BEBI-Studie

Die BEBI Studie („Behandlung-Eltern-Baby-Interaktion“) erfasst mit Hilfe von Online-Fragebögen und Videodiagnostik wichtige Faktoren der kindliche Entwicklung, elterlichen Belastung und der Eltern-Kind-Beziehung von (werdenden) Eltern mit Kindern im Alter von 0-4 Jahren, die sich in psychotherapeutischer Behandlung befinden.

Die BEBI-Studie („Behandlung-Eltern-Baby-Interaktion“) ist ein gemeinsames Forschungsprojekt von folgenden verhaltenstherapeutisch und psychodynamisch ausgerichteten psychotherapeutischen Einrichtungen in München:

  • Akademie für Psychoanalyse und Psychotherapie München e.V.
  • Münchner Arbeitsgemeinschaft für Psychoanalyse (MAP)
  • Psychotherapeutische Hochschulambulanz für Babys, Kinder, Jugendliche und (werdende) Eltern an der LMU München (KiJu-HSA)
  • Münchner Universitäres Institut für Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie-Ausbildung (MUNIK)

Inhalte der Studie

Die frühen Lebensjahre stellen eine entwicklungspsychologisch besonders sensible Phase dar. In diesem Zeitraum treten häufig Herausforderungen auf, wie etwa anhaltendes Schreien, Schlaf- oder Fütterprobleme, frühe Regulationsschwierigkeiten, psychische Belastungen der Bezugspersonen oder Beeinträchtigungen in der Eltern-Kind-Interaktion. Die BEBI-Studie untersucht diese frühen Belastungen systematisch, um zu verstehen, wie sie entstehen, wie sie sich im Laufe psychotherapeutischer Behandlungen verändern und welche Faktoren den therapeutischen Prozess beeinflussen.

Betrachtet werden zentrale Bereiche:

  • Kindliche Entwicklung
  • Elterliche Belastung
  • Eltern-Kind-Beziehung

Ablauf der Datenerhebung

  • Fragebögen: Zu Beginn der Therapie, am Ende sowie nach Abschluss werden diagnostische Fragebögen an die teilnehmenden Familien versendet. Diese Fragebögen können von zuhause aus am Laptop oder am Handy ausgefüllt werden.

  • Videodiagnostik: Wenn gewünscht, kann auch eine Videodiagnostik durchgeführt werden, die in der Therapie wertvoll genutzt werden kann. Die Erhebungstermine werden zusätzlich zu den regulären Therapiesitzungen angesetzt, um den therapeutischen Verlauf nicht zu beeinträchtigen.

Wer kann teilnehmen?

(Werdende) Eltern ab 18 Jahren mit Kindern bis einschließlich zum 4. Geburtstag, die sich in psychotherapeutischer Behandlung an einer der 4 beteiligten Einrichtungen befinden. Voraussetzung sind gute Deutschkenntnisse. Die Teilnahme eines oder beider Elternteile ist möglich.

Datenschutz und Freiwilligkeit

Die Teilnahme an der Studie ist freiwillig und kann jederzeit widerrufen werden. Die Studienteilnahme ist keine Voraussetzung für eine psychotherapeutische Behandlung. Alle erhobenen Daten (Videoaufnahmen, Fragebögen) werden streng vertraulich behandelt und gemäß den Datenschutzrichtlinien der LMU München sowie der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO, Art. 13) verarbeitet.

Bedeutung der Studie

Die BEBI-Studie leistet einen Beitrag zur Weiterentwicklung der psychotherapeutischen Versorgung von Säuglingen, Kleinkindern und (werdenden) Eltern. Sie ermöglicht ein besseres Verständnis von Risikofaktoren früher emotionaler Belastungen, unterstützt die Identifikation zentraler Wirkmechanismen, die therapeutische Interventionen beeinflussen, und trägt zur Verbesserung diagnostischer und therapeutischer Konzepte im frühen Kindesalter bei. Die Ergebnisse fließen in die wissenschaftliche Forschung, Lehre sowie in die Ausbildung angehender Psychotherapeut*innen ein.

Kontakt

Die wissenschaftliche Leitung der Studie liegt bei Frau Prof. Dr. Corinna Reck. Die Studienleitung liegt bei Roman Schütze-Rokita, M. Sc.

Sie erreichen uns unter kiju-videodiagnostik@psy.lmu.de

Anfahrt

Die Videodiagnostik findet in der Leopoldstraße 44, im 2. Stock in Raum 205 statt.

Öffentliche Anreise:

U-Bahn-Haltestelle: U6 / U3 Giselastraße, Ausgang D
Bushaltestelle: Giselastraße