizinische Mikrobiologie und Krankenhaushygiene am Max von Pettenkofer-Institut, wo sich seine Arbeitsgruppe mit der Pathogenese, Evolution und Epidemiologie von Infektionen des Gastrointestinaltrakts sowie Verbesserungen der Diagnose, Therapie und Prophylaxe dieser Infektionen befasst
Die 15 Mitglieder des Wissenschaftlichen Beirats, zu denen auch Professor Eva Annette Rehfuess vom Lehrstuhl für Public Health und Versorgungsforschung der LMU gehört, beraten die Institutsleitung des RKI etwa bei der Entwicklung von mittel- und langfristigen Zielen, nehmen zur fachlichen und wissenschaftlichen Leistung des Instituts Stellung oder evaluieren die Arbeit von Arbeitsgruppen und Abteilungen. „Tatsächlich beraten wir vor allem wissenschaftlich“, erläutert Professor Suerbaum. „Beratung zu ganz konkreten Maßnahmen beim Umgang etwa mit der Corona-Pandemie gehört nicht zu unseren Aufgaben“, präzisiert der Facharzt für Mikrobiologie, Virologie und Infektionsepidemiologie.
„Die Tätigkeit ist sehr spannend und man lernt viel dazu. Besonders der intensive Austausch mit den anderen Mitgliedern, die aus anderen Kliniken beziehungsweise klinisch-theoretischen Einrichtungen kommen, ist sehr fruchtbringend und vor allem vertrauensvoll“, so Suerbaum. Als Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirats eines Ressortforschungsinstituts des Bundes wie dem RKI gehört Suerbaum automatisch auch dem Gemeinsamen Wissenschaftlichen Beirat des Bundesgesundheitsministeriums als Mitglied an. Hier schätzt er vor allem die Möglichkeit der direkten Beratung der Politik. „Man kann so Themen platzieren, was über die eigenen Institutsgrenzen hinaus natürlich sehr wichtig ist“, sagt Sebastian Suerbaum.

Donald Dingwell zum Mitglied der Royal Society und Beirats-Vorsitzenden am GFZ Potsdam gewählt

Donald Bruce Dingwell, Lehrstuhlinhaber für Mineralogie und Petrologie und Direktor am Department für Geo- und Umweltwissenschaften der LMU, ist für seine herausragenden wissenschaftlichen Leistungen in die Royal Society als Mitglied aufgenommen worden. Jedes Jahr nimmt die Royal Society, die Nationale Akademie der Naturwissenschaften im Vereinigten Königreich, bis zu 52 Fellows und bis zu zehn auswärtige Mitglieder auf. Aktuell hat die Royal Society rund 1.700 Mitglieder.

Zudem ist der LMU-Professor zum Vorsitzenden des wissenschaftlichen Beirats am GeoForschungsZentrum (GFZ) Potsdam gewählt worden.

Monika Führer mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet

Seit fast zwei Jahrzehnten engagiert sich Professorin Monika Führer für die Kinderpalliativmedizin. So hat sie etwa das Zentrum für Kinderpalliativmedizin am LMU Klinkum München mit aufgebaut.

Für ihr unermüdliches Engagement für schwerstkranke und sterbende Kinder ist Monika Führer nun mit dem Verdienstkreuz 1. Klasse der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet worden.

Editors’ Award für Tijana Janjic-Pfander

Die Royal Meteorological Society zeichnet die LMU-Mathematikerin Dr. Tijana Janjic-Pfander mit dem „Quarterly Journal of the Royal Meteorological Society Editors’ Award” aus. Tijana Janjic-Pfander ist Expertin für Datenassimilation am Lehrstuhl für Theoretische Meteorologie der LMU. Sie ist unter anderem Leiterin des Projekts „New data assimilation approaches to better predict tropical convection“ im DFG-Sonderforschungsbereich „Waves to Weather“. Mit ihrer Forschung und ihrer Tätigkeit als Associate Editor des Quarterly Journals trägt sie dazu bei, Wettervorhersagen und Unwetter-Warnungen zu verbessern.

Thüringer Forschungspreis 2021 an Stephan Lessenich verliehen

Professor Stephan Lessenich, Inhaber des Lehrstuhls Politische Soziologie sozialer Ungleichheit am Institut für Soziologie der LMU, wurde zusammen mit Professor Klaus Dörre und Professor Hartmut Rosa (beide Friedrich-Schiller-Universität Jena) der Forschungspreis des Freistaats Thüringen 2021 verliehen. Die mit 25.000 Euro dotierte Auszeichnung wurde den Soziologen in der Kategorie Grundlagenforschung für die Forschungen im Kontext der DFG-Kollegforschungsgruppe "Postwachstumsgesellschaften" (2011-2019) verliehen. Die Forschungsleistung des Kollegs bestehe darin, die sozialen Mechanismen eines „Immer mehr und nie genug“ systematisch untersucht zu haben.

Mit dem Thüringer Forschungspreis ehrt Thüringen jährlich wissenschaftliche Leistungen an Thüringer Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen.

Christoph Reichel erhält den Fritz-Acker-Stiftungspreis

Professor Christoph Reichel ist mit dem Stiftungspreis 2020 der Fritz-Acker-Stiftung im Fachbereich Onkologie für seine umfangreichen wissenschaftlichen Arbeiten auf dem Gebiet der Immunologie und Tumorimmunologie ausgezeichnet worden. Diese führt er unter anderem im Rahmen des Sonderforschungsbereiches 914 „Trafficking of Immune Cells in Inflammation, Development, and Disease“ der Deutschen Forschungsgemeinschaft durch.

Reichel ist Oberarzt an der Klinik und Poliklinik für Hals- Nasen-Ohrenheilkunde der LMU und koordiniert dort die interdisziplinäre Kopf-Hals-Tumorkonferenz sowie von HNO-Seite das Kopf-Hals-Tumorzentrum des Comprehensive Cancer Centers. Der stolze Preisträger erklärt: „Meine Untersuchungen im Bereich der Immunologie ermöglichen ein besseres Verständnis pathophysiologischer Zusammenhänge bislang unzureichend behandelbarer Krankheiten. Auf Grundlage dieser Ergebnisse werden derzeit neuartige Therapiestrategien für Patientinnen mit Krebs-, Infektions- und Herz-Kreislauferkrankungen entwickelt“.

Peter Adamson erhält den Schelling-Preis 2020 der Bayerischen Akademie der Wissenschaften

Der wichtigste Wissenschaftspreis der BAdW, der mit 25.000 Euro dotierte Schelling-Preis, wurde 2020 an den Philosophiehistoriker Peter Adamson verliehen. Adamson ist Professor für spätantike und arabische Philosophie an der LMU und hat zugleich eine Teilprofessur am King’s College London inne. Mit seinen eindrucksvollen Arbeiten, die von Monographien bis hin zu einem Podcast reichen, erweitert er das Spektrum der Forschungen zur islamischen Welt markant. Adamsons wissenschaftliche Herangehensweise zeichnet sich aus durch intellektuelle Neugier auf alle Texte und Autorinnen und Autoren jeglicher Herkunft. Seine Forschungen zeigen, dass es philosophisches Denken überall auf der Welt gab und gibt.

Adamson ist stolz auf die Auszeichnung: „Ich habe mich natürlich sehr über diese Anerkennung gefreut, hoffe aber vor allem, dass diese auf Themen in der islamischen, und im Allgemeinen globalen, Philosophie aufmerksam macht. Es ist sehr willkommen, dass die Akademie Forschung auf diesem Gebiet würdigt."

PHOENIX Pharmazie Wissenschaftspreis 2020 für Olivia Merkel

Professorin Olivia Merkel hat den mit 40.000 Euro dotierten PHOENIX Pharmazie Wissenschaftspreis 2020 im Fach Pharmazeutische Technologie für ihre Publikation Coming in and Finding Out: Blending Receptor-Targeted Delivery and Efficient Endosomal Escape in a Novel Bio-Responsive siRNA Delivery System for Gene Knockdown in Pulmonary T Cells gewonnen.
In der prämierten Arbeit werden therapeutische Ansätze für die RNA-Interferenz (RNAi) beschrieben, welche das Potenzial zur selektiven Stilllegung von krankheitsverbundenen Genen in bestimmten Zelltypen bietet. Das Forschungsteam entwickelte dafür ein neuartiges verbessertes siRNA-Delivery-System.
Merkel freut sich sehr über die Auszeichnung und beschreibt die Bedeutung ihrer Forschung folgendermaßen: „Unsere Arbeiten ermöglichen bessere T-Zell-Therapien und flexibleres T-Zell-Engineering. Die pulmonale Verabreichung von siRNA ist aber gerade auch in der aktuellen Pandemie ein wichtiger Ansatzpunkt in der Entwicklung von Therapeutika."

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