Studie: Hirnsignale könnten Bewusstseinszustände sichtbar machen
27.05.2026
Ein Forschungsteam um den Neuropsychologen Tobias Staudigl hat einen Hirnrhythmus entdeckt, der Bewusstseinszustände unterscheidet.
27.05.2026
Ein Forschungsteam um den Neuropsychologen Tobias Staudigl hat einen Hirnrhythmus entdeckt, der Bewusstseinszustände unterscheidet.
Tobias Staudigl ist Professor am Lehrstuhl für Neuropsychologie und Biologische Psychologie und Leiter der Arbeitsgruppe Kognitive Neuropsychologie. Sein Team hat in Zusammenarbeit mit PD Dr. Elisabeth Kaufmann (Neurologie, LMU) einen Hirnrhythmus identifiziert, der unterschiedliche Bewusstseinszustände voneinander abgrenzt.
Die in Nature Human Behaviour veröffentlichte Studie zeigt, dass eine schnelle Aktivität im Thalamus ausschließlich während des Wachzustands und des REM-Schlafs auftritt, nicht jedoch im traumlosen Non-REM-Schlaf. Für die Untersuchungen nutzten die Forschenden Aufzeichnungen aus implantierten Elektroden, die im Rahmen einer Epilepsiebehandlung eingesetzt wurden. Dadurch konnten sie die Aktivität dieser tief im Gehirn liegenden Struktur direkt messen. Die Ergebnisse sprechen dafür, dass die beobachteten Signale als biologischer Marker für Bewusstseinszustände dienen könnten. Langfristig könnte das bessere Verständnis dieser Hirnaktivität dazu beitragen, neurologische Erkrankungen gezielter zu untersuchen und bestehende Therapien weiterzuentwickeln.
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