Blickt man in die Frühgeschichte des Münchner Instituts für Theaterwissenschaft, sind es vor allem die Namen von zwei Gründungsfiguren, die hervorstechen: Artur Kutscher und Hans Heinrich Borcherdt. Beide blieben in der NS-Zeit im Amt und ließen sich auf je eigene Weise mit dem faschistischen Regime ein. Nach dem Krieg wurden sie schnell als „entlastet“ eingestuft und konnten ihre Karrieren an der LMU München ungehindert fortsetzen. In einer Installation setzen sich die Studierenden mit den Spruchkammerakten von damals auseinander und fragen: Wie viel Wert hat das Urteil eines Gerichts, das (fast) alle freispricht?
Teile der inhaltlichen Vorarbeit für diese Installation entstanden im Forschungsprojekt „History of Theatre Studies“ (HOTS) der Universitäten Bern und Wien und wurden finanziert durch den Schweizerischen Nationalfonds (SNF).
Vernissage: Mo., 22.6., 21 Uhr
Eintritt frei
Leitung: Carolina Heberling, Tassilo Tesche
Zugänglichkeit:
Ein rollstuhlgerechter Zugang ist über den Seiteneingang Neuturmstraße 5 möglich. Eine rollstuhlgerechte Toilette ist vorhanden. Da für den Zugang spezielle Türen aufgesperrt werden müssen, bitten wir für die Veranstaltungen der Studiobühne um vorherige Kontaktaufnahme unter studiobuehne@lrz.uni-muenchen.de.