Heinrich-Wölfflin-Preis

Auszeichnung für herausragende Bachelor- und Masterarbeiten

Der Freundeskreis des Instituts für Kunstgeschichte verleiht jährlich den Heinrich-Wölfflin-Preis für herausragende Bachelor- und Masterarbeiten eines Abschlussjahrgangs. Der Namensgeber der Auszeichnungen, Heinrich Wölfflin (1864-1945), zählt zu den einflussreichsten Lehrstuhlinhabern der Kunstgeschichte in München.

Über die Vergabe der Preise entscheidet eine unabhängige Fachkommission. Neben Vorschlägen potentieller Kandidatinnen und Kandidaten durch die betreuenden Dozentinnen und Dozenten, gibt es zusätzlich die Möglichkeit, sich als Absolventin oder Absolvent selbst zu bewerben; dazu muss die Abschlussarbeit mindestens mit der Note 1,3 bewertet worden sein.

Preisträgerinnen 2025

Wir gratulieren den Preisträgerinnen des Heinrich-Wölfflin-Preises 2025:

  • Natalia Drescher, Multimediale Andacht. Die Innenausstattung der Nymphenburger Magdalenenklause als Zeugnis barocker Schaufrömmigkeit (B.A.), betreut von Dr. Christa Syrer

  • Katharina Wentseis, Mit Farbe zur Erkenntnis. Über die Drucktechnik und Materialität der Radierungen von Maria Sibylla Merian (B.A.), betreut von Dr. Ulrike Keuper

  • Lily Marie Baumeister, The 16th Century Shāhnāmah Ms. or.fol. 359 at the Berlin State Library: Statistical Codicology and Analysis of Frame Breaking, betreut von Prof. Dr. Ilse Sturkenboom

  • Katharina Christin Fehr, Münchner Kunsthändler als Mäzene? Forschung zu Hugo Helbing (1865-1938), betreut von Prof. Dr. Christian Fuhrmeister

  • Ricarda Corinna Vollmer, CDF in der DDR: Zur Rezeption eines romantischen Künstlers, betreut von Prof. Dr. Hubertus Kohle

Preisträgerinnen und Preisträger 2002–2024

2024

  • Raphaela Heid, Ludwig Gutbier und die Münchner Galerie Ernst Arnold 1941 - Autopsie eines Aktenordners (B.A.)

  • Natalie Sophia Fischbeck, Das Sommerappartement Maria Theresias in Schloss Schönbrunn - Ein Monument für Franz I. Stephan? (B.A.)

  • Azem Bekturova, Uncovering the blind spot: Saodat Ismailova’s artistic presentation of (post-Soviet) Central Asian identity in Western European exhibitions of Contemporary Art

  • Myrjam Gumpinger. Peter Paul Rubens’ Werkstattpraxis im Spannungsfeld frühneuzeitlicher Kontinuität und individueller Genialität

2023

  • Isabella K. Limmer, In Licht gehüllt – Ikonografie, Materialität und Inszenierung in Giovanni Gerolamo Savoldos Maria Magdalena (B.A.)

  • Thomas Staehler, Die Kritische Rekonstruktion der Biografie von Doris Schmidt (B.A.)

  • M.P.H. Maria Mayer, Das Landschaftskleid von Johann Georg I. Kurfürst von Sachsen zwischen Herrscherinszenierung und Maskerade

  • Sophie Slade, Aesthetics and politics of crude oil in contemporary art. Monira Al Qadiri’s Mutant Passages: an extractive venture into past, present and future of the Arab Gulf

2022

  • Dina Kagan, Kleinkunst in Zeiten des Großen Terrors. Natalja Dankos Porzellan-Schreibtischgarnitur von 1936 / 1937 und deren Verhältnis zum diskursiven Orientbild im zaristischen und sowjetischen Russland (B.A.)

  • Zakirah Rabaney, Nylon in der postmodernen Skulptur. Die Indexikalität von Nylonstrümpfen als geschlechtsspezifisches skulpturales Material (B.A.)

  • Stephanie B. Roder, Frauen als Kunstschaffende in Dachau. Künstlerische Aktivität in der Dachauer Künstlerkolonie bis 1925

  • Miriam Wurzinger, Die Kunsthandlung A. S. Drey in München. Studien zur Familien- und Firmengeschichte bis 1945

2021

  • Edda Maria Bruckner, Aktionshaus auf Zeit. Die Versteigerungen der Kunsthandlung Julius Böhler in den Jahren 1936 bis 1938

  • Lilia Gaivan, Die Salzburger Residenz um 1600. Analyse der Treppenbaukunst im süddeutsch-österreichischen Raum begleitet von einer 3D-Rekonstruktion

  • Julia Anna Wittmann, Kunst als Aktionsfeld politischer Aktivität. Der NSU-Komplex im Fokus künstlerischer Positionen“

2020

  • Georg Kabierske, Römische Lehrjahre. Zum Zeichnen und Sammeln von Bauornamentik in Rom in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts

  • Caroline Weber, Formen der Naturaneignung in der Pleinairmalerei des 19. Jahrhunderts. François-Marius Granets Freilichtskizzen aus Frankreich und Italien als malerisches "journal intime"

2019

  • Frieder Leipold, Barocke Festkultur im mittelalterlichen Kloster. Die Siegesfeier von 1717 im Kloster Sankt Emmeram

  • Stephanie M. Stadler, Das Opernhaus in Oslo. Architektur als „Monumentale Erfahrung“

  • Ricarda Wolf, Plakatierter Feminismus. Subversive Strategien in Plakaten Jenny Holzers, Barbara Krugers und der Guerilla Girls

2018

  • Ruth Magdalena Becker, Ein Bild der Welt als Weltbild. Herbert Bayers „World Geo-Graphic Atlas“

  • Sonja Katharina Hull, Ernö Goldfinger, Balfron Tower / Brownfield Estate, 1963-67, London

  • Johanna Pawis, Mariae Himmelfahrt - Altargemälde von Peter Paul Rubens und Giovanni Lanfranco für die Familie Fugger in Augsburg

2017

  • Marie-Therese Feist, "Unbewusste manuelle Äußerungen". Der "filmische Atelierbesuch" als kunstwissenschaftliches Dokument? Zu den frühen Künstlerfilmen Hans Cürlis'

  • Jana Vedra, Maarten van Heemskercks "Jona unter der Kürbisstaude" (1561)

2016

  • Ella Sophie Beaucamp, Marmorfracht - Fassadenpracht. Die Patere und Formelle in Venedig

  • Helena Nitzer, Das höfische Privatinterieur St. Petersburgs in Aquarellserien des 19. Jh. Alexandra Weigand Afrikanische Kunst im Display der Moderne

2015

  • Nikolas Werner Jacobs, Jawlenskys Maskerade. Entstehung und Bedeutung der figuralen Werke von Alexej von Jawlensky aus den Jahren 1909 - 1913.

  • Melida Steinke, "Sonderfall Bernheimer"? Die Enteignung des Privatbesitzes und die Übernahme der L. Bernheimer KG durch die Münchner Kunsthandels-Gesellschaft/Kameradschaft der Künstler München e. V.

2014

  • Maximilian Aracena, Die "Große Deutsche Kunstausstellung" von 1937 bis 1944: Eine Verkaufsausstellung.

  • Anna Bodenstedt, Die "Mystische Einhornjagd" von Giovanni Maria Falconetto in San Pietro Martire in Verona. Ein "spätgotisches" Bildthema und seine renaissancehafte Umsetzung

  • Andreas Gommel Schloss, Dachau 1715 bis 1717. Eine barocke Baustelle als performativer Prozess

2013

  • Nicholas Maniu, Ikonographie des Verlangens. Die Darstellung männlich-männlichen Begehrens in der Kunst

  • Lea-Katharina Rieck, Der Monobloc. Ein universeller Plastikstuhl und sein Einfluss auf lokale Kulturen

  • Florian Schröter, Zur Bildüberlieferung der antiken Furien im Mittelalter

2012

  • Polina Gedova, Die Kapellenausstattung G. Muzianos in S. Caterina della Rota in Rom

  • Léa Kuhn, John Singleton Copley und das erste amerikanische Bild. Anfängernarration und lokale Codierung in "Boy with a flying squirrel"

  • Jasmin Wiegand, Rubens und Caravaggio

2011

  • Franziska Aigner, Die Münchner Pessach-Haggadah (Bayerische Staatsbiblioth., Cod. hebr. 200)

  • Ulrike Keuper, Luca Cambiaso malt seinen Vater. Genealogie und Genie im künstlerischen Selbstverständnis des Cinquecento

  • Maurice Saß, Jacopo de' Barbaris Bilderfindungen in Wittenberg. Zur zeitgenössischen Wahrnehmung des transalpinen Kulturaustauschs um 1500

2010

  • Hans Chr. Hönes, Heinrich Wölfflin zwischen Ideal und Entfremdung, oder: Die Körperlichkeit des Bildes in der Kunsthistoriographie des frühen 20. Jh.

  • Andreas Plackinger, Quant'è bella giovinezza..Parmigianinos (?) Bildnis eines jungen Mannes im Louvre. Zur zeitgenössischen Wahrnehmung mittelitalienischer Jünglingsporträts in der ersten Hälfte des 16. Jh.

  • Johanna Pulz, Gerhard Richter: Der "Atlas". Künstlerische Werkreflektion als Selbstdarstellung

2009

  • Martin Höppl, Wandel von Platzgestaltungskonzepten im 19. Jahrhundert. Der Max-Joseph-Platz und der Lenbachplatz in München

  • Christoph Knüttel, Bagdad - Die "Runde Stadt" des Kalifen al-Manşūr

  • Saskia Stoffers, Velázquez' Don Juan de Austria. Parodie, künstlerische Selbstreflexion und Morallehre im Spiegel der Narrheit

2008

  • Meike Hopp, Weibliche Studierende an der Akademie der Bildenden Künste München zwischen 1920 und 1950

  • Matthias Memmel, Der Odyssee-Zyklus von Ludwig Michael Schwanthaler für die Münchner Residenz

  • Anna Sgobbi, Die malerische Ausstattung von Paolo Lomazzo in der Foppa-Kapelle in San Marco in Mailand

2007

  • Eva Maier, Bedeutung und Entwicklung der Marmorimitation in sakralen Innenräumen des 18. Jahrhunderts in Altbayern und Schwaben

  • Marc-Frederic Schmid, Der Einsatz von Abbildungen in frühen kunsthistorischen Werken. Die Visualisierung mittelalterlicher Kunst in der 2. H.lfte des 18. Jh. und ihre Funktion

2006

  • Stephan Dahme, Paul Klees 'Candide'-lllustrationen - eine künstlerische Standortbestimmung

  • Fabian Jonietz, Guido Cagnacci (1601-1663): “Ambiguitas” und “Obscuritas” als Bildprinzip

2005

  • Annette Hojer, II Principe de tutti i Pittori viventi - Leben und Werk Francesco Solimenas in den Vite des Bernardo De Dominici

  • Selima Niggl, Pinot Gallizio(1902-1964) in München –Eine Verknüpfung im internationalen Kontext

  • Eva-Maria Troelenberg, Orientalismen im Königreich Bayern – Islamisierende Architektur bei König Ludwig II

2004

  • Ann Kathrin Bäumler, Meister W. S. mit dem Malteserkreuz – Wilhelm Stetter (vor 1488 bis 1552)

  • Tobias Kratzer, Das Vexierbild als Phänomen und Metapher – Giuseppe Arcimboldo und seine Nachfolger

  • Eva Reichert, Studien zum Bautypus der Staffelhalle

2003

  • Yvette Deseyve, Der "Künstlerinnen-Verein e.V." und seine "Damen-Akademie"

  • Christian Hartard, Neuperlach. Utopie des Urbanen. Stadtbilder eines Experiments der 1960er Jahre

  • Doris Mampe, Pläne für eine barocke Wallfahrtskirche in Altötting von Henrico Zuccalli

2002

  • Ingo Borges, Studien zu Wilhelm von Kobells Schlachtenbildern für Kronprinz Ludwig

  • Tina Gutknecht, Cindy Sherman Untitled, 131 - ein stereotypes Modephoto? Überlegungen zur Wahrnehmung und zum Bildbegriff

  • Holger Kirsch, Die Filmplakate von Josef Fenneker. Die Arbeiten für das Marmorhaus Berlin 1919-1924

Bewerbung

Absolventinnen und Absolventen des Fachs Kunstgeschichte an der Ludwig-Maximilians-Universität München (Master und Bachelor) aus dem jeweils letzten Abschlussjahrgang.

  • Exemplar der Abschlussarbeit als PDF
  • Gutachten zur Abschlussarbeit

Die Unterlagen sollen möglichst per Email mit dem Betreff "Heinrich-Wölfflin-Preis" innerhalb der Bewerbungsfrist an Prof. Dr. Ilse Sturkenboom geschickt werden. Dabei ist zu beachten, dass die Unterlagen in Form eines Downloadlinks in die Email eingefügt werden sollten, nicht als einzelne Dateien.

I. Thema

  • Allgemeine Relevanz
  • Originalität und Kreativität
  • Interdisziplinärer Kontext

II. Methode und Vorgehensweise

  • Methodenbewusstsein
  • Reflektion über den Forschungsstand
  • Originalität und wissenschaftliche Tragfähigkeit desmethodischen Ansatzes
  • Solidität der Wissensbasis

III. Ergebnisse

  • Nutzen für die Forschung
  • Erschließung neuer Forschungsfelder
  • Publikationsreife

IV. Präsentation

  • Gestaltung
  • Recherche und Dokumentation
  • Literarische Kompetenz
  • Freundeskreis Institut für Kunstgeschichte

3. Oktober 2025.

Für weitere Fragen zum Heinrich-Wölfflin-Preis steht Ihnen Lisa Jordan, M.A. zur Verfügung.