Drittmittelprojekte

Aktuelle Drittmittelprojekte am Fachbereich Kunstgeschichte der LMU

CA24164 – Sensing Europe’s Court Spaces at the Crossroads of Past, Present and Future (SENSES)

© Stephan Hoppe

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2025–2029. Die von der EU geförderte COST Action SENSES ist ein europäisches Netzwerk zur Erforschung der Sinnesdimensionen (Sehen, Hören, Schmecken etc.) vormoderner höfischer Räume und Praktiken. An der Schnittstelle von Hof- und Residenzforschung, Sinnesgeschichte und Digital Humanities untersucht das Projekt die gesamte Bandbreite der mit der Hofresidenz und ihrem Leben verbundenen Sinneserfahrungen – von grundlegenden menschlichen Tätigkeiten wie Kochen und Handwerk bis hin zu komplexen Erfahrungen wie Musik- und Tanzaufführungen in speziell dafür vorgesehenen Räumen oder rituellen Festmahlen. Zwei der vier Arbeitsgruppen des Projekts werden von Prof. Dr. Stephan Hoppe (WG Dining) und Dr. Christa Syrer (WG Body) geleitet.

DFG-Projekt: Europäische Kanzeln um 1500 und ihre klanglichen Dimensionen. Ein Beitrag zur Konstituierung einer ‚Sound Art History‘

© Dr. Volkmar Rudolf

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2025–2028. Sound Art History ist ein kunsthistorischer Ansatz, der die intersensorische, insbesondere audiovisuelle Vielschichtigkeit von Kunst in den Mittelpunkt rückt. Im Fokus stehen die Relationen zwischen Sehen und Hören, zwischen Werk und Klang sowie Fragen nach Resonanz, Medialität und Wirkung. Das Projekt unter Leitung von Prof. Dr. Joanna Olchawa und Dr. des. Ella Beaucamp konkretisiert diesen Ansatz anhand mittelalterlicher Kanzeln und Ambonen, die als Schlüsselobjekte einer klanglich erweiterten Kunstgeschichte untersucht werden.

ERC-Projekt: ARCHIATER – Heritage of Disease

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2024–2029. Das vielfältige künstlerische und materielle Erbe, das von den Krankenhäusern der Frühen Neuzeit gefördert wurde, steht hier zum ersten Mal im Mittelpunkt einer groß angelegten kunsthistorischen Untersuchung. ARCHIATER betrachtet die visuelle Kultur von Hospitälern als Spiegel sozialer Transformationsprozesse und zeigt, wie Bilder zum Schutz vor unsichtbaren Bedrohungen eingesetzt wurden.

GLOBAL DECO PAPER (Decorated Paper in the Early Modern Islamicate World: Aesthetics, Techniques and Meaning in Global Contexts)

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2023–2028. Dieses ERC-geförderte Projekt erforscht seit Oktober 2023 dekorierte Papiere der frühneuzeitlichen islamischen Welt in ihren globalen Verflechtungen mit Ostasien und Europa. Diese Papiere wurden vor ihrer Verwendung – etwa als Schriftträger oder Seiten in einer Handschrift – in vielfältigen Techniken dekoriert, darunter Einfärben, Sprenkeln mit Gold und Silber, Schablonieren, Marmorieren und Bedrucken. Mittels (technischer) Analysen der Papiere und Handschriften, anhand von Schriftquellen und mithilfe einer durchsuchbaren Datenbank, versucht das Team von GLOBAL DECO PAPER herauszufinden, wie und aus welchen Materialien die Papierdekorationen hergestellt wurden, wie Handwerker, Ideen und Papiere wanderten, wofür die Papiere verwendet und weshalb sie geschätzt wurden.

Antiquitatum Thesaurus. Antiken in den europäischen Bildquellen des 17. und 18. Jahrhunderts

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Das Akademien-Vorhaben erschließt seit 2021 über 20.000 Zeichnungen und Drucke des 17. und 18. Jahrhunderts nach antiken Artefakten – von Ägypten bis in die Spätantike. Die graphischen Reproduktionen werden in einem digitalen Repositorium mit den durch sie dokumentierten Objekten und anderen Zeugnissen ihrer Rezeption zusammengeführt und analysiert.

Käte Hamburger Kolleg global dis:connect

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Seit 2021 arbeitet das Käte Hamburger Kolleg global dis:connect unter der Leitung von Christopher Balme, Burcu Dogramaci und Roland Wenzlhuemer an der Ludwig-Maximilians-Universität München (gefördert vomBMFTR). Jährlich forschen bis zu 10 internationale Fellows aus Wissenschaft und Kunst an diesem Institute for Advanced Studies zu Globalisierungsprozessen im Wechselspiel von Verbindung, Fragmentierung und Distanzierung.

Bilddatenbank zur Architektur der europäischen Renaissance

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Auf arthistoricum.net wird seit 2020 von Prof. Dr. Stephan Hoppe eine Bilddatenbank zur Architektur der europäischen Renaissance aufgebaut, die nach den Fachstandards von HeidICON qualitätsgesicherte Abbildungen mit strukturierten Beschreibungen verbindet. Die Datensätze werden nach fachlichen Standards erschlossen und mit kontrollierten Vokabularen sowie Normdaten verknüpft und auch nach Prometheus exportiert.

H2020 Marie Skłodowska-Curie Action: PALAMUSTO – The Palace Museum for the Future

© Stephan Hoppe

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Das von der EU geförderte Projekt PALAMUSTO – The Palace Museum for the Future untersucht seit 2020 den Typus des Schlossmuseums als Forschungs-, Sammlungs- und Vermittlungsort. In dem international und mit Einrichtungen der Praxis vernetzten Projekt entstehen zehn kunsthistorische Qualifikationsarbeiten an den Universitäten LMU München, KU Leuven, Universiteit Utrecht, Uniwersytet Warszawski und Universidade Nova de Lisboa.

Corpus der barocken Deckenmalerei in Deutschland

© Uwe Gaasch

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2014–2039. Im Rahmen des Akademien-Vorhabens werden die Decken- und Wandmalerei der Zeit zwischen etwa 1550 und 1800 auf dem Gebiet der Bundesrepublik Deutschland erforscht und publiziert. Ein Bestand von über 5000 erhaltenen und rekonstruierbaren Kunstdenkmälern wird hier erstmalig umfassend dokumentiert, analysiert und präsentiert. Unter der Gesamtleitung von Prof. Dr. Stephan Hoppe kooperieren zwei Arbeitsstellen am Institut für Kunstgeschichte der Ludwig-Maximilians-Universität München und am Deutschen Dokumentationszentrum für Kunstgeschichte – Bildarchiv Foto Marburg der Philipps-Universität Marburg.