Zahlen und Fakten

Zahlen zu Tierversuchen in Deutschland

Weitere Angaben zur Versuchstierstatistik bei "Tierversuche verstehen"
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In Deutschland ist die Zahl der Tiere, die 2024 zu wissenschaftlichen Zwecken eingesetzt wurden, im Vergleich zum Vorjahr erneut gesunken. Mit insgesamt 1,95 Millionen lag sie um mehr als acht Prozent niedriger.

Darin enthalten sind auch 626.538 Tiere, die zur Entnahme von Zellen oder Geweben getötet wurden, ohne dass ein Versuch mit ihnen durchgeführt worden ist - etwa für Zellkulturen oder Gewebeanalysen für die Krebsforschung, Immunologie oder die Neurowissenschaften.

Zahlen zu Tierversuchen an LMU und Klinikum

Tierzahlen

An LMU und Klinikum wurden in 2025 insgesamt 30.580 Tiere in Tierversuche genommen. Mäuse stellten mit 92,1 Prozent den absolut überwiegenden Teil dieser Versuchstiere dar.

TierartAnzahlAnteil
Mäuse28.15092,2%
sonstige Nager7952,6%
landwirtschaftliche Nutztiere2911,0%
Vögel1.1053.5%
sonstige1390,5%

Versuchszwecke

Als Universität führen die LMU und das Klinikum vor allem Versuche in der Grundlagenforschung durch. Tiere kommen jedoch auch in der Ausbildung zum Einsatz – sei es bei Studierenden der Tiermedizin, bei Wissenschaftlern oder bei ärztlichem und tierärztlichem Personal. So üben beispielsweise Ärzte besonders komplexe Eingriffe zunächst an Tieren, bevor sie diese an Patientinnen und Patienten der Klinik durchführen.

ZweckAnzahlAnteil
Grundlagenforschung25.22782,5%
Translation2.8179,2%
Ausbildung1.8045.9%
gesetzlich vorgeschrieben (z. B. Sicherheits- und Verträglichkeitsprüfungen neuer Medikamente)3661,2%
Umwelt (z. B. ökotoxikologische Auswirkungen auf die Tierwelt)2690,9%
Zuchterhalt970,3%

Belastung

Von den insgesamt 30.580 Tieren, die 2025 an der LMU und dem Klinikum in Versuche einbezogen wurden, war mehr als die Hälfte höchstens gering belastet. 39 Prozent der Tiere erfuhren eine mittlere Belastung. In dieser Kategorie werden gesetzlich auch alle Tiere erfasst, die operative Eingriffe erhalten haben, selbst wenn sie danach konsequent mit Schmerzmitteln behandelt wurden. Lediglich 1,4 Prozent der Tiere waren schwer belastet, womit LMU und Klinikum deutlich unter dem bundesweiten Durchschnitt von 3,6 Prozent im Jahr 2024 liegen. Fast zehn Prozent der Tiere wurden noch während der Narkose eingeschläfert – meist durch eine erhöhte Dosierung von Narkosemitteln – und erlitten damit keine bewusste Belastung durch die eigentlichen Experimente.

Grad der BelastungAnzahlAnteil
gering15.33750,2%
mittel11.89138,9%
schwer4221,4%
noch in Narkose eingeschläfert2.9309,6%

Anzahl der Tötungen zu wissenschaftlichen Zwecken

Neben den Tieren, die 2025 an der LMU und dem Klinikum für Versuche (§7 TSchG) eingesetzt wurden, wurden im gleichen Zeitraum fast 29.000 Tiere zu wissenschaftlichen Zwecken getötet.

Dabei handelt es sich um Experimente, in denen Untersuchungen an den Zellen und Geweben von Tieren durchgeführt werden, ohne dass über das Einschläfern hinaus andere Manipulationen an den Tieren vorgenommen werden.

TierartAnzahlAnteil
Mäuse 28.24197,5%
sonstige Nager3131,1%
landwirtschaftliche Nutztiere490,2%
Vögel1360,5%
sonstige2350,8%

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