Tierversuche verstehen
Erkenntnis schafft Zukunft: An der LMU und am Klinikum forschen wir für Mensch, Tier und Umwelt. Tierversuche erfolgen nur, wenn es keine Alternativen gibt – wir vermeiden sie, wo möglich, und minimieren Belastungen konsequent.
Ziel der Forschung an der LMU und am Klinikum ist es, biologische Zusammenhänge und Krankheitsmechanismen zu verstehen und daraus neue Ansätze für Diagnostik, Prävention und Therapie zu entwickeln. Dazu zählen Impfstoffe, Medikamente und alternative Behandlungsmethoden beispielsweise in der Krebs- oder Herz-Kreislauf-Medizin, bei neurodegenerativen oder Stoffwechsel-Erkrankungen, Infektionsrkankheiten oder Organersatz.
Für diese Arbeit nutzen LMU und Klinikum in der Grundlagenforschung, in der kliniknahen Forschung der Human- und Tiermedizin sowie in der Ausbildung von Studierenden und Ärztinnen und Ärzten bereits zahlreiche tierfreie Methoden.
Dazu gehören unter anderem Zellkulturen, Organoide und Computermodelle sowie – insbesondere in der Lehre – Dummies und Simulationen. Ergänzend werden, wenn wissenschaftlich erforderlich, auch Patientenmaterialien (z. B. Blut- oder Gewebeproben) und klinische Daten verwendet. Dies erfolgt ausschließlich auf Grundlage einer informierten Einwilligung und in pseudonymisierter Form.
Tierversuche werden nur dann durchgeführt, wenn es keine geeigneten Alternativen gibt und die wissenschaftliche Fragestellung das natürliche Zusammenspiel vieler unterschiedlicher Zelltypen und Organsysteme erfordert.
Das ist etwa bei Infektions- und Autoimmunerkrankungen wie Multipler Sklerose der Fall oder bei der Entwicklung neuer Therapien gegen Krebs und Alzheimer, die das körpereigene Immunsystem gezielt nutzen.
Wir danken allen Patientinnen und Patienten sowie Tierhalterinnen und Tierhaltern die Unterstützung unserer Forschung durch ihre Bereitschaft, Daten und Materialien zur Verfügung zu stellen.
Tierversuche: wo sie sich (noch) nicht vermeiden lassen
Aus- und Fortbildung
Die Ausbildung von Studierenden der Tiermedizin im Umgang mit Tieren zählt dazu genauso wie die von Ärzten, die besonders riskante Eingriffe zunächst an Tieren trainieren, bevor sie diese an Menschen durchführen.
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Grundlagenforschung
Grundlagenforschung ist Ausgangspunkt des Erkenntnisgewinns: Tiermodelle helfen, molekulare Veränderungen bei Krankheiten sowie biologische Prozesse zu entschlüsseln – die Grenzen zur Anwendung sind oft fließend.
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Translationale Forschung
Gemeint ist Forschung, die Erkenntnisse aus der Grundlagenforschung gezielt in neue Diagnostik- und Therapieansätze für Mensch und Tier überführt – vom Labor in die medizinische Anwendung.
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