Kooperationspartner

Das Institut ist über Kooperationen mit verschiedenen wissenschaftlichen und kulturellen Einrichtungen vernetzt, mit denen regelmäßig gemeinsame Projekte durchgeführt werden.

Oper und Orchester

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Die Münchner Philharmoniker und das Institut für Musikwissenschaft der LMU realisieren jährlich als Kooperationsprojekt ein Programmheft für ein Konzertprogramm der Münchner Philharmoniker, welches komplett durch die Studierenden unseres Instituts gestaltet werden kann. Seit 2023 wird zudem die Konzerteinführung für das Publikum von den Studierenden gestaltet, was zusätzlich eine wertvolle Erfahrung im Bereich der Musikvermittlung darstellt. Die Studierenden können die Projektarbeit in BA und MA einbringen (Leitung: Jan Golch).

Das Projekt 2025

Von Partitur zur Inszenierung: Die Opern-Installation Matsukaze und ihr Probenprozess

Die Opern-Installation Matsukaze findet im Rahmen des Ja, Mai-Festivals der Bayerischen Staatsoper in München statt. An die Premiere am 03.05.2025 schließen sich vier weitere Vorstellungen an. Matsukaze basiert auf dem japanischen Nō-Theater-Stoff des Meisters Zeami aus dem 15. Jahrhundert und erzählt die Geschichte zweier Schwestern, die Salzwäscherinnen Matsukaze und Murasame, und ihrer (unglücklichen bzw. unerfüllten) Liebe zum Adeligen Yukihira. Ein für unsere Zeit lebendiges Nō-Theater erschaffen und neue Inszenierungsweisen für die Oper ermöglichen – das war Toshio Hosokawas Anliegen bei der Komposition von Matsukaze.

Der Kurs – ein Kooperationsprojekt der Universitäten Augsburg und München mit der Bayerischen Staatsoper – hat es sich drei Ziele gesetzt. Zum einen die Oper Matsukaze und ihre Realisierung als installatives Opernprojekt kennenzulernen; zum zweiten den professionellen Arbeitsprozess und seine Akteur:innen so eng wie möglich zu begleiten; und drittens die Erfahrung reflektierend zu begleiten, als interaktives Publikum Teil des Prozesses zu sein. Die Studierenden besuchen in den Wochen vor der Premiere einzelne Proben, wo sie nicht nur bloße Zuschauer:innen sind, sondern auch in die Rolle von Probenfreund:innen schlüpfen: So besprechen sie mit dem Regieteam ihre persönlichen
Erfahrungen und Beobachtungen – nehmen also aktiv am Probenprozess teil.
Die Studierenden erfahren so am eigenen Leib Arbeitsweisen des zeitgenössischen Musiktheaters und erweitern ihre Kenntnisse über den praktischen Musikbetrieb.

Ansprechpartner

Saskia Kruse (Bayerische Staatsoper)
Moritz Kelber (Universität Augsburg)
Jan Golch (LMU)

Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks

Wintersemester 2020/21: Mozart / Videoreihe "Zauberflöten" / Workshop

Vier Studierende erhielten die großartige Möglichkeit bei einem experimentellen Kreativ-Workshop mitzuwirken. Unter der professionellen Anleitung des Slam-Poeten und Autors Alex Burkhard konnten sie eigene, freie Texte zu Mozarts Zauberflöte verfassen und den professionellen Vortrag einstudieren. Die erarbeiteten Texte nahmen sie in der Corona-Lockdown-Zeit auf, gemeinsam mit der Flötengruppe des BRSO, für die der Soloflötist Henrik Wiese die Zauberflöte bearbeitet hat. Die Videos wurden auf den Seiten des BR veröffentlicht:

Video-Projekt Zauberflöten

Wintersemester 2019/20: Blomstedt / Mozart/ Konzerteinführung

Acht Studierende aus unserem BA und MA erhielten die exklusive Möglickeit, in zwei Gruppen die Einführungen zu den 3 Konzerten in der Philharmonie im Gasteig am 19., 20. und 21.12. zu übernehmen (jeweils 30 Minuten). Auf dem Programm standen W. A. Mozarts Symphonie Nr. 39 und seine c-Moll-Messe, es dirigierte Herbert Blomstedt. Konzertarchiv Das professionelle Coaching übernahm Uta Sailer, die Prüfungsleistung der Projektarbeit konnte bei Jan Golch eingereicht werden.

Wintersemester 2018/19: Sir Simon Rattle / Richard Wagner / "Die Walküre" / Konzerteinführung

Zu diesem Highlight im Münchner Konzertleben, der konzertanten Aufführung der "Walküre" durch das BR-SO unter Sir Simon Rattle, konnten acht Studierende im Herkulessaal am 8. und 10.2.2019 die Einführung übernehmen. Das intensive Coaching durch Uta Sailer vom Bayerischen Rundfunk zahlte sich aus, die Einführungen wurden vom Publikum sehr positiv aufgenommen. Die Projektarbeit konnte mit zusätzlicher Prüfungsleistung in BA und MA eingebracht werden (Jan Golch).

Forschungseinrichtungen

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Bayerische Akademie der Wissenschaften

Die Bayerische Akademie der Wissenschaften ist die größte sowie eine der forschungsstärksten und ältesten der acht Landesakademien in Deutschland. Sie betreibt innovative Langzeitforschung, vernetzt Gelehrte über Fach- und Ländergrenzen hinweg, wirkt mit ihrer wissenschaftlichen Expertise in Politik und Gesellschaft, fördert den wissenschaftlichen Nachwuchs und ist ein Forum für den Dialog zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit.

Kritische Ausgabe der Werke von Richard Strauss

Das Langzeit-Editionsprojekt „Kritische Ausgabe der Werke von Richard Strauss“ wird seit Februar 2011 unter der Leitung von Prof. Dr. Hartmut Schick am Institut für Musikwissenschaft der Ludwig-Maximilians-Universität München durchgeführt und von der Bayerischen Akademie der Wissenschaften durch einen Projektausschuss und einen Projektbeirat betreut. Es ist Bestandteil des von Bund und Ländern gemeinsam finanzierten Akademienprogramms. Kooperationspartner des Projekts sind das Richard Strauss-Institut in Garmisch-Partenkirchen mit seinem 2009–12 durchgeführten DFG-Projekt „Richard-Strauss-Quellenverzeichnis“, die IT-Gruppe Geisteswissenschaften der LMU München und das Richard-Strauss-Archiv der Familie des Komponisten in Garmisch-Partenkirchen.

MedRen 2023

Im Juli 2023 fand in Kooperation mit der Bayerische Akademie der Wissenschaften und der Bayerischen Staatsbibliothek die International Medieval and Renaissance Music Conference, die größte Konferenz zur Forschung zu Musik des Mitelalter und der Renaissance in München statt.

Bayerische Staatsbibliothek

Die Bayerische Staatsbibliothek ist eine der profiliertesten Bibliotheken, wenn es um musikwissenschaftliche Quellen, Bestände und Projekte geht. Dem regelmäßigen Austausch bei Tagungen, Forschungsprojekten und punktuell auch bei Lehrveranstaltungen folgt nun ein Kooperationsprojekt in der Lehre, welches die Breite des musikwissenschaftlich einschlägigen Profils der BSB den Studierenden systematisch näher bringt, während die Kolleg*innen der BSB umgekehrt vom Austausch mit den Nutzer*innen profitieren können. Die Studierenden können die Projektarbeit in ihren BA oder MA einbringen (Leitung: Jan Golch).

Das Projekt 2022/23

In einem gemeinsamen Seminar werden die Mitarbeiter*innen der BSB einen Überblick geben über das facettenreiche Leistungsspektrum der Bibliothek in Bezug auf musikwissenschaftliches Studieren und Forschen. Im 14täglichen Wechsel wird der Kurs an der der LMU stattfinden, um komplementär zu den spannenden Einblicken an der BSB im Hörsaal zu diskutieren, wie von diesen Angeboten in Studium und Forschung am besten profitiert werden kann und wohin sich also musikwissenschaftliche Praxis in Zukunft weiterentwickeln könnte.

Richard-Strauss-Institut Garmisch-Partenkirchen

Kooperationspartner des Langzeit Forschungsprojekts "Kritische Ausgabe der Werke von Richard Strauss" mit seinem 2009–2012 durchgeführten DFG-Projekt „Richard-Strauss-Quellenverzeichnis“

Hochschulen

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Hochschule für Musik und Theater München

Projekte

Gemeinsamer Promovierendentag 2024

Am 21.06.2024 fand das erste Mal ein gemeinsamer Promovierendentag statt, in unserem Hörsaal B206. Je drei Teilnehmende unseres Instituts und der Musikhochschule berichteten von ihren Projekten, zu Mittag und beim Abendessen bestand die Möglichkeit, sich weitergehend auszutauschen. Der Tag wurde sehr gut besucht, eine Fortsetzung des Formats wird angestrebt.

Tagung »Aufbruch und Erinnerung. Die Komponisten Paul Ben-Haim und Stefan Wolpe«

Vom 17. bis zum 19. November 2022 veranstaltete in Kooperation mit der Musikhochschule München das Musikwissenschaftliche Institut der LMU ein Tagung, die das Schaffen der Komponisten Stafan Wolpe und Paul Ben Haim reflektiert. Deren künstlerisches Schaffen scheint zunächst kaum vergleichbar: Während Paul Ben-Haim traditionell orientiert war, trug Stefan Wolpes Musik alle Kennzeichen der künstlerischen Avantgarde. Beide waren jedoch aufgrund ihrer jüdischen Herkunft zur Flucht vor der nationalsozialistischen Verfolgung gezwungen. Und beide setzten sich in ihren Werken immer wieder mit ihren früheren Prägungen in der europäischen Musiktradition auseinander, die sie nach ihrer Emigration mit neuen Kompositionsstilen kombinierten. In ihren jeweiligen Erfahrungen von Verfolgung, Heimatverlust und Exil spiegelt sich somit das Spektrum möglicher künstlerischer Reaktionsweisen auf die Vertreibung wider, die im Rahmen der Tagung ausgeleuchtet werden sollen.

Die Themen der Tagung wurden in zwei Konzerten auch erlebbar gemacht. Studierende der HMTM spielten ausgewählte Werke für unterschiedliche Besetzungen und aus verschiedenen Schaffensphasen beider Komponisten und ihrer Schüler*innen.

Weitere Informationen finden sich auf dem Veranstaltungsflyer

Festival »WO BIST DU LICHT! Hommage à Claude Vivier«

Mit einer zweitägigen Hommage vom 23. bis 24. Januar 2024 beleuchtete das Institut für Musikwissenschaft der LMU in Zusammenarbeit mit der Universitätskirche St. Ludwig und der Hochschule für Musik und Theater München die Musik des kanadischen Komponisten Claude Vivier (1948-1983) sowohl im Kontext seiner Zeit wie auch in ihrer Ausstrahlung auf die Gegenwart.

Das Werk Claude Viviers, dessen 75. Geburtstag und 40. Todestag 2023 gedacht wurde, bildet in jeder Hinsicht eine Ausnahme in der an besonderen Persönlichkeiten und Kompositionen so reichen Musikgeschichte des 20. Jahrhunderts. Viviers unzeitiger, durch ein Gewaltverbrechen erzwungener Tod im Alter von nur 34 Jahren zerschnitt auf brutale Weise eine künstlerische Entwicklung, die zum Erstaunlichsten gehört, was die Musik der zweiten Jahrhunderthälfte hervorgebracht hat.

Virtuelle Hochschule Bayern

SMART vhb: Notation

Die zunehmende Digitalisierung bietet immer mehr Möglichkeiten, auch im Hochschulunterricht neue Methoden einzusetzen. Dabei wird der Fokus zumeist auf den Aspekt der Forschung gesetzt, aber nicht zuletzt die zwangsweise digitale COVID-Situation hat gezeigt, dass auch in der Lehre bereits einige Konzepte bereitstehen, welche computergestützt modernen und zeitgemäßen Unterricht ermöglichen.

Das SMART-vhb-Projekt zum curricularen Kurs „Quellen und Notation“ verfolgt das Ziel, ein „Blended Learning“-Konzept zu erarbeiten, das den regulären Notationskundeunterricht mit digitalen Inhalten ergänzen soll. Im Rahmen eines SMART-vhb-Projektes werden im Studienjahr 2021/22 insgesamt sechs Lerneinheiten realisiert, welche exemplarisch das Potential einer digitalisierten Notationskunde erproben. Für die Lehreinheiten werden unterschiedliche Medien von Text bis Video miteinander verknüpft. Die Kurse bieten damit auch eine Hilfestellung für die Vor- und Nachbereitung einzelner Themengebiete.
Die erstellten Inhalte werden ab Herbst 2022 an allen Partnerhochschulen der VHB verfügbar sein und können entsprechend auch an anderen Universitäten/Musikhochschulen für die Lehre eingesetzt oder von interessierten Studierenden abgerufen werden.

Geleitet wird das Projekt von Prof. Dr. Irene Holzer unter Mitarbeit von Hedwig Oschwald und Simon Seeberger.

LMU Center for Digital Humanities

© SY_designHouse

Die ITG ist zuständig für Konzepte, Planungen, Beschaffungen und Dienstleistungen im Bereich der Informationstechnologie. Sie unterstützt die geistes- und kulturwissenschaftlichen Fakultäten in der digitalen Forschung und Lehre auf dem Gebiet der Digital Humanities. Auf der Basis eines interdisziplinären Konzeptes kooperiert sie eng mit den geisteswissenschaftlichen Disziplinen in zahlreichen Projekten der Digital Humanities und fördert den Dialog zwischen Geisteswissenschaften, Statistik und Informatik.

Das musikwissenschaftliche Institut arbeitet mit der ITG im Rahmen des Forschungsprojekts „Kritische Ausgabe der Werke von Richard Strauss“ zusammen. Des weiteren bietet die ITG das Zertifikatsprogramm Digital Humanities für Musikwissenschaftsstudierende an. Dies bietet die Möglichkeit, fachnahe und praktische Fähigkeiten im Bereich der digitalen Geisteswissenschaften zu erwerben. Inhalt ist die Aneignung digitaler Methoden, die praxisnah mit den Studieninhalten des Hauptstudiums verknüpft werden. Ziel ist ein Brückenschlag zwischen den Geschichts- und Kunstwissenschaften und den digitalen Herausforderungen unserer Zeit.