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Gleichstellungsbericht des Bayerischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst

12.10.2026

Das Bayerische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst (StMWK) hat dem Bayerischen Landtag einen neuen Bericht über die Erfüllung des Gleichstellungsauftrags an Hochschulen vorgelegt.

Im April 2026 legte das Bayerische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst (StMWK) dem Bayerischen Landtag einen neuen Bericht über die Erfüllung des Gleichstellungsauftrags an Hochschulen vor. Dazu ist das Ministerium seit einem Landtagsbeschluss aus dem Jahr 2000 alle zwei Jahre verpflichtet, um die Erfüllung des Gleichstellungsauftrags an Hochschulen zu evaluieren.

Der aktuelle Bericht vom 08. April 2026, der der Frauenbeauftragten der LMU vorliegt, bezieht sich auf die Datenlage des Jahres 2024. Der Bericht enthält wie auch die Jahre zuvor ein ausführliches Zahlenmonitoring zu den Frauenanteilen auf allen Qualifikations- und Karrierestufen an Universitäten und Hochschulen für angewandte Wissenschaften in Bayern. Besonderes Augenmerk der Frauenbeauftragten liegt dabei auf den Professorinnenanteilen und dem Frauenanteil auf den Leitungsebenen und in den Hochschulgremien.

Laut dem vorliegenden Bericht ist der Frauenanteil an den Professuren um 1,4 Prozentpunkte gestiegen und liegt jetzt bei 26,0 %, davon entfallen 27,2 % auf Universitäts- und Kunsthochschulprofessuren und 24,6 % auf Professuren an Hochschulen für angewandte Wissenschaften (Stichtag 01.12.2024). Wie in den Vorjahren gab es im Berichtsraum an den Universitäten eine Präsidentin (10,0 %) und 15 Vizepräsidentinnen (38,0 %). Hier hat sich in den seit dem letzten Bericht also keine Erhöhung ergeben. Gestiegen ist hingegen der Frauenanteil in den Hochschulräten von 75 auf 80 Hochschulrätinnen (39,0 %) und einen leichten Anstieg gab es auch in den Dekanaten: So liegt der Frauenanteil bei den Dekaninnen jetzt bei 18 Dekaninnen und 23,1 %.

Während das StMWK bei den Studierenden und Promotionen bereits den Gleichstellungssauftrag erfüllt sieht, wird im Bericht durchaus erwähnt, dass es in den Hochschulleitungen und bei den Führungspositionen der Hochschulverwaltungen noch Verbesserungspotenzial gebe.

Außerdem gibt es auch immer noch deutliche Unterschiede hinsichtlich innerhalb der Hierarchieebene der Professuren: Während der Frauenanteil bei den W1 Professuren im Berichtszeitraum bei 44,8 % lag, waren es bei den W2 31,9 % und bei den W3 nur 25,9 % Frauenanteil.

Und auch im deutschlandweiten Vergleich stehen die bayerischen Universitäten besonders bei dem Professorinnenanteil im Vergleich noch nicht gut dar. So liegt Bayern mit 26,1 % Frauenanteil bei Professuren (LMU 28,2 % in 2024) immer noch unter dem deutschlandweiten Anteil von 29,7 %. Zwar ist die kontinuierliche Erhöhung des Professorinnenanteils insgesamt positiv zu bewerten, aber bis in dieser Geschwindigkeit letztlich Parität, wie in Art. 22 (2) des BayHIG festgelegt, erreicht wird, ist es noch ein weiter Weg.