Irene Holzer ist seit dem Sommersemester 2020 Professorin am Institut für Musikwissenschaft an der Ludwig-Maximilians-Universität München.
Sie studierte Musikwissenschaft und Germanistik an den Universitäten Salzburg und Newcastle upon Tyne. Nach ihrer Promotion über Adrian Willaerts Messkompositionen im Jahr 2010 in Salzburg war sie als Lehrbeauftragte an den Universitäten Basel und Bratislava tätig. 2012 übernahm sie die Leitung des Mikrofilmarchivs am Musikwissenschaftlichen Seminar der Universität Basel und war ebendort von 2013 bis 2017 wissenschaftliche Mitarbeiterin am NCCR eikones. Von 2017 bis 2020 war sie als Juniorprofessorin für Historische Musikwissenschaft an der Universität Hamburg tätig.

  • Musik und Ritual: Offizium, Messe und ›liturgisches Drama‹ in Mittelalter und Früher Neuzeit
  • Visualisierungsformen von Musik: Körper und Notation
  • Musikdruck um 1800: Anton Diabelli
  • Popularmusik und Musikhistoriographie in den 1970er Jahre

ORCID: https://orcid.org/0000-0002-2824-2322

Vollständige Publikationsliste (PDF (PDF, 238 KB))

Monographie

  • Die zwei Salzburger Rupertus-Offizien Eia laude condigna und Hodie posito corpore. Mit dem Anhang: Das Virgil-Offizium Pangens chorus dulce melos von Jürg Stenzl. Würzburg: Köngishausen & Neumann 2012 (Salzburger Stier 6)
  • 02. »La santa unione de le note« – Kompositionsstrategien in Adrian Willaerts Messen. Salzburg, ePlus Universität Salzburg 2010. URN: urn:nbn:at:at-ubs:1-28473

Herausgeberschaft

  • MusikTheorie. Zeitschrift für Musikwissenschaft 3 (2023): Themenheft: Musik als kulturelles Ordnungszeichen. Hrsg. v. Irene Holzer und Hanna Walsdorf, Laaber: Laaber 2023.
    ISSN: 0177–4182
  • Musik als kulturelles Phänomen. Interdisziplinäre Perspektiven. Hrsg. v. Irene Holzer, Katharina Hottmann, Kai Stefan Lothwesen, Münster: Waxmann 2022 (Hamburg Yearbook of
    Musicology 2). ISBN: 978-3-8309-4563-5
  • Schrift und Klang in der Musik der Renaissance. Hrsg. v. Andrea Lindmayr-Brandl. Unter Mitarbeit von Lars Laubhold und Irene Holzer. Laaber: Laaber 2014 (Handbuch der Musik der Renaissance 3)
  • Anton Diabelli. Thematisch-systematisches Werkverzeichnis (WAD). Vorgelegt v. Leopold Kantner, revidiert v. Irene Holzer. München: Strube 2006 (Veröffentlichungen zur Salzburger Musikgeschichte 7)

Aufsätze

Sammelbände/Zeitschriften

  • Das ›Deutsche Gesangbuch für Israeliten‹ von Josef Johlson. Ein pädagogischer Wendepunkt als religiöse Differenzerfahrung. In: Kirchenmusikalisches Jahrbuch 108 (2024), S. 87–102.
  • Im Zeichen des Kreuzes. Das ›Trishagion‹ als liturgisches und klangliches Ordnungszeichen in der ›Visitatio sepulchri‹. In: MusikTheorie. Zeitschrift für Musikwissenschaft 3 (2023): Themenheft: Musik als kulturelles Ordnungszeichen. Hrsg. v. Irene Holzer und Hanna Walsdorf, Laaber: Laaber 2023, S. 196–208. ISSN: 0177–4182
  • Katholische Kirchenmusik als religiöse Differenzerfahrung? Das erste Salzburger Kirchengesangbuch im Spiegel der katholischen Spätaufklärung, in: Kirchenmusikalisches Jahrbuch 107 (2023), S. 43–55. DOI: https://doi.org/10.30965/9783657793860_005
  • Zwischen Klang und Konzept. Musik des Mittelalters als Spiegel ihrer Kultur. In: Musik als kulturelles Phänomen. Interdisziplinäre Perspektiven. Hrsg. v. Irene Holzer, Katharina Hottmann, Kai Stefan Lotzwesen, Münster: Waxmann 2022 (Hamburg Yearbook of Musicology 2), S. 11–18. ISBN: 978-3-8309-4563-5
  • Im Zeichen des lógos? Überlegungen zum Zeichenbegriff musikalischer Notation in der spätkarolingischen Zeit. In: Von der Oralität zum SchriftBild. Visuelle Kultur und musikalische Notation (9.–13. Jh.). Hrsg. v. Matteo Nanni und Kira Henkel. Paderborn: Fink 2020, S. 37–52.
  • Diabelli und die Volksmusik? Der Verlag Cappi & Diabelli als Spiegel der ersten österreichischen Volksliedsammlung. In: Schichten – Strömungen – Spannungsfelder. Volksmusikalische Zeitfenster in Salzburg 1816–2016. Hrsg. v. Wolfgang Dreier-Andres. Salzburg: Eigenverlag des Salzburger VolksLiedWerkes 2020, S. 347–372.
  • "Das ist wol singen in gaÿstlicher fröd". Musik der theologia mystica im Kloster Tegernsee. In: Kirchenmusikalisches Jahrbuch 103/104 (2019/2020), S. 27–41.
  • Das Unsichtbare hören. Der dreifache Auferstehungsruf im Liber ordinarius des Frauenstiftes von Essen. In: De musica disserenda XIV (2019), S. 25–41. DOI: https://doi.org/10.3986/dmd14.2.02
  • Vom Komponisten zum Verleger? Zur widerständigen Wandlung des Tonsetzers Anton Diabelli. In: Verlorene Söhne und Töchter. Salzburgs Musikleben nach Auflösung der Hofmusikkapelle. Hrsg. v. Thomas Hochradner. Wien: Hollitzer 2019 (Veröffentlichungen des Arbeitsschwerpunktes Salzburger Musikgeschichte, 6), S. 176–193. DOI: https://doi.org/10.2307/j.ctvkjb4k9.15
  • Liturgical Bodies in Motion – Klangliche Gestik und visueller Gesang in der mittelalterlichen Visitatio Sepulchri (Typ II), in: Der Kunst ausgesetzt. Beiträge des 5. Internationalen Kongresses für Kirchenmusik, 21.–25. Oktober 2015 in Bern. Hrsg. v. Thomas Gartmann und Andreas Marti. Bern u.a.: Peter Lang 2017 (Publikationen der Schweizerischen Musikforschenden Gesellschaft, II/57), S. 209–213. ISBN: 978-3-034325-63-9
  • Liturgische Gesangsbücher. In: Ein Kleid aus Noten. Mittelalterliche Basler Choralhandschriften als Bucheinbände. Hrsg. v. Matteo Nanni, Caroline Schärli und Florian Effelsberg. Basel: Schwabe 2014, S. 41–50. ISBN: 978-3-7965-3323-5
  • Anton Diabelli. ›Musikalischer Provinzialismus‹ als erfolgreiche Geschäftsstrategie. In: Salzburgs Musikgeschichte im Zeichen des Provinzialismus? Die ersten Jahrzehnte des 19. Jahrhunderts. Hrsg. v. Dominik Šedivý. Wien: Hollitzer 2014 (Veröffentlichungen der Forschungsplattform »Salzburger Musikgeschichte« 2), S. 217–251. DOI: https://doi.org/10.2307/j.ctv6jm8sh.15
  • »Ad Chorum Monasterii S. Petri«. Sigismund Neukomms Messkompositionen als Beispiel für das musikalische Erbe des Fürsterzbistums Salzburg. In: Salzburgs Musikgeschichte im Zeichen des Provinzialismus? Die ersten Jahrzehnte des 19. Jahrhunderts. Hrsg. v. Dominik Šedivý. Wien: Hollitzer 2014 (Veröffentlichungen der Forschungsplattform »Salzburger Musikgeschichte« 2), S. 263–281. DOI: https://doi.org/10.2307/j.ctv6jm8sh
  • Wenn die Quellen fehlen: Adrian Willaert im Königreich Ungarn. In: Musicologica Istropolitana X–XI. Hrsg. v. Marta Hulková. Bratislava 2013, S. 425–443.
  • Zwischen Wirkung und Widerstand. Das symphonische Schaffen Beethovens. In: Die Symphonie. Individuelle Charakteristika einer musikalischen Gattung. Hrsg. v. Jascha Barckhan. Berlin: uni-edition 2012 (Kompendium Junge Musikwissenschaft 5), S. 79–90. ISBN: 978-3-942171-85-4
  • Derra de Moroda, Joseph Lewitan und die Tanzkritik. Zwei Stile – eine Meinung? Forschungsbericht. In: Tanz und Archiv. Forschungsreisen. Biografik. Heft 2. Hrsg. v. Nicole Haitzinger und Claudia Jeschke. München: epodium 2010, S. 68–73.
  • August Bournonville. Materialien in den Derra de Moroda Dance Archives. In: Souvenirs de Taglioni. Bd. 1.: Materialien der Derra de Moroda Dance Archives. Hrsg. v. Gunhild Oberzaucher-Schüller. München: Kieser 2007, S. 168–175. ISBN: 978-3-935456-14-2

Lexikon- und Handbuchartikel

  • Johannes de Garlandi: De mensurabili musica. In: Musiktheorie. Hrsg. v. Ullrich Scheideler und Felix Wörner. Kassel u.a.: Bärenreiter/Metzler 2016 (Lexikon Musikschrifttum 1), S. 243–245. ISBN: 9783761820322
  • In: Schrift und Klang in der Musik der Renaissance. Hrsg. v. Andrea Lindmayr-Brandl. Unter Mitarbeit von Lars Laubhold und Irene Holzer Laaber: Laaber 2014 (Handbuch der Musik der Renaissance 3). ISBN 978-3-89007-703-1
    • Das Antiphonale Pataviense (S. 241–243)
    • Der Chigi-Kodex (S. 198–200)
    • Der Choralis constantinus (S. 294–296)
    • Der Gafurius Kodex 4 (S. 201–203)
    • Das Glogauer Liederbuch (S. 192–194)
    • Der Münchner Kodex 10 (S. 250–252)
    • Das Chansonnier Nivelle de La Chaussée (S. 181–183)
    • Der Kodex Toledo 25 (S. 291–293)
    • Der Kodex Capp. Sist. 46 (S. 221–223)
  • Robbins, Jerome. In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart. 2., neubearb. Ausgabe. Hrsg. v. Ludwig Finscher. Personenteil. Bd. 14. Kassel u.a.: Bärenreiter/Metzler 2005, Sp. 213f.

Rezensionen für

E-LAUTE: Electronic Linked Annotated Unified Tablature Edition – The Lute in the German-Speaking Area 1450-1550

2023–2026: DFG HO 6885/1-1: Projektnummer: 499741530

Internationale Forschungskooperation mit der Universität Wien, der Universität für Musik und darstellender Kunst Wien, der Technischen Universität Wien, der Schola Cantorum Basiliensis sowie der Universität Bayreuth

Projekthomepage: https://e-laute.info/


Digitale Musikedition – Die Nutzung von "Sibelius" im Kontext von Musikpraxis, Musikpädagogik und Musikwissenschaft

Leitung und Entwicklung: Prof. Dr. Kathrin Schlemmer (Eichstätt)

Der Fachbereich Musikwissenschaft der LMU München nimmt als Bayerische Trägerhochschule an diesem Digitalen Kurs teil

Anmeldung unter: vhb