Paul-Ehrlich-Contest 2026

Medizinstudierende der LMU erreichen zweiten Platz in Medizin-Olympiade

Innerhalb von Bruchteilen einer Sekunde Blickdiagnosen erkennen, die Richtige Diagnose in komplexen klinischen Fällen stellen und praktische Aufgaben meistern: das Alles war Teil des diesjährigen Paul-Ehrlich-Contest, der am 25. und 26. Juni in Ulm ausgetragen wurde und die besten, engagiertesten und teamfähigsten Studierenden kürt. Insgesamt 16 Teams aus drei Ländern traten in ihrem medizinischen Wissen und Können gegeneinander an. Mit dabei ein Team der LMU München, welches sich gegen die starke Konkurrenz bis auf Platz zwei vorkämpfte und damit Silber nach München holt. „Wir haben uns sehr über den hart umkämpften Finaleinzug gefreut. Und dass es dann in der Endrunde so gut gelaufen ist, hat die intensive Vorbereitung umso mehr bezahlt gemacht“, berichtet Zeinesh glücklich, die zum ersten Mal am Contest teilnimmt.

Seit einem guten Jahr bereiteten sich die fünf Studierenden in wöchentlichen Treffen auf den Contest vor, übten das Erkennen von Blickdiagnosen innerhalb von 200 Millisekunden, sprachen klinische Fälle, mögliche Differenzialdiagnosen und sinnvolle weitere Diagnostik gemeinsam durch und trafen sich mit Fachexperten aus der Klinik zum Intensiv-Teaching. Zusätzlich konnten sie in einem eigenen lokalen Wettbewerb, dem Münchner Pettenkofer-Contest, schon einmal wertvolle Erfahrung sammeln.

„Besonders herausfordernd fanden wir die praktischen Aufgaben. Neben der Demonstration anatomischer Strukturen an Körperspendermodellen mussten wir eine chirurgische Nervendekompression durchführen und Patienten in einer Massenkarambolage richtig triagieren“, erzählt Moritz, der zuvor bereits als Tutor im Präparierkurs gearbeitet hat.

Neben dem fachlichen Wissen gibt der Wettbewerb den Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Möglichkeit, sich über Ländergrenzen hinweg zu vernetzen und auszutauschen.

Der Paul-Ehrlich-Contest findet (mit mehreren Namensänderungen im Verlauf) seit 1998 an jährlich wechselnden Hochschulorten statt und wird federführend durch die Charité – Universitätsmedizin Berlin organisiert. „Den Contest in ein paar Jahren nach München zu holen, wäre unser Traum“, so die beiden ärztlichen Tutoren des Teams, Michael Völkl und Sebastian Läufer.