Weitere Auszeichnungen

Thüringer Forschungspreis 2021 an Stephan Lessenich verliehen

Professor Stephan Lessenich, Inhaber des Lehrstuhls Politische Soziologie sozialer Ungleichheit am Institut für Soziologie der LMU, wurde zusammen mit Professor Klaus Dörre und Professor Hartmut Rosa (beide Friedrich-Schiller-Universität Jena) der Forschungspreis des Freistaats Thüringen 2021 verliehen. Die mit 25.000 Euro dotierte Auszeichnung wurde den Soziologen in der Kategorie Grundlagenforschung für die Forschungen im Kontext der DFG-Kollegforschungsgruppe "Postwachstumsgesellschaften" (2011-2019) verliehen. Die Forschungsleistung des Kollegs bestehe darin, die sozialen Mechanismen eines „Immer mehr und nie genug“ systematisch untersucht zu haben.

Mit dem Thüringer Forschungspreis ehrt Thüringen jährlich wissenschaftliche Leistungen an Thüringer Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen.

Christoph Reichel erhält den Fritz-Acker-Stiftungspreis

Professor Christoph Reichel ist mit dem Stiftungspreis 2020 der Fritz-Acker-Stiftung im Fachbereich Onkologie für seine umfangreichen wissenschaftlichen Arbeiten auf dem Gebiet der Immunologie und Tumorimmunologie ausgezeichnet worden. Diese führt er unter anderem im Rahmen des Sonderforschungsbereiches 914 „Trafficking of Immune Cells in Inflammation, Development, and Disease“ der Deutschen Forschungsgemeinschaft durch. Reichel ist Oberarzt an der Klinik und Poliklinik für Hals- Nasen-Ohrenheilkunde der LMU und koordiniert dort die interdisziplinäre Kopf-Hals-Tumorkonferenz sowie von HNO-Seite das Kopf-Hals-Tumorzentrum des Comprehensive Cancer Centers. Der stolze Preisträger erklärt: „Meine Untersuchungen im Bereich der Immunologie ermöglichen ein besseres Verständnis pathophysiologischer Zusammenhänge bislang unzureichend behandelbarer Krankheiten. Auf Grundlage dieser Ergebnisse werden derzeit neuartige Therapiestrategien für Patientinnen mit Krebs-, Infektions- und Herz-Kreislauferkrankungen entwickelt“.

PHOENIX Pharmazie Wissenschaftspreis 2020 für Olivia Merkel

Professorin Olivia Merkel hat den mit 40.000 Euro dotierten PHOENIX Pharmazie Wissenschaftspreis 2020 im Fach Pharmazeutische Technologie für ihre Publikation Coming in and Finding Out: Blending Receptor-Targeted Delivery and Efficient Endosomal Escape in a Novel Bio-Responsive siRNA Delivery System for Gene Knockdown in Pulmonary T Cells gewonnen. In der prämierten Arbeit werden therapeutische Ansätze für die RNA-Interferenz (RNAi) beschrieben, welche das Potenzial zur selektiven Stilllegung von krankheitsverbundenen Genen in bestimmten Zelltypen bietet. Das Forschungsteam entwickelte dafür ein neuartiges verbessertes siRNA-Delivery-System. Merkel freut sich sehr über die Auszeichnung und beschreibt die Bedeutung ihrer Forschung folgendermaßen: „Unsere Arbeiten ermöglichen bessere T-Zell-Therapien und flexibleres T-Zell-Engineering. Die pulmonale Verabreichung von siRNA ist aber gerade auch in der aktuellen Pandemie ein wichtiger Ansatzpunkt in der Entwicklung von Therapeutika."

Peter Adamson erhält den Schelling-Preis 2020 der Bayerischen Akademie der Wissenschaften

Der wichtigste Wissenschaftspreis der BAdW, der mit 25.000 Euro dotierte Schelling-Preis, wurde 2020 an den Philosophiehistoriker Peter Adamson verliehen. Adamson ist Professor für spätantike und arabische Philosophie an der LMU und hat zugleich eine Teilprofessur am King’s College London inne. Mit seinen eindrucksvollen Arbeiten, die von Monographien bis hin zu einem Podcast reichen, erweitert er das Spektrum der Forschungen zur islamischen Welt markant. Adamsons wissenschaftliche Herangehensweise zeichnet sich aus durch intellektuelle Neugier auf alle Texte und Autorinnen und Autoren jeglicher Herkunft. Seine Forschungen zeigen, dass es philosophisches Denken überall auf der Welt gab und gibt. Adamson ist stolz auf die Auszeichnung: „Ich habe mich natürlich sehr über diese Anerkennung gefreut, hoffe aber vor allem, dass diese auf Themen in der islamischen, und im Allgemeinen globalen, Philosophie aufmerksam macht. Es ist sehr willkommen, dass die Akademie Forschung auf diesem Gebiet würdigt."

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