Am 8. März ist Internationaler Frauentag!
27.02.2026
27.02.2026
© Scheu, KI-generiert
An diesem weltweiten Aktionstag fordern Frauen seit über 100 Jahren öffentlich ihre Rechte und eine gleichberechtigte gesellschaftliche Teilhabe ein. Auch in München sind anlässlich des Weltfrauentags wieder eine große Demonstration und zahlreiche Aktionen und Veranstaltungen in der ganzen Stadt geplant.
Die Themen haben sich seit der Einführung des Frauenkampftages im Jahr 1911 allerdings verändert. Was mit der Forderung des Wahlrechts, nach politischer Mitbestimmung und nach Arbeitsschutzrechten für Frauen in Deutschland, Österreich-Ungarn, Dänemark und der Schweiz begann, hat mittlerweile eine globale Bedeutung mit unterschiedlichen Schwerpunkten. In manchen Regionen stehen nach wie vor existenzielle Grundrechte im Vordergrund. In anderen strukturelle Fragen der Macht- und Ressourcenverteilung. Es geht z. B. um Schutz vor Diskriminierung, Schutz vor Gewalt, ökonomische Gleichstellung, Zugang zu Bildung und Wissen, politische Teilhabe und Vereinbarkeit von Familie und Beruf.
Die UN setzt hier jedes Jahr einen anderen Fokus: 2026 lautet das Motto: „Rights. Justice. Action. For ALL Women and Girls“
„Unter dem Motto „Rights. Justice. Action. For ALL Women and Girls“ fordern wir den vollen Zugang zu Recht und Gerechtigkeit für alle Frauen und Mädchen. Dafür müssen diskriminierende Gesetze abgeschafft, Gesetzeslücken geschlossen und patriarchale Normen abgebaut werden“(vgl. https://unwomen.de/internationaler-frauentag/)
„Kein Stillstand, kein Rückschritt - gemeinsam für Geschlechtergerechtigkeit!“ (UN Women)
Auch an der LMU ist im Hinblick auf Chancengerechtigkeit noch Luft nach oben, wie folgende Zahlen belegen: Von 840 Professuren sind nur 214 mit Frauen besetzt (Stichtag: 1.12.2024), also nur knapp 28 %. Betrachtet man lediglich die W3-Professuren, so zeichnet sich mit nur etwa 23 % Professorinnen ein noch schlechteres Bild.
Aber die LMU bewegt sich in die richtige Richtung. Ein paritätisch besetztes Präsidium und die Zielvorgabe von 50 % Frauen bei neuberufenen Professor*innen lassen optimistisch in die Zukunft blicken. Es ist an uns weiterhin und unermüdlich darauf hinzuwirken, dass wir möglichst bald Geschlechterparität und echte Gleichstellung erreichen!
Die Universitätsfrauenbeauftragten der LMU arbeiten seit langem aktiv auf dieses Ziel hin, z. B. mit ihren umfangreichen, über das ganze Jahre verteilten Veranstaltungsprogrammen zu Genderthemen und Frauenförderung, die auf verschiedene Zielgruppen maßgeschneidert sind – von Studentinnen bis hin zu Habilitandinnen und Professorinnen. Dies sind Programme wie LMU PLUS, LMU EXTRA und Gender und Diversity in der Lehre.
Darüber hinaus bietet die Universitätsfrauenbeauftragte vielfältige individuelle Fördermöglichkeiten für alle Frauen, die eine Karriere in der Wissenschaft anstreben, sei es im Rahmen eines Stipendiums (BGF), finanzieller Unterstützung über Mittel für Gleichstellung in Forschung und Lehre, sowie individuelle und bedarfbezogene Maßnahmen wie Berufungs- oder Stimmcoaching. Informationen dazu finden Sie auf der Website der Frauenbeauftragten.